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Abteilung A, Obelisk von Friedrich Press (ich danke Susan
Donath für die Fotos in diesem Post) |
In diesem Jahr hat sich in Dresden der Verein "Denk Mal Fort! e.V." gegründet. Er ist aus der 2011 gegründeten Bürgerinitiative „Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof Dresden“ hervorgegangen. Diese kleine Gruppe engagierte sich gegen die Umgestaltungspläne des Friedhofseigentümers (Freistaates Sachsen) für den Nordflügel dieser historischen Friedhofsanlage, mit der die Anlage auf Kosten der Kultur pflegeleichter gemacht werden sollte. Geplant ist die Friedhofsarchitektur einzuebnen und durch eine schlichte Grünfläche mit kleinem Gedenkbereich ersetzen.
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| Grabmalreihen Abteilung A |
Dagegen betrachtet der neue Verein den Sowjetischen Garnisonfriedhof in Dresden als ein einmaliges historisches Zeitzeugnis und damit Dokument für die 50 Jahre währende Epoche der Anwesenheit sowjetischer Truppen; und damit als eine Anlage, die ganz und gar als Denkmal in ihrem derzeitigen Erscheinungsbild dauerhaft erhalten bleiben sollte. Er schreibt in seiner Selbstdarstellung, dass die "Grabmal- und die Friedhofssubstanz, die nun durch die Pläne des Eigentümers zur Disposition steht, ... dem Besucher die Bedeutsamkeit dieses Ortes
, wie es keine neu geschaffene Gedenkstätte könnte. Erst beim Abschreiten der Grabreihen wird deutlich, wie viele junge Menschen hier in Dresden und ganz Sachsen Jahr um Jahr infolge teils unmenschlicher Bedingungen innerhalb des sowjetischen Militärs den Tod fanden." Der zur Disposition stehende Nordflügel bildet dabei die folgerichtige Fortsetzung der Hauptanlage. Nur dadurch wird ein halbes Jahrhundert sowjetischer Präsend lückenlos dokumentiert. Dabei zeugen die Inschriften auf den Grabmalen von "sowjetischer Beerdigungs- und Trauerkultur, unterscheiden zwischen Frauen und Kindern, zwischen Soldaten, Sergeanten und Armeeangestellten". Ihre Entfernung würde zur Anonymisierung der Gräber.
Zugleich sieht der Verein in dem Friedhof die Chance, Stadtgeschichte auch für junge Leute nacherlebbar zu machen und weist auf "ein enormes noch zu erschließendes Potenzial für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit" hin und ihn in ein "diskurs- und demokratieorientiertes Gedenkkonzept" der Stadt zu integrieren.
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| Facebookseite von "Denk Mal Fort" |
Mit der Vereinsgründung will man nun das historischen Erbes der Stadt Dresden bewahren und in der lokalen Gedenk- und Erinnerungskultur verankern. Zweck des gemeinnützigenVereins ist laut Satzung "die dauerhafte Erhaltung und Pflege von Denkmälern und Gräbern der Toten der Reichseinigungskriege, des Ersten Weltkrieges, des Zweiten Weltkrieges, der NS-Diktatur, des Kalten Krieges und des Stalinismus auf dem Territorium der Landeshauptstadt Dresden. Weiterhin zielt er darauf ab, einen Beitrag zur Ausgestaltung der lokalen und regionalen Erinnerungskultur zu leisten, Bildungs- und Jugendarbeit durchzuführen, völkerverbindenden, generationsübergreifenden Dialog zu fördern und die wissenschaftliche Erforschung der Entstehungsgeschichte der vorstehend genannten historischen Stätten sowie der Schicksale der durch diese gewürdigten Menschen zu unterstützen." Der Verein besitzt auch schon seine eigene Facebookseite unter dem Namen: Denk-Mal-Fort-eV-Die-Erinnerungswerkstatt-Dresden. (Die können aber natürlich nur alle jene sehen, die sich auf Facebook registrieren. Deshalb kann ich hier auch nicht darauf verlinken. Aber vielleicht entchließt sich der Verein ja noch dazu, auch ein Weblog oder eine eigene Website einzurichten.)