Im Stadmuseum am Laien in Ditzingen ist die Ausstellung "Totenhemd & Leichenschmaus - Eine Ausstellung zur Bestattungs- und Trauerkultur" zu sehen. Das Konzept ist so ausgerichtet, dass die Besucher einen Eindruck von den Bestattungs- und Trauerbräuchen der Vergangenheit bis heute erhält, also sozusagen vom Ankleiden des Toten über Trauerfeier und Bestattung, bis Hinwendung zu einem neuen Lebensabschnitt ohne den oder die Verstorbene.
Für die Ausstellung haben viele Menschen aus Ditzingen und der Region ihre Erinnerungen geteilt, Objekte geschenkt und geliehen. Initiert wurde sie von den Mitgliedern des Projekts „Ewig anders Ditzingen“, das die Stuttgarter Trauerbegleiterin Maike Sander in Ditzingen etablierte.
"Ewig anders Ditzingen“ ist ein Projekt des bürgerschaftlichen Engagements, das sich mit der Trauerkultur beschäftigt. Hintergrund sind Veränderungen in der Gesellschaft, die einen Einfluss auf Friedhöfe und Trauerkultur haben. So führt zum Beispiel der Trend zu Urnengräbern und Baumbestattungen zu mehr freien Friedhofsflächen, die zunehmende Mobilität in der Arbeitswelt bringt die räumliche Trennung von den Gräbern der Angehörigen mit sich. Gleichzeitig ist der Friedhof auch ein Ort der Erholung und ein Biotop geworden. Im Rahmen des Projektes wurde bereits eine Fläche auf dem Friedhof gestaltet und weitere Aktionen angestoßen.
Die Ausstellung läuft vom 16. September 2020 bis 31. Januar 2021. Dazu gibt es ein Begleitprogramm, in dem es auch um die Ditzinger Friedhöfe geht. Zudem ist für den November eine Ausstellung über die Friedhöfe im Projektraum (Marktstraße 24) geplant.
Donnerstag, 15. Oktober 2020
"Totenhemd & Leichenschmaus" - eine Ausstellung in Ditzingen
Samstag, 5. September 2020
Sieben Schubkarren - Sind wir nicht alle Sternenstaub? - Ausstellung Nordfriedhof Dresden
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| Ausstellungsflyer und -plakat |
Zu sehen sind sieben Schubkarren, dazu sieben chemische Verbindungen, sieben Stehlampen, sieben mehr oder weniger bequeme Sessel, sieben golden gerahmte Wandspiegel, Grabsteinfragmente von aufgelassenen Gräbern, ein 777 Liter Aquarium mit einem Meteoriten, das Feuchtpräparat eines Gehirns, ein Bettgestell, 33 Totenhemden und sieben Tonnen Erde.
Dazu ist im Flyer zu lesen: „Sind wir nicht alle Sternenstaub, Überreste längst erloschener Himmelskörper? Elemente entstehen in den Sternen durch Kernfusion aus Wasserstoff und Helium. Circa zwanzig Elemente sind in Säugetierorganismen, wie dem Menschen von Bedeutung. Und das meiste im Körper ist Wasser. Wasser bedeutet Leben, Wasser kann den Tod bedeuten. Das Gedenken bekommt einen Ort Leichenhemden flattern im Wind. Totengräber verrichten ihre Arbeit: Erde zu Erde, Stein zu Stein. Das Grab und vor allem der Gedenkstein materialisieren über Jahrzehnte den Nachhall eines Menschenlebens. Der Stein selbst und die in ihn gemeißelten Inschriften bergen die Hoffnung auf Ewigkeit. Eine Hoffnung, die für die trauernden Hinterbliebenen, in der Gewissheit der eigenen Endlichkeit, tröstlich wirken kann. Die Lebenden besuchen ihre Toten. Die Gemeinschaft der Toten trifft die Gemeinschaft der Lebenden. Die Besuchszeit ist vorbei. Sieben Schubkarren warten auf den kommenden Tag. Sie sind außer Dienst."
Die Ausstellung organisiert hat der Verein Denk Mal Fort e.V. - Die Erinnerungswerkstatt Dresden , auf dessen Facebookseite es auch ein paar Bilder von der Eröffnung gibt, zusammen mit der Künstlerin Susan Donath.
Zu der Ausstellung läuft ein Begleitprogramm mit Friedhofsführungen. Die Ausstellung ist geöffnet: Mi, Fr-So 14-18 Uhr, Nordfriedhof Dresden, Kannenhenkelweg 1, 01099 Dresden. Feierhalle.
Dienstag, 1. September 2020
ASCHE - und was vom Ende bleibt
Im Friedhof F'orum am Züricher Sihlfeld-Friedhof wird am 3. September eine Foto-Ausstellung mit dem oben genannten Titel eröffnet. Gezeigt werden Bilder der Fotografin Tina Ruisinger. Sie befragt mit ihnen das, was vom Menschen nach der Kremation übrigbleibt.
Neben Asche und Knochenresten bleiben ja auch jene Teile nach der Kremation zurück, die im Leben als Ersatz und Unterstützung gedient haben. In der Ankündigung heißt es dazu: "Als Archäologin der Gegenwart sucht Tina
Ruisinger in der Asche nach Überbleibseln von Biografien, und ihre Funde
erblühen vor dem Objektiv zu Kleinoden von rätselhafter Schönheit." Die Ausstellung "Asche" ist die Fortsetzung der Arbeit "Spuren", bei der es der
Fotografin um die Dinge geht, die zurückbleiben, wenn eine
Person stirbt, also Spuren des Verstorbenen, als tröstliche Erinnerungen für
die Hinterbliebenen. Während aber das Interesse dort an den Dingen
liegt, die die die Lebenden zurückbehalten,
geht es bei Asche speziell um die Verstorbenen. Was bleibt von einem
menschlichen Körper übrig, wenn er tot ist? Welche unmittelbaren Spuren
hinterlässt er?
Die Fotografin hat dafür die Asche von 50 Verstorbenen im Krematorium Nordheim
fotografiert.
Daneben gibt es Antworten auf handfeste Fragen wie diese: Wie fein kann Asche gemahlen werden? Darf mein Lieblings-Rum mit auf die letzte Reise? Und was passiert mit meinem künstlichen Hüftgelenk?" Zu den Bildern gibt es eigens zu diesem Thema verfasste Texte von verschiedenen schweizerischen Journalistinnen und Dichtern.
Mittwoch, 8. April 2020
"Zeit los lassen" - Ausstellung auf dem Friedhof am Hörnli in Basel
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| Matthias Zurbrügg, Wort-Installation auf dem Friedhof am Hörnli, Basel 2020 (Foto Zurbrügg) |
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| "Liebe Ahnen", Kolumbarium auf dem Friedhof am Hörnli (Foto Zurbrügg) |
(Ich danke Matthias Zurbrügg für die Übersendung der Fotos!)
Samstag, 20. Oktober 2018
Tutenfru! ÜBER ABERGLAUBE UND TOD - Ausstellung in Kassel
| Flyer zur Autsstellung im Sepulkralmuseum in Kassel |
Im Mittelpunkt sollen Exponate aus der Sammlung des Museums stehen, die im Hinblick auf ihre übernatürlich magischen Bedeutungen und „Wirksamkeiten“ eindrucksvoll inszeniert werden. Die Verwendung als Heil- und Schutzzauber oder in einer Umkehrung gar als Schadenszauber stellt dabei einen zentralen Aspekt dar, wie die Ausstellungsmacher schreiben. Alte und neue Medien, Animationen und interaktive Zugangsmöglichkeiten veranschaulichen die „abergläubischen“ Handlungen. Highlights sind unter anderem ein römischer Schmuckanhänger (1. Jh. v. Chr.), der gegen den bösen Blick zum Einsatz kam, eine „Stolperfliese“ gegen finstere Mächte (16./17. Jh.) sowie verschiedene Bauopfer, z.B. eine mumifizierte Katze (17. Jh.), die der Besänftigung von Hausgeistern galten. Auch eine Freikugel (19. Jh.) ist zu sehen, von der es heißt, dass sie ihr Ziel immer trifft, weil sie vom Teufel geweiht wurde.
Ein Blick in die Gegenwart lässt außerdem Menschen zu Wort kommen, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Tod konfrontiert sind. In filmischen Porträts geben sie Einblicke in ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Aberglauben. Zudem informiert eine Weltkarte des Aberglaubens über noch heute existierende übernatürliche und magische Anschauungen sowie daran geknüpfte Handlungsmuster in verschiedenen Ländern und Kulturen.
Zur Ausstellung erscheint Ende November als Publikation das "Handwörterbuch des aufgeklärten Aberglaubens", das weniger als Ausstellungskatalog dienen soll, sondern vielmehr über den Museumsraum hinaus die Besucher*innen in ihrem Alltag begleiten kann. Lexikalisch von A bis Z strukturiert, werden darin Begriffe der Sepulkralkultur im Kontext des Aberglaubens erläutert, um eine inhaltliche Aufklärung zu ermöglichen und ein Nachdenken über eigenes abergläubisches Verhalten zu provozieren.
Freitag, 16. Februar 2018
Alles klar? Glas und Tod
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| Ausstellungseinladung |
Gleichzeitig wird bei der Ausstellungseröffnung am 22.Februar um 19:00 Uhr auch der neue Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. und Direktor des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur, Dr. Dirk Pörschmann, offiziell vorgestellt, der seit dem 1. Januar im Amt ist.
Ich werde zwar nicht dabei sein, wünsche aber dem neuen Direktor alles Gute und bin gespannt auf die neuen Impulse, die er den Kasseler Einrichtungen geben wird.
Donnerstag, 10. November 2016
Vita Dubia - neue Ausgabe der Zeitschrift "Friedhof und Denkmal"
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| Titelseite der Zeitschrift für Sepulkralkutur "Friedhof und Denkmal", 3/4-2016 |
Zusätzlich ist in dem neuen Heft ein Aufsatz über Vorrichtungen an Särgen abgedruckt, die möglicherweise auf die Angst vor dem Scheintod hinweisen, und in der Rubrik "Aus den Beständen des Museum" wird eine Lithografie mit dem Titel "Die Leichenessen" vorgestellt, auf der ein auferstandener Toter die Anwesenden erscheckt. Insgesamt liegt damit ein gut lesbares Kurzkompendium für die Thematik des Scheintodes vor, das jedem empfohlen ist, der sich mit dieser uns heute seltsam anmutenden Furcht beschäftigen will. Eine Leseprobe ist auf der Seite des Museums für Sepulkralkultur abrufbar.
Friedhof und Denkmal - Zeitschrift für Sepulkralkultur, Kassel 3/4-2016/61. Jg./ H 20682, 62 S. zahlreiche farbige Abbildungen, 8,00 Euro
Freitag, 30. September 2016
Am Fuße der Pyramide - 300 Jahre Friedhof für Ausländer in Rom
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| Flyer zur Ausstellung |
Bartolomeo Pinelli, Nächtliche Bestattung an der Cestiuspyramide
By Bartolomeo Pinelli - scanned by RTH, Public Domain,
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Montag, 26. September 2016
Vita Dubia- eine neue Ausstellung im Sepulkralmuseum
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| Flyer zur Ausstellung |
Samstag, 20. August 2016
"Der letzte Weg" - Ausstellung im Diezösanmuseum Bamberg
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| Ausstellungsflyer |
Freitag, 1. Juli 2016
15 Jahre Garten der Frauen in Ohlsdorf
Donnerstag, 8. Januar 2015
Zwischen den Fronten - Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg
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| Das Buch zur Ausstellung "Die Verwandlung - Sterben und Trauer 1914-1918" in Kassel |
Das Buch zur Ausstellung zeigt noch einmal sehr deutlich, dass hier ein gemeinsames Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven behandelt worden ist. Nach Vorwort, Dank und einem einleitenden Beitrag zum Ersten Weltkrieg als totalem Kulturkrieg und modernern Medienkrieg, folgen drei Hauptteile, die mit "Geistige Mobilmachung", "Zwischen den Fornten: Alltag an der Kriegsfront und der Heimatfront" und "Trauer, Trost, Erinnerung" überschrieben sind. Diese Hauptteile sind allerdings sehr unterschiedlich gewichtet. Während im ersten sechs Beiträge zusammengefasst sind, liegt der Schwerpunkt auf dem zweiten Teil mit elf Beiträgen. Dagegen wird der letzte nur durch den Beitrag von Reiner Sörries, dem Direktor des Kassler Sepulkralmuseums, abgedeckt.
Montag, 15. Dezember 2014
Die Verwandlung - Sterben und Tauer 1914 -1918
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| Friedhof und Denkmal 5-2014. Die Zeitschrift enthält einen ausführlichen Beitrag zur Ausstellung. |
Natürlich geht es dabei auch um die Erfahrung des massenhaften Todes und den Umgang mit der Bestattung der Soldaten im Feld, sowie Trauer und Leid in der Heimat.
Dienstag, 19. August 2014
150 Jahre Stadtfriedhof Engesohde in Hannover
Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres scheint mir die Kunstinstallation "Sonnenallee" der Street Art-Künstlerin Mansha Friedrich zu sein, die die zentrale Lindenalle seit dem 25. Juli (und noch bis zum 31.12.2014) in ein ganz neues Farbenkleid gehüllt hat.
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Freitag, 15. August 2014
Ein buntes Jubiläumsprogramm für den Waldfriedhof in Darmstadt
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| Flyer zum Jubiläum des Waldfriedhofs (Quelle) |
Liest man das Programm durch, so fallen die besonders zahlreichen und vielfältigen Aktionen auf, die in diesem Jahr in Darmstadt auf dem Friedhof angeboten werden. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellungen, Lesungen und Führungen mit künstlerischem, interkulturellem und kindgerechtem Hintergrund, aber auch Gottesdienste, Theaterstücke und Musik werden auf dem Friedhof stattfinden. Darunter sind viele Aktionen, die Kinder an das Thema Tod heranführen sollen. Für die Sommerferien sind sogar Ferienspiele zu verschiedenen Themen angesetzt.
Am Programm beteiligt sind verschiedene Ämter der Stadt, sowie Einrichtungen, Vereine und Betriebe, die jeweils in eigener Regie für die Umsestzung sorgen. Mit allen Programmpunkten will man das Interesse am Thema Friedhof, Trauer und Tod wecken und "den Waldfriedhof als ein architektonisches Juwel stärker ins Bewusstsein rücken“, wie es auf der Internetseite zum Jubiläum heißt.

Außerdem hat am zur Eröffnung des Jubiläumsjahres im ehemaligen Verwalterhaus des Friedhofs ein neues Café eröffnet, das vom Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen als Inklusionsprojekt betrieben wird.
Besonders interessant scheint mir an dem Programm die interaktive Ausstellung mit dem rätselhaften Titel „leben aus gestorben“, die man in den Trauerhallen des Friedhofs im wahrsten Sinne des Wortes "erleben" kann. Die Ausstellung wird nähmlich als theatrale Veranstaltung von Schauspielern bespielt, die sozusagen durch die Hallen und auch die Kellerräume führen. Damit sollen Gegenakzente zur gesellschaftlichen Tabuisierung des Todes gesetzt werden. Mit "morbidem Charme" wollen die Macher dazu anregen, eigene Wege im Umgang mit Abschied und Trauer zu finden. Eine ausführlichere Beschreibung kann man hier lesen. Ab dem 14. September wird die Ausstellung an Sonntagen ohne theatral-interaktive Führung von 11-16 Uhr geöffnet sein. Will man sie theatral erleben, kann man hier einen Termin buchen und hier den Flyer der Ausstellung ansehen.
Freitag, 11. Juli 2014
100 Jahre Hauptfriedhof Saarbrücken
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| Programmflyer Saarbrücken |
Impressionen vom Saarbrücker Hauptfriedhof“ vom saarländischen Künstler Werner Constroffer sind in der alten Aussegnungshalle ausgestellt und an beiden Tagen finden Zeichenexkursionen mit dem Künstler zu spannenden Stellen auf dem Hauptfriedhof statt.
Für Kinder gibt es ein Mitmachprogramm, wo Blumensträuße gebunden oder Skulpturen angefertigt und am Sonntag Grenzen beim pädagogischen Klettern überwunden oder bei begleiteten Erlebnistouren eine interessante Seite des Friedhofs erlebt werden kann.
Köstlichkeiten aus der Region runden die Veranstaltung kulinarisch ab.
Der Saarbrücker Hauptfriedhof wurde ab 1912 als Zentralfriedhof für die gerade entstandene Großstadt geplant. Der Ersten Weltkrieg brachte es mit sich, dass er 1914 zunächst als Ehrenfriedhof für die gefallenen Soldaten angelegt wurde. Zwei Jahre später wurde er für die Allgemeinheit geöffnet, aber erst 1926 fiel der Beschluß ihn endgültig zum Hauptfriedhof auszubauen.
Mittwoch, 14. Mai 2014
Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht
So hat zum Beispiel Cees Notteboom das Grab der deutschen Rekordfliegerin Marga Wolf von Etzdorf auf dem Invalidenfriedhof in Berlin gesucht oder der argentinische Autor Felix Bruzzone hat auf der Miltärbasis Campo de Mayo bei Buenos Aires von dem Grab seiner Eltern erzählt, das nicht existiert, weil sie von der Junta ermordet wurden. Es sind viele verschiedene Leben und ganz unterschiedliche Gedanken zum Tod und zum Friedhof, mit denen man in dieser Ausstellung konfrontiert wird. Die Begräbnisplätze sind dabei sozusagen die Ideenträger, die dazu anregen sich mit dem eigenen Leben und dem Tod auseinander zu setzen.
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| Buchcover "Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht" (Abbildung mit freundlicher Erlaubnis des Knesebeck Verlages vom 14.5.2014) |
Aber die Ausstellung ist doch schon zu Ende, warum also berichte ich so spät noch darüber? Erstens, weil das Sepulkralmuseum in Kassel immer einen Besuch wert ist - am 23. Mai wird dort übrigens die neue Ausstellung "Totentänze aus dem Ersten Weltkrieg" eröffnet und darauf folgen weitere, die sich in der einen oder anderen Weise mit dem Weltkrieg auseinandersetzen. Das Programm ist hier einzusehen.
Zweitens aber auch, weil man die Audios weiterhin im Internet hören kann, da sie im Deutschlandradio Kultur veröffentlicht worden sind. Außerdem wird die Ausstellung vom 27.09.2014 - 02.11.2014 in der Rostocker Kunsthalle zu sehen sein und zu dem Projekt gibt es ein Buch:
Tobias Wenzel: Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht. Friedhofsgänge mit Schriftstellern
Mit einem Vorwort von Jussi Adler-Olsen, München: Knesebeck Verlag. 224 Seiten. 29,95 Euro
Dienstag, 25. Februar 2014
Fotoausstellung "Die Kunst im Stillen" in Leipzig
Eröffnet wird die Ausstellung um 18 Uhr im Oberlichtsaal der Bibliothek mit Reflexionen zur Friedhofskunst von dem vielseitig begabten Literaturprofessor und Künstler Elmar Schenkel von der Universität Leipzig. Das Violinenduo Hiltrud Ilg & Edwin Ilg, Gewandhaus Leipzig, wird die
Leipziger Stadtbibliothek
Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11, 04107 Leipzig
Tel. 03 41 / 1 23 53 43
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| Flyer zur Ausstellung "Die Kunst im Stillen" |
geöffnet: Mo-Fr 10-19 Uhr, Mi 13-19 Uhr,
E-Mail: stadtbib@leipzig.de
| Und hier noch ein Bild von der gut besuchten Ausstellungseröffnung (Foto Alfred E. Otto Paul) |
Montag, 9. Dezember 2013
Ausstellung "Himmelskinder aus Brandenburg - Vom vorzeitigen Ende der Kindheit 1500 - 1900"
| Kindergrabmal aus Kottingworth im Altmühltal (Foto Leisner) |
Dabei wird natürlich auch auf die Totenkronen hingewiesen, die früher Kindern und Ledigen mit ins Grab gegeben oder auf den Sarg gelegt wurden. Sie waren Stellvertreter jener Brautkronen, die den zu jung Verstorbenen verwehrt geblieben waren und künden von der "Hochzeit mit dem Himmel". Ein schönes Bild von einer Totenkrone aus der Dorfkirche von Herzberg (Gem. Rietz-Neuendorf, Brandenburg) findet sich übrigens hier. Aber nicht nur Totenkronen auch Briefe von trauernden Eltern, Gemälde, Fotos, Skulpturen, Grafiken und Hörbeiträge mit Kindertotenliedern sowie Predigten geben ein Einblick in den Umgang mit dem Kindertod seit dem 15. Jahrhundert und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Dem Tod gegenübergestellt sind Exponate, die vom Leben und vom Spiel der Kinder erzählen.
Die Ausstellung wurde von Dr. Sylvia Müller-Pfeifruck erarbeitet, die sich mit diesem Thema seit langem intensiv auseinandersetzt. Dazu wird noch eine Publikation erscheinen. Gefördert wurde dieses Projekt von einer ganzen Reihe von Institutionen, die mit Lübben verbunden sind.
Montag, 18. November 2013
Karlsruher Verein gibt sein Winterprogramm heraus
| Mausoleum Bürklin, Hauptfriedhof Karlsruhe (Foto Leisner 29.3.2011) |
Der Grund ist, dass ich heute zum ersten Mal den neuesten Flyer mit den Veranstaltungen von November 2013 bis März 2014 per Post zugeschickt bekam. Man kann ihn sicher bald im Netz herunterladen. Aber im Augenblick sieht man dort noch den Flyer von 2013. Da ich mir nicht sicher bin, ob ich das Urheberrecht verletze, wenn ich den neuen Flyer hier abbilde, habe ich hier nur den Text des Winterprogramms ausgeschnitten, denn trotz Anfrage ist auf der Website immer noch nur das Herbstprogramm zu lesen (nachgeschaut habe ich am 9.12.2013 und ja, ich bin gerade abgemahnt worden wegen des fremden Fotos einer Pommesschale in einem Blog!).
In dem Info-Center in Karlsruhe läuft übrigens bis zum 29.3.2014 noch eine Ausstellung über Professor Josef Durm und das 100jährige Mausoleum Bürklin, für dessen Errichtung er zuständig war. Er erforschte wenige Jahre zuvor das Theoderich-Grabmal in Ravenna und man sieht, dass es zum Vorbild wurde.
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| Programmausschnitt aus dem Flyer des Infocenters am Karlsruher Hauptfriedhof |



















