Im Rahmen des 11. Hamburger Architektur Sommers 2026 stellen der Fotograf Nic Fey und das Architekturbüro Acollage Bilder von Hamburger Friedhofskapellen aus. Hier die Einladung zur Vernissage und folgenden Veranstaltungen:
Donnerstag, 23. April 2026
Freitag, 2. Mai 2025
Wiener Abschiedskultur - Tradition trifft Zukunft
Pressemitteilung:
Von 10. bis 17. Mai 2025 laden die Bestattung Wien und Friedhöfe Wien im Rahmen der Schwerpunktwoche „Wiener Abschiedskultur. Tradition trifft Zukunft.“ zu einem vielfältigen Programm ein. Mit dieser Schwerpunktwoche wollen sie Einblick in jene Bereiche ihrer
Arbeit geben, die über das Offensichtliche hinausgehen.
Im Mittelpunkt einer Reihe von kostenlosen
Veranstaltungen stehen Themen wie Vorsorge, Nachhaltigkeit, Biodiversität, Trauerarbeit,
neue Bestattungsformen sowie der Einsatz digitaler Technologien im Umgang mit Tod und
Erinnerung. „Friedhöfe sind mehr als eine Begräbnisstätte. Sie sind Orte der Begegnung, der
Erinnerungskultur und der ökologischen Vielfalt. Mit der Schwerpunktwoche möchten wir
zeigen, welche zentrale Rolle Bestattungswesen und Friedhöfe heute in einer modernen
Stadtgesellschaft einnehmen – als kulturelle, soziale und ökologische Akteure, die weit über
ihre traditionellen Aufgaben hinauswirken“, so Renate Niklas, Geschäftsführerin der
Friedhöfe Wien GmbH.
Dienstag, 16. April 2024
Jubiläumsjahr: 160 Jahre Zwölf-Apostel-Kirchhof
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| Screenshot der Seite der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde zu den Jubiläumsveranstaltungen |
Freitag, 29. September 2023
Tag des Friedhofs
| Grabmale für Phillipine Stühler und ihren Mann, Berlin, Dorotheenstädtischer Friedhof |
Eigentlich wollte ich hier im Blog ausführlich auf verschiedene besonders interessante Veranstaltungen zum Tag des Friedhofs in diesem Jahr hinweisen. Aber leider ist mir soviel dazwischen gekommen, dass dieser Post liegen geblieben ist und nun ist der Tag schon wieder vorbei!
Immerhin sollen hier doch noch ein paar Hinweise auf Gedanken und Veranstaltungen folgen, die ich interessant fand. Dazu gehört zum Beispiel der Text von Olaf Ihlefeld, dem langjährigen Verwalter des Stahnsdorfer Friedhofs in Berlin, der die Friedhöfe "gerade wegen der Änderungen, welche der Friedhof erfahren hat und noch erfahren wird," als "getreuen Spiegel unserer Zeit, unseres gesellschaftlichen Lebens" anspricht und dazu erklärt, dass die Gegenwart voller Chancen gerade für die Friedhöfe ist im Hinblick auf die gegenwärtigen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Menschen Neues zu erreichen (vollständiger Text siehe hier).
Aus den Veranstaltungen in diesem Jahr ragt das umfangreiche Programm des Neuen Annenfriedhofs in Dresden heraus. Dorthin kamen die österreichische Bestatterin Verena Brunnbauer und die Kommunikationswissenschaftlerin Nicole Honeck mit ihrem Projekt "Death-positiv". Sie luden mit ihrer "Sargbar", sowie einer Plakatausstellung mit StreetArt-Motien dazu ein neue Sichtweisen auf Leben und Tod zu erkunden. Ein historisches Grab wurde in dem Impuls-Workshop „Nachhaltige Trauer“ mit einer Pflanzaktion gemeinsam neu gestaltet. Und mit der Aktion „Before I Die“ waren Besucher und Besucherinnen eingeladen sich kreativ mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen und die Wände des künftigen Friedhofscafés nach dem Konzept der Memento-Mori-Installation der Künstlerin Candy Chang zu beschreiben und zu bemalen. Bilder von der sehr gut besuchten Veranstaltung findet man übrigens auf der Facebookseite des Friedhofs
Ein paar Eindrücke vom Tag des Friedhofs in Berlin gibt es hier und natürlich kann man sich jederzeit über vergangene und kommende Ereignisse zum Tag des Friedhofs auf der Seite der Friedhofsgärtner informieren, die diesen Tag ins Leben gerufen haben.
Mittwoch, 3. Mai 2023
500 Jahre Taucherfriedhof Bauten
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| Buchcover |
Zu dem Jubiläum ist ein handliches Buch erschienen, das neben
einem Abriss zur Geschichte dieses Friedhofs und des daran angrenzenden
Miachelisfriedhofs über 100 historische Grabanlagen und Grabmäler
vorstellt. Dabei stehen die Lebensgeschichten der Bestatteten im
Vordergrund und die Grabmale erscheinen - leider - in sehr kleinen
Bildern. Durch Pläne auf den Innenseiten der beiden Umschläge, in die
die Grablagen mit den Nummern der behandelten Orte eingezeichnet sind,
eignet sich dieses Buch hervorragend vor Ort als Führer für
Friedhofsspaziergänge.
Aber auch sozusagen von weitem bietet das Jubiläumsbuch einen guten Einstieg in die Besonderheiten dieses Friedhofs, die ihn aus der Menge der historischen Friedhöfe hervorheben. Denn dieser Begräbnisplatz spiegelt die Stadtgeschichte auf ganz besondere Weise wider. Er wurde in reformatorischer Zeit außerhalb der Stadt angelegt; zu einem Zeitpunkt, als die Anhänger der neuen Religion sich in Bautzen noch nicht vollständig durchgesetzt hatten.
Dienstag, 14. September 2021
Tag des Friedhofs 2021
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| Veranstaltungen zum Tag des Friedhofs auf dem Alten-Zwölf-Apostelfriedhof in Berlin |
Interessant finde ich die Aktion in Berlin, wo sich ein Arbeitskreis zusammengefunden hat, der mit seinen Ideen regelmäßig die Vorbereitung begleitet. So wurde in diesem Jahr 2021 unter der Idee „Mein Kiez. Mein Friedhof.“ ein dezentrales Konzept entwickelt, an dem sich verschiedene Berliner Friedhöfe beteiligen. Alle Veranstaltungen finden sich auf der Webseite dieser Initiative: Es gibt Rundgänge, Installationen, eine Ausstellung von Friedhofsfotos und Informationen zur Stadtnatur.
Im Rahmen dieses Tages findet auch die 140-Jahr-Feier des Zentralfriedhofes Friedrichsfelde stattt, die mit einem musikalischen Rahmenprogramm beginnt, gefolgt von Festreden u.a. von Herr Prof. Hofmann – Förderverein Gedenkstätte der deutschen Arbeiterbewegung Friedrichsfelde e.V. -, der Interessantes und Überraschendes zur Geschichte des Zentralfriedhofs vortragen wird. Es gibt Getränke und kleine Snacks und die Möglichkeit das Entwicklungskonzept für die Freiflächen Zentralfriedhof Friedrichsfelde 2030 kennenzulernen, welches erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Auf dem Friedhof St. Pius & St. Hedwig findet eine Spezialausgabe des wöchentlichen Cafés mit dem Namen „Friedhofsgeflüster“ statt, wo neben den üblichen Kaffee-Gesprächen die Theatergruppe „grenzenlos barrierefrei“ Szenen aus dem Märchen „das Kalte Herz“ spielen wird und und Akteure von SchreibART e.V. eigene, literarische Werke vorlesen.
Was mich darauf bringt nachzuschauen, was die Erfinderin des "Friedhofsgeflüsters" Dr. Anja Kretschmer zu diesem Tag anbietet. Tatsächlich ist sie wieder mit ihren besonderen Führungen auf historischen Friedhöfen unterwegs, aber nicht zum Tag des Friedhofs!
Den Tag des Friedhofs nutzt auch die "Initiative Raum für Trauer" um mit einer Pressemitteilung auf die existentiellen Bedürfnisse von Trauernden hinzuweisen, die bei der Wahl des Beisetzungsortes stärker Beachtung finden sollten. Sie machen damit darauf aufmerksam, dass zur Trauerbewältigung hilfreiche Rituale oft mit Regelungen an anonymen oder halbanonymen Beisetzungsorten ohne Grabpflege kollidieren - zum Beispiel auch bei Urnenreihengräbern oder bei Baumbeisetzungen. Und schicken dieses schöne und aussagekräftige Foto dazu mit:
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| Urnenreihengrab auf dem Neustädter Friedhof in Magdeburg. Foto: Raum für Trauer/Günter Czasny. Kassel / Süßen. |
Dazu heißt es in der Pressemitteilung, dass der eigentlich wichtigste gesellschaftliche Nutzen des Friedhofes im Zusammenhang mit der Diskussion über Artenvielfalt und urbanes Mikroklima auch diskutiert und besonders hervorgehoben werden muss: nämlich die grundlegenden psychologischen und wirkungsspezifischen Aspekte und Funktionen von Beisetzungsorten, deren Wert in der Regel erst in der Trauerphase - und damit oft viel zu spät - erkannt werde.
„Für eine gelingende Bewältigung ist der aktive Umgang mit Trauer von zentraler Bedeutung. Die Möglichkeiten dazu am Beisetzungsort sind neu zu betrachten und zu bewerten: Trauerhandlungen müssen unseren Erkenntnissen zufolge auch direkt am Trauer- und Beisetzungsort möglich sein – und das ist nicht überall gegeben“, so Dr. Dirk Pörschmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. und ideeller Träger der Initiative „Raum für Trauer“.
"Friedhöfe bieten hierfür zweifellos die besten Voraussetzungen, auch wenn sie sich darin wieder stärker als Orte für die Hinterbliebenen verstehen sollten“ ergänzt Günter Czasny, Initiator dieser Initiative. „Der optimale Friedhof ist ein Raum für die Lebenden, der ihnen, ohne Verpflichtungen aufzuerlegen, die Möglichkeit gibt, ihrer Trauer so Ausdruck zu verleihen, wie es ihnen gut tut – ein achtsamer Raum, der auch in anderen Lebenskrisen heilsame Wirkung haben kann.“ Wer mehr dazu erfahren möchte, sei auf die Website der Initiative hingewiesen.
Es gibt noch viel mehr Aktionen zum Tag des Friedhofs in diesem Jahr. Einige Beispiele finden sich auf der Website des Bundes der Friedhofsgärtner (es gibt auch eine Seite mit dem Namen "Tag des Friedhofs.de", doch sie wird vom Browser als unsicher eingestuft undnicht geöffnet).
Samstag, 12. Juni 2021
Call for papers zum Thema "Friedhofstourismus"
Die diesjährige Konferenz der Association of Significant Cemeteries of Europe (ASCE) hat das Thema Friedhofstourismus.
Montag, 7. Juni 2021
"150 Jahre Friedhof Glauchau - Erinnerungen & Aktuelle Bezüge"
Glauchau ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Zwickau. Sie war zu ihrer Blütezeit im ausgehenden 19. Jahrhundert ein wichtiger Standort der Textilindustrie.
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| Cover der Broschüre über den Glauchauer Friedhof |
In dieser Gedenkwoche wurde in einem Eröffnungsvortrag der Geschichte des Friedhofes nachgegangen. Außerdem gab es durch Mitarbeitende des Friedhofs konzipierte Führungen und eine Lichtinstallation. In einem Familiengottesdienst und einem Gesprächsabend wurde der Blick auf die letzten Dinge des Lebens gerichtet. Es folgte ein weiterer Vortrag zu Formen der Trauer und des Abschiedes, sowie Gottesdienste, Andachten und ein Konzert, in dem die christliche Auferstehungshoffnung Thema war. Außerdem wurden in einer Abendveranstaltung geistliche und weltliche Texte zum Thema vorgelesen, verbunden durch Musik.
Zum Jubiläum erschien eine mehr als hundert Seiten umfassende Broschüre zur Geschichte des Friedhofs, verbunden mit dem Abdruck des Vortrags zur Trauerkultur im Wandel, Informationen zu aktuellen Bestattungsformen auf dem Friehof und zur o.g. Lichtinstallation.
Der Abriss über die Friedhofsgeschichte des Ortes enthält die gesamte Entwicklungsgeschichte der Bestattung vor Ort mit vielen interessanten Details. Genannt sei hier nur die Zeichnung des Glauchauer Leichenwagens von 1846, für den ein Hofwagen aus Altenburg als Vorlage diente. Hinzugefügt hat der Autor aus aktuellem Anlass einen Abriss über die Geschichte der Seuchen vor Ort.
Samstag, 8. Mai 2021
Festival "Hallo Tod" in Zürich
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| Flyer zum Kulturfestival "Hallo Tod" |
Mittwoch, 13. Mai 2020
Corona-Update 4: Und gleich ein zweiter Live-Stream aus Berlin
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| Buchcover "Affäre Kießling" |
Freitag, 1. Mai 2020
Corona-Update Nr. 2: Keine Messe "Leben und Tod" - aber "Leben und Tod vernetzt"
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| Website von Leben und Tod vernetzt |
Aber die Veranstalter haben sich etwas einfallen lassen und viele Helfer gefunden, die auf ihre Honorare verzichten um die Internetveranstaltung "Leben und Tod vernetzt. Gemeinsam von zu Hause" stattfinden zu lassen. Deshalb wird es zum Datum der Messe, am 8. und 9. Mai, einen Livestream mit Podcasts, Video- und Blogbeiträgen, Live-Gesprächen und vielem mehr zu dem Themenkomplex Sterben, Tod, Bestatten und Erinnern geben, der komplett kostenfrei ist. Die Veranstalter schreiben: "Themen sind zum Beispiel geführte Meditationen, Anleitungen zu Trauerritualen aus der Ferne, Expertengespräche und Musik."
Wer sich nicht nur für historische Friedhöfe sondern für mit dem Tod zusammenhängende Themen interessiert, sollte unbedingt am 8. und 9. Mai bei der Seite https://www.leben-und-tod-vernetzt.de/ hereinschauen.
Donnerstag, 30. April 2020
Corona-Update: Live-Stream für Friedhofsfreunde
Die erste Veranstaltung, zu der wir Sie per Live Stream einladen, wird sein:
Nachgerufen
Die Nachrufe im Tagesspiegel
Eine Lesung mit Silke Jensen
Am Flügel: Stephan Graf von Bothmer
Mittwoch, 6. Mai 2020, 19 Uhr
Stream Link: https://www.youtube.com/watch?v=3t00t5lDsOo
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| Ankündigung des Live-Streams aus der Kapelle des Zwölf-Apostel-Friedhofs am 6. Mai 2020 auf Youtube |
In einem Life-Stream präsentieren die Zwölf-Apostel-Kirchhöfe Beispiele dieser journalistischen Kabinettstücke. Die Schauspielerin Silke Jensen wird lesen. Musikalisch eingerahmt wird die Lesung von Stephan Graf von Bothmer, der am Flügel zu den einzelnen Texten und Biographien improvisieren wird.
Gestreamt wird live aus Kapelle des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhofs. Leider aber natürlich ohne Publikum."
Sonntag, 15. März 2020
Absagen wegen der Corona-Pandemie
| Protestantischer Friedhof, Rom (Foto Leisner) |
Deshalb hier die Mitteilung, dass der Workshop am 20.-21.03.2020 in der Universität Rostock nicht stattfinden wird und dass auch die transmortale 10 zum selben Datum in Kassel abgesagt werden soll.
Sehr wahrscheinlich werden auch geplante Friedhofsführungen, wie z.B. das Friedhofsgeflüster in der nächsten Zeit nicht stattfinden. Wer also daran teilnehmen wollte, sollte sich vorher bei dem/der Veranstalter/in erkundigen.
Update: 16.03.2020 Jetzt ist auch das Kasseler Sepulkralmuseum und das Friedhofsmuseum in Ohlsdorf geschlossen so wie alle Museen.
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Einladung zu einem Treffen der Friedhofsfreunde
ersten
| Grabmalmuseum 1930er/40er Jahre beim Friedhofsmuseum in Ohlsdorf |
Treffen am 30.1.2020 in Hamburg
ein. Hier der Einladungsbrief, den ich etwas gekürzt veröffentliche (ich bin im Programm auch vertreten):
Sehr geehrter Vorstand des Friedhofsvereins, liebe Friedhofsfreunde,
Sie haben durch eine frühere Mail von uns oder auf anderem Weg, so Veröffentlichungen in der Friedhofskultur, von unserer Hamburger Initiative erfahren, einen Dachverband der Friedhofs/Fördervereine oder Freundeskreise zu gründen. ...
Sonntag, 1. Dezember 2019
Herbstmondnacht auf dem Wismarer Friedhof
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| Herbstmondnacht auf dem Wismarer Friedhof (Foto Nicole Hollatz. Ich danke Dr. Anja Kretschmer, dass sie mir alle Bilder dieses Posts zur Verfügung gestellt hat.) |
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| Gerlind Grosig mit ihrer Geige (Foto Nicole Hollatz) |
Sonntag, 29. September 2019
München - 200 Jahre kommunales Friedhofs- und Bestattungswesen
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| Schmiedeeiserne Grabmale auf dem Waldfriedhof in München (Foto Hofmann) |
Immerhin bieten der Oktober und der November in München noch einige Veranstaltungen, die man den Münchenern und ihren Nachbarn nur wärmstens empfehlen kann. Das Programm lässt sich hier herunterladen. So wird am 8.10. darüber diskutiert werden, wie man beerdigt werden möchte. Es referiert das Künstlerpaar Daniel und Karolin Bräg, die danach fragen, was man tun würde, wenn man einen geliebten Menschen beerdigen müsste, es aber keinen Bestatter, keinen Gärtner, keinen Steinmetz gäbe?
Natürlich gehören verschiedene Friedhofsführungen und eine Krematoriumsführung zum Programm, so über den Alten Nördlichen Friedhof, den Friedhof Bogenhausen, wo auch Liesl Karlstadt, Erich Kästner, Rainer Werner Fassbinder, Annette Kolb, Oskar Maria Graf und Helmut Fischer („Monaco-Franze“) ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Es gibt eine "Eucharistiefeier mit Bildbetrachtung“; die Filmvorführung "Trauer.Wege.Finden" mit anschließendem Filmgespräch. Über den Alten Südlichen Friedhof wird nicht nur geführt, sondern dort wird auch in der Langen Nacht der Münchner Museen (19.10.2019 // 19:00 – 24:00 Uhr) alle 30 Minuten ein 3D-animierter Film über die historische Entwicklung des unter Denkmal- und Naturschutz stehenden Friedhofs gezeigt. Am 1. November folgt dann eine GEDENKFEIER für die Bombenopfer Münchens auf dem Nordfriedhof und am 9.November wird auf dem Friedhof am Perlacher Forst der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Dort wurden nicht nur die jungen Mitglieder der "Weißen Rose" nach ihrer Hinrichtung bestattet.
Dienstag, 17. September 2019
transmortale X - call for papers
| Detail eines Grabsteines in der Marienkapelle in Würzburg (Foto Leisner 2019) |
Alle Epochen und Kulturen zeigen, dass der Tod nicht nur die Toten betrifft, sondern vor allem die Lebenden. Für die Wissenschaft bedeutet das, dass alle Fächer und Forschungsfelder, die sich mit den Menschen und dem Leben beschäftigen, auch Berührungspunkte mit dem Tod, dem Abschied oder der Endlichkeit haben. Die Themen Sterben, Tod und Trauer sind in den letzten Jahren in den Fokus der fächerübergreifenden Forschung gerückt. Disziplinen wie Archäologie, Ethnologie, Volkskunde/Kulturanthropologie oder Kunstgeschichte beschäftigten sich seit jeher mit Gräbern und Begräbnisplätzen. Inzwischen interessieren sich jedoch ganz unterschiedliche Disziplinen für den Wandel der Trauer- und Bestattungskultur, zum Beispiel die Soziologie, Psychologie, Geschichte, Medizin(-Ethik), Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Geschlechterforschung sowie Kunst- und Medienwissenschaften.
Der Workshop ist offen für junge Wissenschaftler*innen aus der Nachwuchsforschung, zum Beispiel Studierende in der Abschlussphase oder Doktorand*innen, aber auch für Postdocs und interessierte Forschende. Ziel des Workshops ist es, Wissenschaftler*innen die Möglichkeit zu bieten, neue Forschungsperspektiven in Kurzreferaten vorzustellen und diese in einer größeren Runde zu diskutieren. Auf diese Weise können aktuelle Fragen und Ergebnisse interdisziplinär beleuchtet und inhaltliche Gemeinsamkeiten transdisziplinär zusammengeführt werden. Die transmortale findet jährlich statt und bietet über den Workshop hinaus eine Plattform für das Forschungsfeld Sterben, Tod und Trauer. Tagungssprache ist Deutsch, es sind aber auch englischsprachige Beiträge möglich. Für Referierende werden die Kosten für maximal eine Übernachtung und die Verpflegung während der Tagung übernommen.
Wenn Sie Interesse haben, Ihr Forschungsprojekt in einem Vortrag/einer Präsentation vorzustellen (max. 20 Minuten), senden Sie Ihren Themenvorschlag bitte bis zum 3. November 2019 (mit Abstract von max. einer Seite nebst Curriculum Vitae) an die folgende Email-Anschrift: niedermeyer@sepulkralmuseum.de
Diesen Aufruf veröffentliche ich hier im Wortlaut der Veranstalter. BL
Donnerstag, 13. Juni 2019
Südfriedhof Kiel - Schwerpunkt der Ohlsdorf-Zeitschrift
(Selbstlob ist eigentlich nicht so gut, aber ich muss hier mal schreiben, dass ich das Heft richtig gut finde - nicht nur inhaltlich, auch optisch!)
Inzwischen habe ich auch den Flyer mit dem Jubiläumsprogramm des Südfriedhofs erhalten. Morgen findet übrigens ein Vortrag zur Geschichte dieser Anlage statt, wer also in Kiel ist und Zeit hat: Auf zum Südfriedhof!
Dienstag, 23. April 2019
150 Jahre Südfriedhof Kiel - Das Jubiläumsprogramm
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| Kapellenberg auf dem Kieler Südfriedhof (Quelle:Von Isderion - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14837025) |
Am 30. April wird die Kieler Pröpstin Almut Witt das Jubiläumsjahr mit einem Gottesdienst für Mitarbeiter und geladene Gäste in der Kapelle an der Saarbrückenstraße eröffnen.
Am 26. Mai gibt es dann einen "Mitmach-Tag für Kinder und Erwachsene", an dem zwischen 11 und 16 Uhr bienenfreundliche Beete angelegt werden können. Man kann sich auch über die neuesten Trends der Grabbepflanzung informieren und bei kurzen Führungen stellt Jörgen Schulz, der stellvertretende Leiter der Friedhöfe des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein, Besonderheiten der der Flora und Fauna des Friedhofs vor, wie zum Beispiel die denkmalgeschützten Trauerbuchen, die in mehr als 100 Jahren zu einem Baum zusammengewachsen sind.
Am 14. Juni, um 19 Uhr, wird Uwe Steinhoff, der in mühevoller Kleinarbeit Bilder, Pläne und Stiche zusammengetragen hat, die Geschichte des Südfriedhofs in Bildern erzählen.
Am 21. August, um 19 Uhr, führt ab der Friedhofskapelle Dr. Anja Kretschmer als Dienstmädchen zu den gruseligen Ecken des Friedhofs und erzählt auf verschlungenen Pfaden von mysteriösen Mordfällen und Geistermessen und anderen sagenhaften Geschichten aus Kiel.
Am 4. September, 18.15 Uhr, führt Dr. Bernd Schedlitz über den Friedhof unter dem Titel "Persönlichkeiten erzählen Stadtgeschichte". Denn wer es sich leisten konnte, setzte sich auf dem Südfriedhof ein Denkmal über seinen Tod hinaus. So prägten Kieler Unternehmer nicht nur die Wirtschaft an der Förde, sondern auch den Friedhof.
Am 27. September, 15 Uhr, zeigt der Steinmetzmeister Jörn Goos deutlich, dass selbst Grabsteine der Mode unterworfen sind und erklärt die Symbole, die auf ihnen abgebildet sind.
Am 23. Oktober, 19 Uhr, erinnert ein herbstlicher Abend in der Kapelle mit Lyrik und Musik an das Sterben. Die Schauspielerin Ritta Kristensen rezitiert Texte von Autoren verschiedener Jahrhunderte. Dazu singt der Bass-Solist Julian Redlin an der Orgel begleitet von Kreiskantor Reinfried Barnett stimmungsvolle Kompositionen.
Am 8. November, um 19.30 Uhr, gibt es einen Kinoabend in der Friedhofskapelle. In dem Spielfilm "Nokan - Die Kunst des Ausklangs", erfährt der Cellist Diaigo erfährt, dass er in seinem neuen Job bei einem Veranstalter für besondere Reisen Verstorbene nach einem traditionellen japanischen Ritual für die sogenannte letzte Reise vorbereiten soll. Aber das darf niemand aus seiner Umgebung mitbekommen. Der Kinoabend wird in Kooperation mit dem Kommunalen Kino in der Pumpe veranstaltet.
Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen kostet nichts.
Außerdem wird zum Jubiläum im Mai das neue Buch "Der Kieler Südfriedhof. Bestattungskultur und Gartenkunst seit 1869" von Walter Arnold und der Fotografin Bettina Fischer erscheinen (Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte herausgegeben von Jürgen Jensenm, Band 90 Husum Verlag 2019), das sich ausführlich der Geschichte des Friedhofs widmet. Eine Besprechung folgt demnächst in diesem Blog.















