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Sonntag, 4. Oktober 2026

Call for Papers! - transmortale XVI März 2027

 Die transmortale XVI – Neue Forschungen zu Sterben, Tod und Trauer findet am 20. März 2027 im Museum für Sepulkralkultur (Kassel).

Wie verändern sich unsere Vorstellungen von Sterben, Tod, Trauer und Gedenken? Die transmortale XVI lädt Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen dazu ein, aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen, neue Perspektiven zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Beiträge als Vortrag oder Poster können bis zum 31. Oktober 2026 eingereicht werden.

Die Auseinandersetzung mit dem Tod begleitet die Menschheit seit Anbeginn ihrer Tage. Er ist ein Problem der Lebenden, weshalb alle wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit dem (Zusammen-)Leben der Menschen befassen, auch Berührungspunkte mit den Themen Sterben und Tod, Abschied und Gedenken, Endlichkeit sowie den Versuchen haben, das Unvermeidliche zu bewältigen.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Virtuelles Kolloquium über Friedhöfe 2026: Call for Papers

Die Cemetery Research Group lädt ein, am "Virtual Colloquium on Cemeteries" teilzunehmen. Dieses Colloquium wird am 20. November 2026 vollständig online (über Zoom) stattfinden. Es wird von der englischen Cemetery Research Group veranstaltet. Thematisch soll es um Orte und Praktiken im Zusammenhang mit der Entsorgung der Toten gehen, einschließlich Bestattung, Einäscherung und anderer Bestattungsmethoden.

Dazu hat die Forschungsgruppe eine Call for Papers herausgegeben, mit dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in den Sozial- und Geisteswissenschaften arbeiten, sowie Doktoranden und Postdoktoranden eingeladen sind Beiträge einzureichen. Diese sollen möglichst theoretische Erkenntnisse mit empirischer Forschung zu dem vorgeschlagenen Thema kombinieren.

Jeder Präsentation wird ein 30-minütiger Slot zugewiesen, der etwa 20 Minuten für die Präsentation umfasst, gefolgt von Zeit für Fragen und Diskussionen. Die Veranstaltung ist offen für Mitwirkende aus der ganzen Welt, und die Panels werden für verschiedene Zeitzonen geplant. Alle Vorträge müssen in englischer Sprache gehalten werden.

Abstracts können über dieses Google-Formular bis zum 2. Oktober 2026 eingereicht werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Julie Rugg unter julie.rugg@york.ac.uk.

Dienstag, 7. Februar 2023

transmortale XII in Kassel

Die transmortale ist in ihrer 12. Ausgabe zu einer umfangreichen Veranstaltung herangewachsen, die inzwischen von drei Partnerinstitutionen und weiteren Kooperationspartnern verantwortet wird. 

2023 findet sie am 24. und 25 März im Sepulkralmuseum in Kassel statt. Unter diesem Link findet sich der Flyer mit dem Programm. Man kann sich auch auf der Website des Museums für Sepulkralkultur informieren und gleich anmelden. Wie in jedem Jahr widmen sich die Vortragenden zu einem Teil aktuellen Themen, wie z.B. der Beitrag von Maximiliane Nietzschmann (Heidelberg) zu medialen Vermittlung des Umgangs mit Toten und Sterbenden in Zeiten von Corona (März – April 2020). Aber auch historische Bezüge werden aufgegriffen, wie z.B. in dem Beitrag von Alexander Querengässer (Halle/Saale) mit dem Titel "Vom Massengrab zum Nationaldenkmal. Militärische Begräbniskultur vom Mittelalter bis in die Moderne".

Die Anmeldung ist bis zum 20.3.2023 auch möglich über:  Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V., Telefon: 0 561 / 918 93 0; Fax: 0 561 / 918 93 10, Brief: Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel, Mail: info@sepulkralmuseum.de 

Kosten: Teilnahmebeitrag regulär 30,00 EUR; reduziert für Studierende (Nachweis bitte am Veranstaltungstag bereithalten)12,50 EUR; Verpflegung 27,00 EUR   

Donnerstag, 14. April 2022

Krieg im Paradies - Veranstaltung Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof Berlin

Ich erhielt diese Mail und finde es wichtig in dieser Zeit auf diese Veranstaltung aufmerksam zu machen:
 
 

Sehr geehrte Freundinnen und Freunde
der Zwölf Apostel-Kirchhöfe, 

wir möchten Sie herzlich einladen zu einer aus aktuellem Anlass in das Programm genommenen Veranstaltung:

Krieg im Paradies
Askania-Nova und die Südukraine
Vortrag - Lesung - Diskussion


Mittwoch, 27. April, 19 Uhr
Kapelle Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin
Einritt frei – 2 G RegelAnmeldung:
vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de

Im Mai 2018 bin ich im Auftrag der Kirchhöfe in die Südukraine gereist, eine Spurensuche nach Friedrich Falz-Fein (1863-1920), der auf unserem Alten Zwölf Apostel-Kirchhof seine letzte Ruhe gefunden hat.

Ziel der Reise, die ich gemeinsam mit der Ukrainerin Hanna Slobodyanyuk-Montavon unternahm, war der großartige Naturpark Askania Nova nördlich der Halbinsel Krim. Friedrich Falz-Fein hatte dieses einzigartige Natur-Reservat, für das er 35 Tausend Hektar Steppenland renaturierte, um 1900 geschaffen. Es hat die Wirren der Russischen Revolution überlebt, den Überfall durch Nazi-Deutschland, die Sowjet-Zeit und das Ende der UDSSR. Doch jetzt ist diese Region wieder einer der Hauptkriegsschauplätze eines verbrecherischen Angriffskrieges....

Auf unserer Reise haben wir auch die Städte Odessa und Mykolajev besucht und die Oblast Cherson, zu der Askania Nova gehört. Namen, die heute täglich im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg genannt werden. Schon 2018 war die Angst der Menschen in der Südukraine vor der aggressiven Expansionspolitik Putins überall spürbar.

Anhand der auf dieser Reise entstandener Bilder und Videos möchten wir einen Eindruck von der Schönheit der Natur in der Südukraine vermitteln. Dies natürlich vor Hintergrund der aktuellen Situation dort, über die wir vor allem informieren wollen. Hanna Slobodyanyuk-Montavon stammt aus Mykolajev, sie steht in ständigem Kontakt mit den Menschen dort.

2014 schrieb der Britische Autor Philip Kerr den Roman „Winterpferde“, der im Jahr 1941 in Askania Nova spielt. Damals waren es die Soldaten Nazi-Deutschlands, die dort ihre Kriegsverbrechen verübten. Hauptfigur ist das jüdische Mädchen Kalinka, das sich in Askania-Nova vor den Nazischergen versteckt. Sie versucht nicht nur sich selbst zu retten, sondern auch die seltenen Przewalski Pferde, die Friedrich Falz-Fein in seinem Naturparadies angesiedelt hat. Die Nazis wollen diese Pferde vernichten, denn es sind Wildpferde. Auch sie Opfer des Rassenwahns.
Aus diesem Buch, das leider sehr aktuell geworden ist, wird Bertram von Boxberg lesen.

Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und über die aktuelle Situation in der Südukraine zu sprechen.

Wir werden um eine Spende für den Verein „Med Help Ukraine“ bitten, in dem sich Hanna Slobodyanyuk-Montavon engagiert und der Transporte von Medikamenten in die Südukraine organisiert.

Wir würden uns freuen, Sie zu dieser ersten Veranstaltung seit der Pandemie in der Kirchhofs-Kapelle begrüßen zu dürfen. Wir bitte, die üblichen Hygiene- Regeln einzuhalten.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Ostertage.

Mit freundlichen Grüßen

Bertram von Boxberg

Sonntag, 29. August 2021

London month of the dead

Screenshot der Website "London Month of the Dead" 2021

In London findet von Ende September bis Ende Oktober wieder der "Monat der Toten" statt, eines der beliebtesten und am meisten erwarteten Festivals im Kalender der Stadt, wie es in der Selbstbeschreibung heißt. Man will zum Thema Tod und Stadt informieren, unterhalten und provozieren. Insgesamt gibt es 48 Veranstaltungen, die alle Aspekte der Sterblichkeit umfassen. Nachdem die Vorträge im letzten Jahr alle online gehalten wurden und nur ein kleines Programm von Friedhofskonzerten im Freien stattfand, finden dieses Jahr 2021 jeden Dienstag Online-Vorträgen statt und daneben gibt es zahlreiche Vorträge und Konzerte mit Publikum ("mit Fleisch und Knochen"), sowie Workshops und geführte Friedhofswanderungen. 

So wird z.B. bei einer Führung durch den Friedhof von Abney Park das Thema "Spiritualisten und Mystik" in den Mittelpunkt gestellt und dabei das Grab von Georgiana Eagle besucht, die sich mit Hilfe einiger Gedankenlesetricks schon als hellseherisches Medium auftrat, bevor die Spiritualismus-Bewegung begann. In der Dissenter's chapel auf dem Kensal Green Cemetery berichtet der Historiker Robert Stephenson (alias Dr. Death) über fünf grausige Londoner Verbrechen des 20. Jahrhunderts. Oder man kann sich durch einige der Mausoleen des Highgate Cemetery West führen lassen, die der Friends of Highgate Cemetery Trust restauriert hat. Hier reicht allerdings der Platz nicht aus um das ganze vielfältige Programm vorzustellen, das auch für ein deutsches Friedhofsfestival vorbildlich sein könnte...

Übrigens werden 20 % der Ticketeinnahmen den jeweiligen Veranstaltungsorten gespendet und es gibt geführte Touren auf den großen Londoner Friedhöfen Highgate, Kensal Green, Abney Park, Nunhead und West Norwood. Bei allen Führungen außerhalb der Friedhöfe sind außerdem Spenden an einen der Friedhöfe, die als die "glorreichen Sieben"gelten, möglich (neben den genannten sind das noch Brompton und Tower Hamlets). Die 20%-Spende für die Online-Gespräche und die meisten anderen Veranstaltungen in gehen an die Freunde des Kensal Green Cemetery und die wertvolle Arbeit, die sie beim Erhalt der historischen Denkmäler und Gebäude auf dem Friedhof leisten. 

Eine Liste aller Veranstaltungen und mehr Infos (auf Englisch) findet man hier.

Mittwoch, 16. Juni 2021

Online-Seminar: "Kirchlicher Friedhof"

 Die Abteilung Fortbildung der Katholischen Erwachsenenbildung des Bistums Augsburg lädt zu einem kostenfreien Online-Seminar ein, in dem es um den kirchlichen Friedhof als Ort der Trauer, Sozialraum und Kulturgut geht. Einladung und Programm siehe Flyer: