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Cover des neuesn Bandes der Irseer Dialoge
bei Kohlhammer |
Der lang erwartete Tagungsband "Tod-Gedächtnis-Landschaft" ist endlich erschienen. Er versammelt einen großen Teil der Vorträge der gleichnamigen
12. Tagung der Reihe "Sterben, Tod und Jenseitsglaube" in der Schwabenakademie Irsee (Allgäu) aus dem Jahr 2012. Obwohl es also schon etwas länger her ist, dass die Vorträge - z.T. in englischer Sprache - gehalten wurden, so hat der Band doch hohe Relevanz für den Diskurs über die Erinnerungskultur. Wie schon in dem Post über die inhaltlich nicht weit entfernt liegende Publikation der Tagung "
Erinnerungslandschaften" erwähnt, sind die beiden Wissenschaftler Aleida und Jan Assman dieses Jahr mit dem
Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt worden, weil sie sich intensiv mit dem Thema des kulturellen Gedächtnisses auseinandergesetzt haben.
Dabei nähern sich die Beiträge in diesem Tagungsband dem Themenkreis der in die Landschaft eingeschriebenen Erinnerung an den Tod von ganz unterschiedlichen Seiten. Zur Einführung definieren die Herausgeber Norbert Fischer und Markwart Herzog die Begriffe Landschaft und Gedächtniskultur, und beziehen dann den Tod in diese Begrifflichkeit ein. Der Zusammenhang dieser drei Begriffe zeigt sich - im Sinne Aleida Assmanns - als Resultat eines gesellschaftlichen Prozesses,"der sein Gedächtnis in jeder historischen Periode neu erfindet und entsprechende Artefakte mit symbolischer Bedeutung versieht."