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Mittwoch, 14. September 2022

Spaziergänge zu Skulpturen auf Friedhöfen in Hamburg und Kiel

Titelseite siehe dazu auch: https://sh-kunst.de/buecher/

Der Kieler Fotograf, Redakteur und Webdesigner Jan Petersen unterhält mit Kunst@SH eine Website, auf der er Bilder von öffentlich zugänglichen Kunstwerken in Hamburg und Kiel, die er  persönlich besucht und fotografiert hat, postet und mit selbst recherchierten Informationen verbindet. Darunter sind auch viele Grabmale. Aus seinem Interesse an der Fotografie sind inzwischen einige Bücher hervorgegangen. Als Reihe konzipiert sind die  "Spaziergänge ... zu", in der nun ein Band über Skulpturen auf Friedhöfen in Hamburg und Kiel erschienen ist. 

In ihm präsentiert der Autor fotografische Eindrücke, die er auf verschiedenen, meist parkartig gestalteten Friedhöfen in Kiel und Hamburg gesammelt hat. Wie für viele Friedhofsliebhaber bilden besonders die Friedhöfe des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts mit ihrem Reichtum an plastischen Grabmalen auch für den Autor besondere Orte, in denen die Vergänglichkeit und der Verlust geliebter Menschen deutlich wird. Oder in seinen Worten: "Spaziergänge über die Parkfriedhöfe sind wie Reisen in die Vergangenheit. Nicht nur erinnern sie uns an die Personen, die dort seit Jahrzehnten ihre Ruhe gefunden haben. Ebenso lassen sie uns am künstlerischen Schaffen vergangener Tage teilhaben."

Die Fotos in dem Buch stammen zu einem großen Teil vom Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, daneben sind der Süd- und der Nordfriedhof in Kiel, sowie der Friedhof Eichhof ebendort jeweils mit mehreren Werken vertreten. Weitere Plastiken stammen von den Hamburger Stadtteilfriedhöfen in Harburg, Tonndorf, Rahlstedt und Blankenese. Auf dreiundneunzig Seiten zeigen die mindestens ganz- und oft doppelseitigen Farbfotos nicht nur die Grabmale - manchmal zusätzlich auch ein Detail -, sondern geben auch die besondere Stimmung wieder, die durch die oft sinnende oder abschiednehmende Haltung der Figuren aus Bronze und Marmor und durch ihre Einbettung in die umgebende Friedhofsnatur hervorgerufen wird.

Eingeleitet wird das Buch durch eine kurze Vorbemerkung des Autors. Ein Verzeichnis der Künstlerinnen und Künstler sowie der besuchten Friedhöfe schließt es ab. Friedhofsfreunde aus dem Norden können in diesem Bildband "alte Bekannte" wiederfinden, sie und alle anderen können in den schönen Bildern schwelgen, mit denen die Kunstwerke auf den Friedhöfen in ein neues Licht getaucht werden.

Jan Petersen, Spaziergänge ... zu Skulpturen auf Friedhöfen in Hamburg und Kiel, Spaziergänge zur Kunst – Band 1, Kiel 2022, 96 S., ISBN: 978-3-9820897-2-0 32,00 Euro

Montag, 20. September 2021

Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan

Grabskultur auf dem Friedhof Montparnasse, Paris - Foto von Semira Mis 
Das Buch von Isolde Ohlbaum "Denn alle Lust will Ewigkeit", das schon 1986 erschienen ist, gilt als Klassiker für Taphophile (Liebhaber und Liebhaberinnen von Friedhöfen). Aber das Thema Frau und Tod ist viel älter und wurde immer wieder in Literatur und Kunst bearbeitet, wie ja auch die Gedichte und Text, die Isolde Ohlbaum in ihrem Buch zitiert, zeigen (siehe dazu auch das Stichwort Frau und Tod im Lexikon der Bestattungskultur Bd. 4). 

Und das Thema regt immer wieder neue Werke an: So erreichte mich gerade die Information, dass die junge Fotografin Semira Mis ihre Debütausstellung unter dem Titel eröffnet "Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan - L’éternel féminin nous tire vers le haut. Erotische Skulpturen auf Pariser Friedhöfen". 

Die Fotografin dokumentiert seit mehreren Jahren erotisch-anmutende Frauenskulpturen auf europäischen Friedhöfen und präsentiert in Berlin eine Auswahl ihrer Paris-Sammlung (Fotografien von den Friedhöfen Montmartre, Père Lachaise, Montparnasse). 

Zur Vernissage am 1. Oktober wird die Sängerin Gerhild mit französischen Chansons für das passende, musikalische Flair sorgen. Begleitend zur Ausstellung wird es eine kleine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und einem Philosophischen Café geben.

Die Ausstellung ist vom 1. - 24. Oktober 2021 in der Berliner Novilla (Hasselwerderstraße 22, Berlin-Schöneweide) zu sehen. Die Vernissage findet am 1. Oktober um 19:00 statt.

Semira Mis PhotoArt Facebook / Novilla, Hasselwerderstraße 22, 12439 Berlin-Schöneweide, https://movingpoets.org/concrete5/index.php/novilla

Mittwoch, 28. September 2011

"Kein Grab ist stumm" - Infos und Bilder zum Alten Südfriedhof in München

Die Bildagentur Reiner Kaltenegger in München hat jetzt im Internet ein "Unvollständiges Lexikon über den Alten Südlichen Friedhof zu München" veröffentlicht.

Die neue  Website besteht zum einen aus den Friedhofsplänen des alten und des neuen Teils - allerdings sind diese relativ klein, so dass man sie ordentlich vergrößern muss, um die Grablagen zu erkennen.

Zum anderen sind in der Reihenfolge der Grablage Bilder der Grabmale und historische Informationen zu den Bestatteten veröffentlicht bzw. aus der Sekundärliteratur zusammengestellt worden, so dass man einen Überblick über diesen - historisch interessantesten - Friedhof der bayrischen Hauptstadt gewinnen kann.

 Noch ist dieses Weblexikon, wie der Titel schon sagt, nicht vollständig, so steht zu hoffen, dass der Autor und Betreiber es mit der Zeit weiter mit Fotos und Informationen bestücken wird.

Übrigens habe ich gerade gehört, dass in München die Gründung eines Fördervereins für die historischen Friedhöfe in Planung ist.

Samstag, 13. September 2008

Der Lindenbergfriedhof in Siegen


Grabmal vom Lindenbergfriedhof (Foto Antonie Dell)
Der Lindenbergfriedhof wurde 1857 gegründet und liegt am Hang des gleichnahmigen Berges. Als größter Siegener Friedhof enthält er viele historisch interessante Grabmale. Besonders sehenswert ist die Reihe der großen Wandgräber an der ehemaligen Friedhofsmauer, die Antonie Dell fotografiert hat. Mehr Grabmale sind zu sehen unter: http://picasaweb.google.de/dell.antonie/SiegenLindenbergfriedhof#

Bisher allerdings hat sich noch kein Freundeskreis zusammengefunden, der sich für die Erhaltung der Grabmale einsetzt.