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Donnerstag, 23. April 2026

Fotoausstellung "Hamburger Friedhofskapellen"

Im Rahmen des 11. Hamburger Architektur Sommers 2026 stellen der Fotograf Nic Fey und das Architekturbüro Acollage Bilder von Hamburger Friedhofskapellen aus. Hier die Einladung zur Vernissage und folgenden Veranstaltungen:



Freitag, 2. Mai 2025

Wiener Abschiedskultur - Tradition trifft Zukunft

Pressemitteilung:

Von 10. bis 17. Mai 2025 laden die Bestattung Wien und Friedhöfe Wien im Rahmen der Schwerpunktwoche „Wiener Abschiedskultur. Tradition trifft Zukunft.“ zu einem vielfältigen Programm ein. Mit dieser Schwerpunktwoche wollen sie Einblick in jene Bereiche ihrer
Arbeit geben, die über das Offensichtliche hinausgehen. 

Im Mittelpunkt einer Reihe von kostenlosen
Veranstaltungen stehen Themen wie Vorsorge, Nachhaltigkeit, Biodiversität, Trauerarbeit,
neue Bestattungsformen sowie der Einsatz digitaler Technologien im Umgang mit Tod und
Erinnerung. „Friedhöfe sind mehr als eine Begräbnisstätte. Sie sind Orte der Begegnung, der
Erinnerungskultur und der ökologischen Vielfalt. Mit der Schwerpunktwoche möchten wir
zeigen, welche zentrale Rolle Bestattungswesen und Friedhöfe heute in einer modernen
Stadtgesellschaft einnehmen – als kulturelle, soziale und ökologische Akteure, die weit über
ihre traditionellen Aufgaben hinauswirken“, so Renate Niklas, Geschäftsführerin der
Friedhöfe Wien GmbH.

Dienstag, 16. April 2024

Jubiläumsjahr: 160 Jahre Zwölf-Apostel-Kirchhof

Screenshot der Seite der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde zu den Jubiläumsveranstaltungen
Der Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin feiert in diesem Jahr sein 160jähriges und die zugehörige Kirche ihr 150jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsjahr, zu dem eine Reihe von Veranstaltungen gehören. So gibt es schon am Freitag 19.4. einen Vortrag: "Schöneberg auf dem Weg nach Berlin" und am 26.4. macht der Friedhof mit einer Lesung auf "Die Affäre Kießling" von 1984 aufmerksam. Bis zum Oktober folgen dann mindestens zwei bis drei interessante Veranstaltungen im Monat, darunter Konzerte, Führungen und eine große Jubiläumsnacht des Friedhofs. Man findet alle Veranstaltungen unter diesem Link. Darunter ganz am Ende im Dezember dann leider auch eine Abschiedveranstaltung für den langjährigen und sehr aktiven Öffentlichkeitsbeauftragten des Friedhofs "Au Revoir - Bertram von Boxberg sagt auf Wiedersehen!", bei der ein Rückblick auf die Vielzahl von Veranstaltungen und Ereignissen gewagt wird, mit denen die Kirchhöfe in den letzten elf Jahren der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Dabzu heißt es: "Es gibt unter anderem kleine Video Beispiele, die von Stephan von Bothmer begleitet werden. Hinter allem steht die Frage - wie funktioniert das eigentlich - Öffentlichkeitsarbeit für Friedhöfe?" - ein wichtiges und interessantes Thema!

Freitag, 29. September 2023

Tag des Friedhofs

Grabmale für Phillipine Stühler und ihren Mann, Berlin, Dorotheenstädtischer Friedhof

Eigentlich wollte ich hier im Blog ausführlich auf verschiedene besonders interessante Veranstaltungen zum Tag des Friedhofs in diesem Jahr hinweisen. Aber leider ist mir soviel dazwischen gekommen, dass dieser Post liegen geblieben ist und nun ist der Tag schon wieder vorbei!

Immerhin sollen hier doch noch ein paar Hinweise auf Gedanken und Veranstaltungen folgen, die ich interessant fand. Dazu gehört zum Beispiel der Text von Olaf Ihlefeld, dem langjährigen Verwalter des Stahnsdorfer Friedhofs in Berlin, der die Friedhöfe "gerade wegen der Änderungen, welche der Friedhof erfahren hat und noch erfahren wird," als "getreuen Spiegel unserer Zeit, unseres gesellschaftlichen Lebens" anspricht und dazu erklärt, dass die Gegenwart voller Chancen gerade für die Friedhöfe ist im Hinblick auf die gegenwärtigen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Menschen Neues zu erreichen (vollständiger Text siehe hier).  

Aus den Veranstaltungen in diesem Jahr ragt das umfangreiche Programm des Neuen Annenfriedhofs in Dresden heraus. Dorthin kamen die österreichische Bestatterin Verena Brunnbauer und die Kommunikationswissenschaftlerin Nicole Honeck mit ihrem Projekt "Death-positiv". Sie luden mit ihrer "Sargbar", sowie einer Plakatausstellung mit StreetArt-Motien dazu ein neue Sichtweisen auf Leben und Tod zu erkunden. Ein historisches Grab wurde in dem Impuls-Workshop „Nachhaltige Trauer“ mit einer Pflanzaktion gemeinsam neu gestaltet. Und mit der Aktion „Before I Die“ waren Besucher und Besucherinnen eingeladen sich kreativ mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen und die Wände des künftigen Friedhofscafés nach dem Konzept der Memento-Mori-Installation der Künstlerin Candy Chang zu beschreiben und zu bemalen. Bilder von der sehr gut besuchten Veranstaltung findet man übrigens auf der Facebookseite des Friedhofs

Ein paar Eindrücke vom Tag des Friedhofs in Berlin gibt es hier und natürlich kann man sich jederzeit über vergangene und kommende Ereignisse zum Tag des Friedhofs auf der Seite der Friedhofsgärtner informieren, die diesen Tag ins Leben gerufen haben.

Mittwoch, 3. Mai 2023

500 Jahre Taucherfriedhof Bauten

Buchcover
Der Taucherfriedhof in Bautzen feiert in diesem Jahr sein 500jähriges Bestehen. Schon durch dieses hohe Alter, das in Deutschland nicht allzu viele Friedhöfe erreichen, ist er ungewöhnlich. Dazu kommen aber noch weitere Faktoren, die ihn zu einem echten Kleinod der deutschen Friedhofslandschaft machen.

Zu dem Jubiläum ist ein handliches Buch erschienen, das neben einem Abriss zur Geschichte dieses Friedhofs und des daran angrenzenden Miachelisfriedhofs über 100 historische Grabanlagen und Grabmäler vorstellt. Dabei stehen die Lebensgeschichten der Bestatteten im Vordergrund und die Grabmale erscheinen - leider - in sehr kleinen Bildern. Durch Pläne auf den Innenseiten der beiden Umschläge, in die die Grablagen mit den Nummern der behandelten Orte eingezeichnet sind, eignet sich dieses Buch hervorragend vor Ort als Führer für Friedhofsspaziergänge. 

Aber auch sozusagen von weitem bietet das Jubiläumsbuch einen guten Einstieg in die Besonderheiten dieses Friedhofs, die ihn aus der Menge der historischen Friedhöfe hervorheben. Denn dieser Begräbnisplatz spiegelt die Stadtgeschichte auf ganz besondere Weise wider. Er wurde in reformatorischer Zeit außerhalb der Stadt angelegt; zu einem Zeitpunkt, als  die Anhänger der neuen Religion sich in Bautzen noch nicht vollständig durchgesetzt hatten. 

Dienstag, 14. September 2021

Tag des Friedhofs 2021

Veranstaltungen zum Tag des Friedhofs auf dem Alten-Zwölf-Apostelfriedhof in Berlin
Der Tag des Friedhofs wird in diesem Jahr wieder in vielen Städten unter dem Motto "Natürlich erinnern" am 19. November stattfinden.

Interessant finde ich die Aktion in Berlin, wo sich ein Arbeitskreis zusammengefunden hat, der mit seinen Ideen regelmäßig die Vorbereitung  begleitet. So wurde in diesem Jahr 2021 unter der Idee „Mein Kiez. Mein Friedhof.“ ein dezentrales Konzept entwickelt, an dem sich verschiedene Berliner Friedhöfe beteiligen. Alle Veranstaltungen finden sich auf der Webseite dieser Initiative: Es gibt Rundgänge, Installationen, eine Ausstellung von Friedhofsfotos und Informationen zur Stadtnatur. 

Im Rahmen dieses Tages findet auch die 140-Jahr-Feier des Zentralfriedhofes Friedrichsfelde stattt, die mit einem musikalischen Rahmenprogramm beginnt, gefolgt von Festreden u.a. von Herr Prof. Hofmann – Förderverein Gedenkstätte der deutschen Arbeiterbewegung Friedrichsfelde e.V. -, der Interessantes und Überraschendes zur Geschichte des Zentralfriedhofs vortragen wird. Es gibt Getränke und kleine Snacks und die Möglichkeit das Entwicklungskonzept für die Freiflächen Zentralfriedhof Friedrichsfelde 2030 kennenzulernen, welches erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Auf dem Friedhof St. Pius & St. Hedwig findet eine Spezialausgabe des wöchentlichen Cafés mit dem Namen „Friedhofsgeflüster“ statt, wo neben den üblichen Kaffee-Gesprächen die Theatergruppe „grenzenlos barrierefrei“ Szenen aus dem Märchen „das Kalte Herz“ spielen wird und und Akteure von SchreibART e.V. eigene, literarische Werke vorlesen.

Was mich darauf bringt nachzuschauen, was die Erfinderin des "Friedhofsgeflüsters" Dr. Anja Kretschmer zu diesem Tag anbietet. Tatsächlich ist sie wieder mit ihren besonderen Führungen auf historischen Friedhöfen unterwegs, aber nicht zum Tag des Friedhofs! 

Den Tag des Friedhofs nutzt auch die "Initiative Raum für Trauer" um mit einer Pressemitteilung auf die existentiellen Bedürfnisse von Trauernden hinzuweisen, die bei der Wahl des Beisetzungsortes stärker Beachtung finden sollten. Sie machen damit darauf aufmerksam, dass zur Trauerbewältigung hilfreiche Rituale oft mit Regelungen an anonymen oder halbanonymen Beisetzungsorten ohne Grabpflege kollidieren - zum Beispiel auch bei Urnenreihengräbern oder bei Baumbeisetzungen. Und schicken dieses schöne und aussagekräftige Foto dazu mit: 

Urnenreihengrab auf dem Neustädter Friedhof in Magdeburg. Foto: Raum für Trauer/Günter Czasny. Kassel / Süßen.

Dazu heißt es in der Pressemitteilung, dass der eigentlich wichtigste gesellschaftliche Nutzen des Friedhofes im Zusammenhang mit der Diskussion über Artenvielfalt und urbanes Mikroklima auch diskutiert und besonders hervorgehoben werden muss: nämlich die grundlegenden psychologischen und wirkungsspezifischen Aspekte und Funktionen von Beisetzungsorten, deren Wert in der Regel erst in der Trauerphase - und damit oft viel zu spät - erkannt werde.

„Für eine gelingende Bewältigung ist der aktive Umgang mit Trauer von zentraler Bedeutung. Die Möglichkeiten dazu am Beisetzungsort sind neu zu betrachten und zu bewerten: Trauerhandlungen müssen unseren Erkenntnissen zufolge auch direkt am Trauer- und Beisetzungsort möglich sein – und das ist nicht überall gegeben“, so Dr. Dirk Pörschmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. und ideeller Träger der Initiative „Raum für Trauer“.

"Friedhöfe bieten hierfür zweifellos die besten Voraussetzungen, auch wenn sie sich darin wieder stärker als Orte für die Hinterbliebenen verstehen sollten“ ergänzt Günter Czasny, Initiator dieser Initiative. „Der optimale Friedhof ist ein Raum für die Lebenden, der ihnen, ohne Verpflichtungen aufzuerlegen, die Möglichkeit gibt, ihrer Trauer so Ausdruck zu verleihen, wie es ihnen gut tut – ein achtsamer Raum, der auch in anderen Lebenskrisen heilsame Wirkung haben kann.“ Wer mehr dazu erfahren möchte, sei auf die Website der Initiative hingewiesen. 

Es gibt noch viel mehr Aktionen zum Tag des Friedhofs in diesem Jahr. Einige Beispiele finden sich auf der Website des Bundes der Friedhofsgärtner (es gibt auch eine Seite mit dem Namen "Tag des Friedhofs.de", doch sie wird  vom Browser als unsicher eingestuft undnicht geöffnet).

Samstag, 12. Juni 2021

Call for papers zum Thema "Friedhofstourismus"


Die diesjährige Konferenz der Association of Significant Cemeteries of Europe (ASCE) hat das
Thema Friedhofstourismus. 
 
Bild vom Wiener Zentralfriedhof auf der Seite der ASCE in Bezug auf den Call vor papers
 
Friedhöfe haben Geschichten zu erzählen! 
 
Dabei geht es den VeranstalterInnen um "Wie-Fragen": Wie können Friedhöfe ihre kulturelle Bedeutung der Öffentlichkeit vermitteln? Wie können Friedhöfe feststellen, warum sie wichtig sind und für wen? Wie können Friedhöfe mit Besuchern und potenziellen Besuchern interagieren? Wie können Friedhöfe ihr Verständnis ihres kulturellen Wertes am besten teilen? Wie können Friedhöfe das Besuchererlebnis bereichern? Wie können Friedhöfe all dies tun und gleichzeitig ihren Hauptzweck als Begräbnisstätten respektieren? 
 
Gesucht werden Referenten mit praktischen Kenntnissen oder Erfahrungen, die ihre Inhalte einem breiten internationalen Publikum vermitteln können.  
 
Konferenztermine und Veranstaltungsort: Donnerstag 11. und Freitag 12. November 2021, online, via Zoom (organisiert von den Friends of Highgate Cemetery Trust für die Association of Significant Cemeteries of Europe).

Konferenzthemen, Call for papers und die Maske um einen eigenen Vorschlag einzureichen finden sich auf der Website der ASCE.

 

Montag, 7. Juni 2021

"150 Jahre Friedhof Glauchau - Erinnerungen & Aktuelle Bezüge"


Glauchau ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Zwickau. Sie war zu ihrer Blütezeit im ausgehenden 19. Jahrhundert ein wichtiger Standort der Textilindustrie.

Cover der Broschüre über den Glauchauer Friedhof
Es jetzt habe ich erfahren, dass man dort 2019 das 150jährige Jubiläum des örtlichen Friedhofs mit zahlreichen Veranstaltungen während einer Gedenkwoche im November feierte. Doch auch im nachhinein ist dieses Ereignis durchaus wert hier im Blog erwähnt zu werden, finde ich. 

In dieser Gedenkwoche wurde in einem Eröffnungsvortrag der Geschichte des Friedhofes nachgegangen. Außerdem gab es durch Mitarbeitende des Friedhofs konzipierte Führungen und eine Lichtinstallation. In einem Familiengottesdienst und einem Gesprächsabend wurde der Blick auf die letzten Dinge des Lebens gerichtet. Es folgte ein weiterer Vortrag zu Formen der Trauer und des Abschiedes, sowie Gottesdienste, Andachten und ein Konzert, in dem die christliche Auferstehungshoffnung Thema war. Außerdem wurden in einer Abendveranstaltung geistliche und weltliche Texte zum Thema vorgelesen, verbunden durch Musik.

Zum Jubiläum erschien eine mehr als hundert Seiten umfassende Broschüre zur Geschichte des Friedhofs, verbunden mit dem Abdruck des Vortrags zur Trauerkultur im Wandel, Informationen zu aktuellen Bestattungsformen auf dem Friehof und zur o.g. Lichtinstallation. 

Der Abriss über die Friedhofsgeschichte des Ortes enthält die gesamte Entwicklungsgeschichte der Bestattung vor Ort mit vielen interessanten Details. Genannt sei hier nur die Zeichnung des Glauchauer Leichenwagens von 1846, für den ein Hofwagen aus Altenburg als Vorlage diente. Hinzugefügt hat der Autor aus aktuellem Anlass einen Abriss über die Geschichte der Seuchen vor Ort.

 

Samstag, 8. Mai 2021

Festival "Hallo Tod" in Zürich

Flyer zum Kulturfestival "Hallo Tod"
In Zürich lädt die "Kulturbande" mit dem Projekt "Hallo, Tod!" dazu ein, "dem Unausweichlichen zu begegnen, kreativ und im Austausch mit anderen". Der Höhepunkt dieses Projektes bildet ein Kulturfestival mit demselben Namen. Die "Kulturbande" ist eine interdisziplinäre Gruppe Kulturschaffender. Ihr Festival findet vom 25. bis zum 30. Mai 2021mit über 50 Angeboten und Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Zürich sowie digital, im weltweiten Netz statt. Das ganze Programm findet man hier.

Vertreten als Veranstaltungsort ist auch das Friedhof Forum der Stadt Zürich, in der noch die Ausstellung "ASCHE​ – und was vom Ende bleibt" , sowie die Installation "Travel wear you want" zu sehen ist. Außerdem finden dort unter dem Titel "Nor here nor there" Videoperformances mit dialogischer Führung statt und mit der Installation "endlich sein" ein "auditiver Spaziergang für mehr Life-Death-Balance im Alltag". 

Für alle, die nicht in Zürich zu Hause sind, gibt es die Möglichkeit an einer ganzen Reihe von Programmpunkten im Internet teilzunehmen. Tickets zu den einzelnen Veranstaltungen können online erworben werden. Zahlreiche Angebote sind gratis. Bei manchen davon braucht's eine Voranmeldung.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Corona-Update 4: Und gleich ein zweiter Live-Stream aus Berlin

Der erste Live-Stream aus der Kapelle des Zwölf-Apostel-Friedhofs in Berlin war ein voller Erfolg und deshalb wird auch die nächste Veranstaltung des Jahresprogramms wieder als Live-Stream veranstaltet. Es geht um:

Die Affäre Kießling
Der Historiker Dr. Heiner Möllers liest aus seinem 2019 erschienen Buch über die Affäre.

Buchcover "Affäre Kießling"
Der Skandal um den General der Bundeswehr Gühnter Kießling beherrschte 1983/84 über Wochen die Öffentlichkeit: Kießling wurde der Homosexualität bezichtigt und als Sicherheitsrisiko aus der Bundeswehr entlassen. Um seine Ehre wieder herzustellen ging er an die Öffentlichkeit. Er wurde schließlich rehabilitiert und konnte in seinen Dienst zurückkehren um wenig später mit militärischen Ehren entlassen zu werden. Kießling starb 2009 und sein Grab befindet sich auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof. Der Militärhistoriker Dr. Heiner Möllers hat die Affäre in einem Buch aufgearbeitet. Er wird aus seinem Werk lesen und mit Bertram von Boxberg über das Thema „Homosexualität in der Bundeswehr“ diskutieren.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 15. Mai um 18 Uhr unter diesem Link statt: https://youtu.be/rGPI8eyy2tE  (Youtube-Kanal von Bertram von Boxberg)

Die der erste Video-Livestream aus der Kapelle „Nachgerufen“ mit Silke Jensen und Graf Bothmer ist übrigens immer noch unter diesem Link zu sehen.

Freitag, 1. Mai 2020

Corona-Update Nr. 2: Keine Messe "Leben und Tod" - aber "Leben und Tod vernetzt"

Website von Leben und Tod vernetzt
Die Messe "Leben und Tod" in Bremen ist wie so viele andere Messen abgesagt.

Aber die Veranstalter haben sich etwas einfallen lassen und viele Helfer gefunden, die auf ihre Honorare verzichten um die Internetveranstaltung "Leben und Tod vernetzt. Gemeinsam von zu Hause" stattfinden zu lassen. Deshalb wird es zum Datum der Messe, am 8. und 9. Mai, einen Livestream mit Podcasts, Video- und Blogbeiträgen, Live-Gesprächen und vielem mehr zu dem Themenkomplex Sterben, Tod, Bestatten und Erinnern geben, der komplett kostenfrei ist. Die Veranstalter schreiben: "Themen sind zum Beispiel geführte Meditationen, Anleitungen zu Trauerritualen aus der Ferne, Expertengespräche und Musik."

Wer sich nicht nur für historische Friedhöfe sondern für mit dem Tod zusammenhängende Themen interessiert, sollte unbedingt am 8. und 9. Mai bei der Seite https://www.leben-und-tod-vernetzt.de/ hereinschauen.

Donnerstag, 30. April 2020

Corona-Update: Live-Stream für Friedhofsfreunde

Nicht nur ich habe jetzt versucht im Namen des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V. eine virtuelle Veranstaltungsform auszuprobieren, auch die Freunde des Zwölf-Apostel-Friedhofs in Berlin gehen neue Wege und schreiben, dass natürlich auch bei ihnen die Infektions-Vermeidung an erster Stelle stehe und sie deshalb alle ihre kulturellen Veranstaltungen abgesagt haben. "Aber so ganz klein beigeben wollen wir nicht, denn wir wissen, dass  sich viele auf unsere Veranstaltungen gefreut haben. Deswegen werden wir einzelne Veranstaltungen im Live-Stream präsentieren.Sie können dann per Mausklinkauf den unten aufgeführten Link dabei sein.

Die erste Veranstaltung, zu der wir Sie per Live Stream einladen, wird sein:

Nachgerufen

Die Nachrufe im Tagesspiegel

Eine Lesung mit Silke Jensen
Am Flügel: Stephan Graf von Bothmer

Mittwoch, 6. Mai 2020, 19 Uhr

Stream Link: https://www.youtube.com/watch?v=3t00t5lDsOo

Ankündigung des Live-Streams aus der Kapelle des Zwölf-Apostel-Friedhofs am 6. Mai 2020 auf Youtube
Die journalistisch großartig geschriebenen Nachrufe im Tagesspiegel sind allwöchentlich ein wichtiger Teil der Wochenendausgabe des Blattes. Die individuellen Biografien der Verstorbenen werden in einen Kontext zu historischen und gesellschaftspolitischen Ereignissen in deren Lebensspanne gesetzt. Ein Mikrokosmos unseres Stadtlebens wird hier – durchaus lebendig – beschrieben.

In einem Life-Stream präsentieren die Zwölf-Apostel-Kirchhöfe Beispiele dieser journalistischen Kabinettstücke. Die Schauspielerin Silke Jensen wird lesen. Musikalisch eingerahmt wird die Lesung von Stephan Graf von Bothmer, der am Flügel zu den einzelnen Texten und Biographien improvisieren wird.

Gestreamt wird live aus Kapelle des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhofs. Leider aber natürlich ohne Publikum."

Sonntag, 15. März 2020

Absagen wegen der Corona-Pandemie

Protestantischer Friedhof, Rom (Foto Leisner)
Überall werden jetzt Versammlungsorte geschlossen. Die Sorge wegen der hohen Ansteckungsgefahr mit dem neuen Virus macht natürlich auch vor Veranstaltungen für Friedhofsfreunde nicht halt, obwohl diese ja ganz bestimmt mehr über den Tod nachdenken als viele andere Zeitgenossen.

Deshalb hier die Mitteilung, dass der Workshop am 20.-21.03.2020 in der Universität Rostock nicht stattfinden wird und dass auch die transmortale 10 zum selben Datum in Kassel abgesagt werden soll.

Sehr wahrscheinlich werden auch geplante Friedhofsführungen, wie z.B. das Friedhofsgeflüster in der nächsten Zeit nicht stattfinden. Wer also daran teilnehmen wollte, sollte sich vorher bei dem/der Veranstalter/in erkundigen. 

Update: 16.03.2020 Jetzt ist auch das Kasseler Sepulkralmuseum und das Friedhofsmuseum in Ohlsdorf geschlossen so wie alle Museen.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Einladung zu einem Treffen der Friedhofsfreunde

Die Initiative einen gemeinsamen Verband der Friedhofs-Förderkreise zu gründen lädt jetzt zu einem
ersten
Grabmalmuseum 1930er/40er Jahre beim Friedhofsmuseum in Ohlsdorf

Treffen am 30.1.2020 in Hamburg 

ein. Hier der Einladungsbrief, den ich etwas gekürzt veröffentliche (ich bin im Programm auch vertreten): 

Sehr geehrter Vorstand des Friedhofsvereins, liebe Friedhofsfreunde,

Sie haben durch eine frühere Mail von uns oder auf anderem Weg, so Veröffentlichungen in der Friedhofskultur, von unserer Hamburger Initiative erfahren, einen Dachverband der Friedhofs/Fördervereine oder Freundeskreise zu gründen. ...

Sonntag, 1. Dezember 2019

Herbstmondnacht auf dem Wismarer Friedhof

Herbstmondnacht auf dem Wismarer Friedhof 
(Foto Nicole Hollatz. Ich danke Dr. Anja Kretschmer, dass sie mir alle Bilder dieses Posts zur Verfügung gestellt hat.)

Gerlind Grosig mit ihrer Geige (Foto Nicole Hollatz)
Die Herbstmondnacht ist eine ganz besondere Veranstaltung, bei der Kirchengrüfte und Mausoleen auf Friedhöfen für Besucher geöffnet werden. Dr. Anja Kretschmer hat sie 2013 ins Leben gerufen und an verschiedenen Orten realisiert. Im ersten Jahr waren so das Beinhaus und die Grüfte im Doberaner Münster zugänglich; im Jahr darauf die Grüfte auf dem Alten Friedhof sowie im Dom St. Nikolai in Greifswald; 2015 fand die Veranstaltung dann in der Stralsunder St. Marien Kirche und 2017 im Lübecker Dom statt. 2018 gab es erstmalig eine zweitägige Veranstaltung, einmal in der Rostocker Marienkirche und dann auf dem Wismarer Friedhof. 
Mondnacht im Raum (Foto Thomas Reimann)

In diesem Jahr nun war der Wismarer Friedhof am 23. November von 17.00 bis 21.00 Uhr geöffnet und dazu gab es ein Programm, das sowohl die Bestattungskultur und die Jenseitsvorstellungen der Vergangenheit thematisierte. So gehörte dazu eine Theateraufführung mit dem Titel „Geistertrommler, wilde Jagd und Moortrieden“ – Mythen und Legenden aus Wismar erwachen zum Leben, ein Vortrag "Sargenhaftes Wismar“ – Hanseatische Sargkultur mit der Forschungsstelle Gruft, und eine Lesung „Geschichten aus der Gruft“ – Amüsantes und Besinnliches vom Lebensende. In den Mausoleen erklangen Musik und Gesänge. Robert Meyer spielte das Theremin, das älteste Instrument, das ohne Berührung gespielt wird; Gerlind Brosig ließ Meisterwerke der Vergangenheit erklingen; außerdem gab es Gitarrenklänge mit Gesang von Scarrow und "Gänsehauttexte" erzählt bzw. vorgeführt von dem Schauspieler Roman Shamov. Ungefähr 100 Besucher kamen dazu auf den mit Kerzen und Fackeln beleuchteten Friedhof.

Sonntag, 29. September 2019

München - 200 Jahre kommunales Friedhofs- und Bestattungswesen

Schmiedeeiserne Grabmale
auf dem Waldfriedhof in München (Foto Hofmann)
Ich hab's verpasst :-(! Also nicht ganz, aber eigentlich hätte hier schon am Anfang des Jahres ein Hinweis auf das Jubiläum" 200 Jahre kommunales Friedhofs- und Bestattungswesen in München" in München stehen sollen. Es ist der Anlass für eine ganze Reihe interessanter Veranstaltungen, von denen ein Großteil natürlich schon vorüber gegangen ist.

Immerhin bieten der Oktober und der November in München noch einige Veranstaltungen, die man den Münchenern und ihren Nachbarn nur wärmstens empfehlen kann. Das Programm lässt sich hier herunterladen. So wird am 8.10. darüber diskutiert werden, wie man beerdigt werden möchte. Es referiert das Künstlerpaar Daniel und Karolin Bräg, die danach fragen, was man tun würde, wenn man einen geliebten Menschen beerdigen müsste, es aber keinen Bestatter, keinen Gärtner, keinen Steinmetz gäbe?

Natürlich gehören verschiedene Friedhofsführungen und eine Krematoriumsführung zum Programm, so über den Alten Nördlichen Friedhof, den Friedhof Bogenhausen, wo auch Liesl Karlstadt, Erich Kästner, Rainer Werner Fassbinder, Annette Kolb, Oskar Maria Graf und Helmut Fischer („Monaco-Franze“) ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Es gibt eine "Eucharistiefeier mit Bildbetrachtung“; die Filmvorführung "Trauer.Wege.Finden" mit anschließendem Filmgespräch. Über den Alten Südlichen Friedhof wird nicht nur geführt, sondern dort wird auch in der Langen Nacht der Münchner Museen (19.10.2019 // 19:00 – 24:00 Uhr) alle 30 Minuten ein 3D-animierter Film über die historische Entwicklung des unter Denkmal- und Naturschutz stehenden Friedhofs gezeigt. Am 1. November folgt dann eine GEDENKFEIER für die Bombenopfer Münchens auf dem Nordfriedhof und am 9.November wird auf dem Friedhof am Perlacher Forst der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Dort wurden nicht nur die jungen Mitglieder der "Weißen Rose" nach ihrer Hinrichtung bestattet.

Dienstag, 17. September 2019

transmortale X - call for papers

Detail eines Grabsteines in der Marienkapelle in Würzburg (Foto Leisner 2019)
Am Samstag, 21. März 2020, findet die transmortale X statt, gemeinsam veranstaltet von der Universität Hamburg (Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie) und dem Museum/Zentralinstitut für Sepulkralkultur. Veranstaltungsort ist das Museum für Sepulkralkultur in Kassel, Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel. Am Freitag, 20. März, wird die Gelegenheit geboten, die Dauerausstellung des Museums durch eine Führung kennen zu lernen und gemeinsam die anstehende Neukonzeption zu diskutieren. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der transmortale ist für den Freitagabend ein Festvortrag geplant.

Alle Epochen und Kulturen zeigen, dass der Tod nicht nur die Toten betrifft, sondern vor allem die Lebenden. Für die Wissenschaft bedeutet das, dass alle Fächer und Forschungsfelder, die sich mit den Menschen und dem Leben beschäftigen, auch Berührungspunkte mit dem Tod, dem Abschied oder der Endlichkeit haben. Die Themen Sterben, Tod und Trauer sind in den letzten Jahren in den Fokus der fächerübergreifenden Forschung gerückt. Disziplinen wie Archäologie, Ethnologie, Volkskunde/Kulturanthropologie oder Kunstgeschichte beschäftigten sich seit jeher mit Gräbern und Begräbnisplätzen. Inzwischen interessieren sich jedoch ganz unterschiedliche Disziplinen für den Wandel der Trauer- und Bestattungskultur, zum Beispiel die Soziologie, Psychologie, Geschichte, Medizin(-Ethik), Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Geschlechterforschung sowie Kunst- und Medienwissenschaften.

Der Workshop ist offen für junge Wissenschaftler*innen aus der Nachwuchsforschung, zum Beispiel Studierende in der Abschlussphase oder Doktorand*innen, aber auch für Postdocs und interessierte Forschende. Ziel des Workshops ist es, Wissenschaftler*innen die Möglichkeit zu bieten, neue Forschungsperspektiven in Kurzreferaten vorzustellen und diese in einer größeren Runde zu diskutieren. Auf diese Weise können aktuelle Fragen und Ergebnisse interdisziplinär beleuchtet und inhaltliche Gemeinsamkeiten transdisziplinär zusammengeführt werden. Die transmortale findet jährlich statt und bietet über den Workshop hinaus eine Plattform für das Forschungsfeld Sterben, Tod und Trauer. Tagungssprache ist Deutsch, es sind aber auch englischsprachige Beiträge möglich. Für Referierende werden die Kosten für maximal eine Übernachtung und die Verpflegung während der Tagung übernommen.

Wenn Sie Interesse haben, Ihr Forschungsprojekt in einem Vortrag/einer Präsentation vorzustellen (max. 20 Minuten), senden Sie Ihren Themenvorschlag bitte bis zum 3. November 2019 (mit Abstract von max. einer Seite nebst Curriculum Vitae) an die folgende Email-Anschrift: niedermeyer@sepulkralmuseum.de

Diesen Aufruf veröffentliche ich hier im Wortlaut der Veranstalter. BL

Donnerstag, 13. Juni 2019

Südfriedhof Kiel - Schwerpunkt der Ohlsdorf-Zeitschrift

Das Jubiläum des Südfriedhofs in diesem Jahr habe ich hier schon einmal erwähnt. Inzwischen ist auch unsere Ohlsdorf-Zeitschrift, in der dieser Friedhof besonders gewürdigt wird, herausgekommen. Sie ist wie immer sowohl als gedrucktes Heft (beim Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.) zu erhalten, als auch im Internet zu lesen.

(Selbstlob ist eigentlich nicht so gut, aber ich muss hier mal schreiben, dass ich das Heft richtig gut finde - nicht nur inhaltlich, auch optisch!)

Inzwischen habe ich auch den Flyer mit dem Jubiläumsprogramm des Südfriedhofs erhalten. Morgen findet übrigens ein Vortrag zur Geschichte dieser Anlage statt, wer also in Kiel ist und Zeit hat: Auf zum Südfriedhof!



Dienstag, 23. April 2019

150 Jahre Südfriedhof Kiel - Das Jubiläumsprogramm

Kapellenberg auf dem Kieler Südfriedhof
(Quelle:Von Isderion - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14837025) 
Am 30. April 1869 wurde der Südfriedhof in Kiel unter dem Namen Neuer Kirchhof eingeweiht. Er gilt als der erste echte Parkfriedhof in Deutschland, auch wenn es natürlich Vorläufer und mit dem Ohlsdorfer Friedhof einen sehr viel bekannteren Nachfahren gibt. Dieses Jahr feiert der Kirchenkreis Altholstein das Jubiläum mit einem mehrtägigen Programm:

Am 30. April wird die Kieler Pröpstin Almut Witt das Jubiläumsjahr mit einem Gottesdienst für Mitarbeiter und geladene Gäste in der Kapelle an der Saarbrückenstraße eröffnen.

Am 26. Mai gibt es dann einen "Mitmach-Tag für Kinder und Erwachsene", an dem zwischen 11 und 16 Uhr bienenfreundliche Beete angelegt werden können. Man kann sich auch über die neuesten Trends der Grabbepflanzung informieren und bei kurzen Führungen stellt Jörgen Schulz, der stellvertretende Leiter der Friedhöfe des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein, Besonderheiten der der Flora und Fauna des Friedhofs vor, wie zum Beispiel die denkmalgeschützten Trauerbuchen, die in mehr als 100 Jahren zu einem Baum zusammengewachsen sind.

Am 14. Juni, um 19 Uhr, wird Uwe Steinhoff, der in mühevoller Kleinarbeit Bilder, Pläne und Stiche zusammengetragen hat, die Geschichte des Südfriedhofs in Bildern erzählen.

Am 21. August, um 19 Uhr, führt ab der Friedhofskapelle Dr. Anja Kretschmer als Dienstmädchen zu den gruseligen Ecken des Friedhofs und erzählt auf verschlungenen Pfaden von mysteriösen Mordfällen und Geistermessen und anderen sagenhaften Geschichten aus Kiel.

Am 4. September, 18.15 Uhr, führt Dr. Bernd Schedlitz über den Friedhof unter dem Titel "Persönlichkeiten erzählen Stadtgeschichte". Denn wer es sich leisten konnte, setzte sich auf dem Südfriedhof ein Denkmal über seinen Tod hinaus. So prägten Kieler Unternehmer nicht nur die Wirtschaft an der Förde, sondern auch den Friedhof.

Am 27. September, 15 Uhr, zeigt der Steinmetzmeister Jörn Goos deutlich, dass selbst Grabsteine der Mode unterworfen sind und erklärt die Symbole, die auf ihnen abgebildet sind.

Am 23. Oktober, 19 Uhr, erinnert ein herbstlicher Abend in der Kapelle mit Lyrik und Musik an das Sterben. Die Schauspielerin Ritta Kristensen rezitiert Texte von Autoren verschiedener Jahrhunderte. Dazu singt der Bass-Solist Julian Redlin an der Orgel begleitet von Kreiskantor Reinfried Barnett stimmungsvolle Kompositionen.

Am 8. November, um 19.30 Uhr, gibt es einen Kinoabend in der Friedhofskapelle. In dem Spielfilm "Nokan - Die Kunst des Ausklangs", erfährt der Cellist Diaigo erfährt, dass er in seinem neuen Job bei einem Veranstalter für besondere Reisen Verstorbene nach einem traditionellen japanischen Ritual für die sogenannte letzte Reise vorbereiten soll. Aber das darf niemand aus seiner Umgebung mitbekommen. Der Kinoabend wird in Kooperation mit dem Kommunalen Kino in der Pumpe veranstaltet.

Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen kostet nichts.

Außerdem wird zum Jubiläum im Mai das neue Buch "Der Kieler Südfriedhof. Bestattungskultur und Gartenkunst seit 1869" von Walter Arnold und der Fotografin Bettina Fischer erscheinen (Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte herausgegeben von Jürgen Jensenm, Band 90 Husum Verlag 2019), das sich ausführlich der Geschichte des Friedhofs widmet. Eine Besprechung folgt demnächst in diesem Blog.



Dienstag, 8. Januar 2019

Transmortale IX

Das Programm für die Transmortale IX, 2019 ist gerade herausgekommen: