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Dienstag, 23. April 2019

150 Jahre Südfriedhof Kiel - Das Jubiläumsprogramm

Kapellenberg auf dem Kieler Südfriedhof
(Quelle:Von Isderion - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14837025) 
Am 30. April 1869 wurde der Südfriedhof in Kiel unter dem Namen Neuer Kirchhof eingeweiht. Er gilt als der erste echte Parkfriedhof in Deutschland, auch wenn es natürlich Vorläufer und mit dem Ohlsdorfer Friedhof einen sehr viel bekannteren Nachfahren gibt. Dieses Jahr feiert der Kirchenkreis Altholstein das Jubiläum mit einem mehrtägigen Programm:

Am 30. April wird die Kieler Pröpstin Almut Witt das Jubiläumsjahr mit einem Gottesdienst für Mitarbeiter und geladene Gäste in der Kapelle an der Saarbrückenstraße eröffnen.

Am 26. Mai gibt es dann einen "Mitmach-Tag für Kinder und Erwachsene", an dem zwischen 11 und 16 Uhr bienenfreundliche Beete angelegt werden können. Man kann sich auch über die neuesten Trends der Grabbepflanzung informieren und bei kurzen Führungen stellt Jörgen Schulz, der stellvertretende Leiter der Friedhöfe des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein, Besonderheiten der der Flora und Fauna des Friedhofs vor, wie zum Beispiel die denkmalgeschützten Trauerbuchen, die in mehr als 100 Jahren zu einem Baum zusammengewachsen sind.

Am 14. Juni, um 19 Uhr, wird Uwe Steinhoff, der in mühevoller Kleinarbeit Bilder, Pläne und Stiche zusammengetragen hat, die Geschichte des Südfriedhofs in Bildern erzählen.

Am 21. August, um 19 Uhr, führt ab der Friedhofskapelle Dr. Anja Kretschmer als Dienstmädchen zu den gruseligen Ecken des Friedhofs und erzählt auf verschlungenen Pfaden von mysteriösen Mordfällen und Geistermessen und anderen sagenhaften Geschichten aus Kiel.

Am 4. September, 18.15 Uhr, führt Dr. Bernd Schedlitz über den Friedhof unter dem Titel "Persönlichkeiten erzählen Stadtgeschichte". Denn wer es sich leisten konnte, setzte sich auf dem Südfriedhof ein Denkmal über seinen Tod hinaus. So prägten Kieler Unternehmer nicht nur die Wirtschaft an der Förde, sondern auch den Friedhof.

Am 27. September, 15 Uhr, zeigt der Steinmetzmeister Jörn Goos deutlich, dass selbst Grabsteine der Mode unterworfen sind und erklärt die Symbole, die auf ihnen abgebildet sind.

Am 23. Oktober, 19 Uhr, erinnert ein herbstlicher Abend in der Kapelle mit Lyrik und Musik an das Sterben. Die Schauspielerin Ritta Kristensen rezitiert Texte von Autoren verschiedener Jahrhunderte. Dazu singt der Bass-Solist Julian Redlin an der Orgel begleitet von Kreiskantor Reinfried Barnett stimmungsvolle Kompositionen.

Am 8. November, um 19.30 Uhr, gibt es einen Kinoabend in der Friedhofskapelle. In dem Spielfilm "Nokan - Die Kunst des Ausklangs", erfährt der Cellist Diaigo erfährt, dass er in seinem neuen Job bei einem Veranstalter für besondere Reisen Verstorbene nach einem traditionellen japanischen Ritual für die sogenannte letzte Reise vorbereiten soll. Aber das darf niemand aus seiner Umgebung mitbekommen. Der Kinoabend wird in Kooperation mit dem Kommunalen Kino in der Pumpe veranstaltet.

Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen kostet nichts.

Außerdem wird zum Jubiläum im Mai das neue Buch "Der Kieler Südfriedhof. Bestattungskultur und Gartenkunst seit 1869" von Walter Arnold und der Fotografin Bettina Fischer erscheinen (Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte herausgegeben von Jürgen Jensenm, Band 90 Husum Verlag 2019), das sich ausführlich der Geschichte des Friedhofs widmet. Eine Besprechung folgt demnächst in diesem Blog.



Samstag, 31. Oktober 2015

"Friedhöfe im Südwesten" – ein Film im SWR Fernsehen

Eingangstor zum Hauptfriedhof Karlsruhe (Foto Leisner)
Mit dem November kommen die Tage, in denen der Tod in den Medien eine größere Rolle spielt als sonst im Jahreslauf. Mich erreichte eine Mail des Autors und Redakteurs Peter Bergmann, der zusammen mit Rolf Stepahn für den Film "Friedhöfe im Südwesten" verwantwortlich ist. Der Film läfut am 1. November 2015,  um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen und porträtiert Menschen und ihre Friedhöfe im Südwesten Deutschlands.

Hier die Pressemeldung: "Auf dem Tübinger Friedhof wohnt und arbeitet ein Poet als Stadtschreiber. Ein Physiker wird zum Gärtnermeister auf dem Waldfriedhof in Stuttgart. Eine Bauzeichnerin entscheidet sich für den Beruf der Bestatterin in Trier. Dies sind nur einige Beispiele von Menschen, die rund um Friedhöfe leben und arbeiten. Im Film `Friedhöfe im Südwesten – Voller Leben` am 1. November 2015, ab 20.15 Uhr im SWR Fernsehen berichten sie von ihrem Tun, ihren Gedanken, ihren Gefühlen und Erinnerungen. Sechs Friedhöfe im Südwesten und sechs Geschichten von der Beschäftigung auf, mit und für diese letzten Ruhestätten erzählen die Autoren Peter Bergmann und Rolf Stephan.

Was fasziniert diese Menschen an 'ihrem' Friedhof? Was tun sie dort? Prägt sie die Präsenz der Gräber und der Toten? Was bewegt zum Beispiel der 75-jährige Judaistik-Professor, mit Hilfe neuester und ältester Technik die letzten Rätsel von Grabinschriften auf dem jüdischen Friedhof in Worms zu lösen? Oder die honorige Gemeinschaft, die sich auf dem Alten Friedhof in Freiburg unermüdlich gegen Verfall und Vergessen einsetzt? Und dann ist da noch einer der ersten türkischen Gastarbeiter, dessen freundliche Beharrlichkeit Mainzern muslimischen Glaubens eine würdige Bestattungskultur ermöglicht hat.

`Friedhöfe im Südwesten – Voller Leben` gewährt einen leisen, aber nicht dunklen Einblick in die Welt von Menschen auf Friedhöfen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen überdies die Geschichte der Friedhöfe kennen und erfahren etwas über ihre Legenden, ihre Schönheit und ihre Wirkung."




Dienstag, 18. November 2014

Der Ohlsdorfer Friedhof im Fernsehen

Ankündigung im NDR
Unter dem Titel "die nordstory - Im Wald der Engel" sendet der NDR am

Freitag, 21. November 2014, 20:15 Uhr

einen einstündigen Beitrag über den Ohlsdorfer Friedhof.

Unter dieser Webadresse findet sich zur Zeit im Netz eine Vorschau, in der der Friedhof als Oase mitten in der Großstadt Hamburg vorgestellt wird. Der Film will Ohlsdorf als "Lebensraum" zeigen, wo gearbeitet, erlebt, erzählt, musiziert, gelacht und natürlich auch geweint wird, den auf den Wegen und zwischen den Gräbern sind täglich Menschen unterwegs. Von ihnen, den Gärtnern, Bestattern, Vogelfreunden, Schulkindern, einem Märchenerzähler, berittenen Polizisten, einem Busfahrer, Freunden der Rosen und der bildhauerischen Erotik wird berichtet.

Inzwischen findet man den Beitrag unter http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/die-nordstory-Der-Ohlsdorfer-Friedhof,sendung305648.html. Wie lange, weiß ich nicht (23.11.2014)