Freitag, 20. März 2015

QR-Codes auf dem Friedhof - Das Beispiel Aschersleben

Ein unscharfes
Fotos von meinem
Handy mit der App
zum Lesen von
QR-Codes
Im letzten Jahr berichteten die Netzpiloten zum ersten Mal darüber, "Wie Aschersleben den Friedhof modernisiert". Aschersleben ist die älteste Stadt im Bundlesland Sachsen-Anhalt. Dort hat man auf dem Friedhof einen Erinnerungspfad angelegt, bei dem die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten mit QR-Codes versehen worden sind. Damit kann man mobil über das Handy Informationen über ihr Leben abrufen. Nachlesen kann man die Informationen auch zuhause auf der Seite des Internetportals QR-Erinnerung. Diese Website definiert sich als ein Ort des Gedenkens, der zugleich soll es ein Archiv für die Nachwelt werden soll.

Aschersleben scheint sozusagen das Pilotprojekt dieses Internetportals zu sein, denn bisher sind dort nur Informationen über diesen Friedhof zu finden. Grund ist auch hier der demografische und kulturelle Wandel, durch den der Friedhof in den letzten 24 Jahren rund 5.000 Grabstätten und damit auch Besucher verloren hat. Mit dem Einsatz der QR-Codes möchte man mehr Besucher anlocken und auf historische Persönlichkeiten hinweisen. Friedhofsbetreiber Holger Dietrich sieht diese Idee auch als Möglichkeit des Stadtmarketings. Die kleinen Tafeln an den Grabstellen wichtiger Menschen aus Aschersleben enthalten kurze Infos und die Codes. dazu gibt es dann aber auch noch einen ganz normalen gedruckten Flyer.

Und dieser Link führt noch zu einem Video des mdr über den Ascherslebener Friedhof.

Kommentare:

Birgit Janetzky hat gesagt…

Ein Blick ins Impressum zeigt, dass der Diensteanbieter aus Aschersleben stammt.
Aber die Seite ist ein gutes Beispiel dafür, wie auf verschiedenen Ebenen die Idee des QR-Codes auf Friedhöfen aufgegriffen wird.

Barbara Leisner hat gesagt…

Sie haben ganz recht. Da ist wohl eine örtliche Zusammenarbeit gelaufen, die für beide Anbieter (Friedhof und die beiden Werbeberater aus Aschersleben) einen deutlichen Mehrwert bringt.

Ho Sa hat gesagt…

Ein sehr interessantes Projekt.
Und warum nicht - im Grunde in Anlehnung an die App 'Wo sie Ruhen', oder die der drei Historischen Jüdischen Friedhöfe in Berlin -
daran müssen wir uns nur gewöhnen, dass das phone oder tablet nun auch zum Alltagsbild auf den alten Friedhöfen gehören wird, und nicht mehr nur auf der Straße, der U-Bahn, oder dgl.