Samstag, 5. Februar 2022
Charta der Friedhofskultur
Donnerstag, 5. August 2021
Digitale Salongespräche zur Friedhofskultur
Zu letzteren gehört die Einladung zu sogenannten digitalen Salongesprächen. Dazu werden zur Feierabendzeit auf Zoom Menschen eingeladen, die aus eigener Erfahrung zu den neuen Entwicklungen der Friedhofskultur Stellung nehmen können.
Jeder Salon steht unter einem bestimmten Thema, zu dem zunächst ein Experte (w/m/d) interviewt wird. Eingeladen werden - wie es in der Ankündigung heißt - Persönlichkeiten, "die nicht direkt aus der Friedhofsszene kommen und die mit einem Blick von außen auf die Friedhofskultur in Deutschland schauen."
Danach gibt es Raum für Diskussionen, sowie anschließend die Möglichkeit zu informellen Zusammentreffen auf dem Salongelände: "Ob am digitalen ‚Gruft-Grill‘, in der ‘Kultur-Kantine‘ oder am ‚Trauer-Thresen‘ – jeder kann sich in unserem digitalen Raum frei bewegen und in Kleingruppen das persönliche Gespräch suchen."
Die Teilnahme ist kostenfrei. Detaillierte Informationen findet man hier.
Die Termine für 2021 sind:
Mittwoch, 29.9.2021,18.00 Uhr, Prof. Dr. Christoph Wulf, Vorsitzender der UNESCO-Expertenkommission zum Immateriellen Kulturerbe und stellv. Vorsitzender der Deutschen UNESCO-Kommission: "Das Immaterielle Kulturerbe und die Friedhofskultur in Deutschland"Donnerstag, 28.10.2021, 18.00 Uhr, Dr. Johann Hinrich Claussen und Dr. Jakob Johannes Koch, Kulturbeauftragte der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz: "Christliche Friedhofskultur"
Donnerstag, 25.11.2021, 18.00 Uhr, Corinne Buch, Dipl. Biologin und Forscherin: "Artenvielfalt und Naturschutz auf urbanen Friedhöfen"
Samstag, 12. Juni 2021
Der Riensberger Friedhof in Bremen 1811-1921
Cover von Weisser, Riensberger Friedhof |
Damit probiert er zugleich die Verbindung von Buch und Internet aus: Neben seiner eigenen Einleitung und die in das Gesamtthema Friedhof und Tod einführenden Texte von Seiten der Institutionen, die seine Arbeit unterstützen und würdigen, steht jeweils ein QR-Code. Wenn man diesen ausliest, gelangt man im Internet z.B. auf das Gesamtinventar des Friedhofs, sowie eine Reihe weiterer Seiten der Autors, die man natürlich auch über seine Homepage aufsuchen kann. Dementsprechend lautet der Untertitel des Buches: "Intermediale Heimatforschung und Quellensammlung als zeitgemäßer Beitrag zur Sepulkralkultur".
Auf die erwähnten einführenden Texte folgt ein umfangreicher Abbildungsteil, in dem in großformatigen Farbbildern, verbunden mit kleineren Detailaufnahmen, die Grabmale des Friedhofs vorgestellt werden. Die Auswahl des Autors bezieht sowohl die künstlerisch gestalteten Erinnerungsmale, als auch die Grabanlagen bedeutender Persönlichkeiten der Hansestadt ein und vernachlässigt auch nicht die kleineren Grabmale wie Kreuze, Stelen und liegende Steine. Ausführliche Bildunterschriften geben Auskunft über die Bestatteten und den Denkmalwert des jeweiligen Grabmals. Weitere Details zu den Familien, Einzelpersonen und Besonderheiten der Gestaltung werden ebenfalls erwähnt. Nicht ganz klar sind die Auswahlkriterien, doch kann man davon ausgehen, dass die Vorarbeiten der Bremer Denkmalpflege die Grundlage gebildet haben.
Montag, 5. Oktober 2020
Friedhofskultur in Sachsen
Dieses Video auf und über drei Friedhöfe in Sachsen (Parkfriedhof Plagwitz in Leipzig, Annenfriedhof in Dresden, Friedhof in Zwickau) zeigt unter anderem, wie Kunstwerke an der Friedhofsmauer interessierte Besucher anziehen können. Zugleich wird die Friedhofskultur und die Gestaltung von Friedhöfen im Gespräch weiter thematisiert:
Mittwoch, 9. September 2020
Friedhöfe als immaterielles Kulturerbe auszeichnen!
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Informationstafel des Kuratoriums für die Friedhöfe |
Zum Tag des Friedhofs am 20.9. ruft das Kuratorium immaterielles Kulturerbe Friedhofskultur zur bundesweiten Aktion auf!
Nachdem die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes im März dieses Jahres in der Corona-Krise medial unterging (ich habe merfach dazu im Blog berichtet, Label Kulturerbe), soll es einen Neustart am Tag des Friedhofs geben, um auf den neuen Titel der Friedhofskultur aufmerksam zu machen. In Abstimmung mit der Deutschen UNESCO-Kommission bzw. in Zusammenarbeit mit dem Friedhofswesen sowie in enger Verzahnung mit der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und dem Museum für Sepulkralkultur wird dafür die Aktion "Friedhöfe auszeichnen" gestartet. Indem Friedhöfe durch hochwertige Informationstafeln als Kulturraum dieses immateriellen Kulturerbes ausgewiesen werden, sollen sie eindeutig mit dem immateriellen Kulturerbe verbunden werden. Im Rahmen dieser Aktion sollen zum Tag des Friedhofs an den wichtigsten Friedhöfen die ersten Informationstafeln „Immaterielles Erbe Friedhofskultur“ angebracht werden.
Konkret sollen am Freitag, dem 18.9.2020, die teilnehmenden Friedhofsverwaltungen zeitgleich um 11 Uhr zu einem Pressetermin einladen, um dann medienwirksam eine Informationstafel am Friedhofseingang anzubringen. Damit soll der Wert der Friedhofskultur für die Gesellschaft deutlich sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig soll aber auch die Gemeinsamkeit im deutschen Friedhofswesen demonstriert und ein öffentliches Bild vom Friedhof von der kulturellen Warte aus präsentiert werden.
Friedhöfe/-verwaltungen können sich hier noch online anmelden.
Donnerstag, 27. August 2020
Friedhofsmuseen
Sarg in Form eines Hahns, Kassel Sepulkralmuseum, 2015 (Foto Leisner) |
Museen sind die Orte, an denen Vergangenheit und Gegenwart sich treffen. Das gilt auch für Friedhofsmuseen. Wobei hier angemerkt sei: Mit diesem Begriff sind nicht die zahlreichen Grabmalfreilichtmuseen gemeint, also jene Bereiche auf Friedhöfen, in denen historische Grabmale neu aufgestellt worden sind. Solche Grabmalmuseen finden sich auf vielen historischen Friedhöfen. Echte Friedhofsmuseen, in denen es um die Geschichte und Gegenwart der Bestattungskultur und damit auch um unseren Umgang mit Sterben und Tod geht, sind dagegen seltener. In diesem Post sollen die mir bekannten Museen im deutschsprachigen und angrenzendem Raum vorgestellt werden. Eine ausführliche und weltweite Liste solcher Museen findet man auf Wikipedia. (Zur Zeit ist es ja wegen Corona geboten keine unnötigen Reisen zu
unternehmen. Zudem sind einige der kleineren Museen sowieso
noch geschlossen. Aber immerhin kann man sich im Internet schon einmal ansehen, was diese besonderen Museen ausmacht.)
An erster Stelle sind natürlich das Museum für Sepulkralkultur in Kassel und das Bestattungsmuseum in Wien zu nennen. Über das Erstere habe ich hier vor drei Jahren kurz berichtet. Seitdem hat es unter neuer Leitung schon sehr interessante Ausstellungen gegeben und man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Einige Objekte aus der großen Sammlung, die das gesamte Themenspektrum um den Tod umfasst, kann man vor einem Besuch schon mal online anschauen und zum Beispiel über eine Tabakpfeife staunen, die als "memento mori" gestaltet ist. Dazu geht von dem Museum bzw. dem zugehörigen Zentralinstitut eine lebhafte Publikationstätigkeit und Grundlagenforschung aus.
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Särge im Wiener Bestattungsmuseum (Foto Leisner 1996) |
Das Wiener Bestattungsmuseum zeigt leider online nicht viel von seinen reichen Beständen, die aus der Geschichte des Wiener Zentralfriedhofs und der Bestattung Wien stammen, die 1907 als Kommunalbetrieb der Stadt Wien gegründet und seit den 1950er Jahren das einzige Bestattungsinstitut der Stadt ist. Unter anderem kann man dort z.B. auch einen josephinischen Klappsarg und ein Herzstichmesser besichtigen.
Daneben gibt es einige wenige kleinere Friedhofsmuseen in Deutschland: Der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. verwaltet das Museum des gleichnamigen Friedhofs, in dem die Besucher über die Geschichte und die Grabmalkultur des Ortes informiert werden. Zu ihm gehört ein Außenbereich, in dem ausgewählte Grabmale sowohl chronologisch aufgereiht, als auch in einem - dem Reformstil des zweiten Friedhofsdirektors Linne angepassten - Grabfeld aufgestellt worden sind.
Freitag, 13. März 2020
Friedhofskultur in Deutschland ist zum immateriellen Kulturerbe ernannt!
Historisches Grabmal auf dem Leipziger Südfriedhof (Foto Leisner) |
Friedhofskultur in Deutschland auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission von der Kultusministerkonferenz als immaterielles Kulturerbe in das bundesweite Kulturerbe-Verzeichnis aufgenommen worden.
Damit würdigt die Bundesrepublik "den identitätsstiftenden, lebendigen und vielschichtigen Wert der Friedhofskultur für unsere Gesellschaft", wie es in der Mitteilung heißt, "und das nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern beispielsweise auch unter sozialen und historischen Aspekten oder in Bezug auf Klimaschutz, Integration und Völkerverständigung."
Den Antrag hatte die "Initiative Kulturerbe Friedhof" gestellt, zu der sich viele Kräfte im Friedhofswesen zusammengeschlossen haben. Ausgezeichnet werden damit nicht "die Friedhöfe an sich, sondern vor allem das, was Menschen auf dem Friedhof tun: das Trauern, Erinnern und Gedenken einerseits, das Gestalten, Pflegen und Bewahren andererseits. Den Rahmen dafür schaffen Friedhofsverwalter*innen, Bestatter*innen, Gärt-ner*innen und Steinmetz*innen, aber auch viele ehrenamtlich Tätige in christlichen, jüdischen und muslimischen Gemeinden. Hinzu kommen viele Menschen, die sich in Vereinen z.B. um den Denkmalschutz verdient machen."
Sonntag, 2. Februar 2020
Dachverband der Friedhofsvereine in Deutschland
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Der Vorstand des neuen Verbandes, v.l.n.r: Roland Blumenthaler, Reinhard Glaffig, Andreas Morgenroth, Foko Röhling, Eva Hüttenhain, Dr. Reinhard Behrens (Foto Leisner) |
Samstag, 27. April 2019
Friedhofsgeflüster
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Buchcover Garamond Verlag |
Und sie hat eine Menge zu erzählen: Da geht es um Todesvorzeichen, ebenso wie um das schwere Sterben; um die Totenfrauen und Leichenbitter und das Herrichten der Verstorbenen; die Totenwache, bei dem Nachbarn und Angehörige sich nicht immer nur pietätvoll verhalten haben; die Beisetzung und den anschließenden Leichenschmaus; die unruhigen Toten in ihren unterschiedlichen Erscheinungen; das Trauerkleid, das besonders für die Witwen ein Muss war; den Kindertod; die Angst lebendig begraben zu werden und zum Schluss einen Ausblick auf die "Aufhocker", Geister, die sich unbemerkt an Grenzen auf die Schulter setzen können. Abgerundet wird das Thema durch den Abdruck jeweils passender Sagen und Märchen.
Durchmischt sind die Geschichten mit eigenen Erfahrungen der Autorin, die sich - auf den ersten Blick etwas irritierend, dann aber durchaus logisch - in blauer Farbe von den in schwarz gedruckten historischen Texten unterscheiden. Erfrischend und persönlich berichtet Anja Kretschmer darin davon, wie sie selbst ein Relikt der Glaubensvorstellungen, nämlich einen Schwamm, mit dem einstmals ein Toter gewaschen wurde, in einer Gruft entdeckt hat; wie wichtig es für sie war trotz ihrer Angst persönlich von einer verstorbenen Verwandten Abschied zu nehmen; von ihren Erfahrungen als Trauer-Rednerin und ihrer Arbeit in einem Bestattungsinstitut. Besonders berührend ist zu lesen, was die Autorin in diesem Zusammenhang über den Abschied von einem toten Kind schreibt. Offenbar liegen ihr auch die Totenkronen, die man verstorbenen Kindern aufgesetzt oder auf den Sarg gestellt hat, besonders am Herzen, denn es gibt am Ende des Buches eine Lister jener Orte, an denen diese Relikte einer vergangenen Kultur noch aufbewahrt werden.
Wissenschaftlich korrekt gibt die Autorin jeweils genau die Quellen an, aus denen sie die unterschiedlichen Formen des sepulkralen Brauchtum zusammengetragen hat. Natürlich stammen viele Angaben aus dem berühmten Handbuch des Aberglaubens, aber Anja Kretschmer hat auch regionale volkskundliche Untersuchungen und andere Quellen herangezogen. Neben dem Anmerkungsverzeichnis rundet ein Literaturnachweis die Arbeit ab. Mit diesem Buch gibt die Autorin - erstmals - einen gut lesbaren und reichhaltigen Überblick über die volkstümlichen Vorstellungen zu Sterben, Tod, Bestattung und Trauer.
Dankenswerter Weise bezieht dabei ein, dass Leser und Leserinnen eines solchen Buches zugleich auch mit ihren eigenen Erfahrungen zu diesem Thema konfrontiert werden und gibt immer wieder einmal Hinweise zu einem hilfreichen Umgang mit dem Abschiednehmen. Deshalb scheint mir dieses Buch - ebenso wie die Führungen der "Schwarzen Witwe" - als ein Einstieg in das schwierige und im persönlichen Bereich immer noch weitgehend tabuisierte Thema, das um das eigene Sterben und den Tod naher Angehöriger kreist, besonders geeignet.
Anja Kretschmer, Friedhofsgeflüster. Von Totenkronen, Wiedergängern und der Angst vor dem Scheintod. Garamond Der Wissenschaftsverlag. Reihe Post mortem, Bd. 1, Gera/Jena 2019, 152 Seiten, zahlr. Abb.
(P.S.: Eine kleine persönliche Anmerkung am Rande zu den Totenkronen: Schon auf dem Grabmal für Heinrich und Elisabeth von Nassau, gest. 1394, in der Elisabethkirche in Marburg sind die beiden verstorbenen Kinder mit Kränzen bekrönt. s. Barbara Leisner, Grabmale für Kinder. In: Grabkultur in Deutschland, S. 323)
Sonntag, 20. Januar 2019
Warum weinen?
Buchcover |
Sonntag, 11. November 2018
Grabmalpatenschaften - eine Sendung im Deutschlandfunk
Grabmal Rübcke (ehemals Gerstenkorn), das erste Paten- schaftsgrabmal auf dem Ohlsdorfer Friedhof, von dem in dem Beitrag auch die Rede ist (Foto Marianne Didiér) |
Mittwoch, 4. November 2015
Friedhofskultur soll Weltkulturerbe werden!
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Interview mit Barbara Leisner zum Wandel der Trauerkultur (Seniorenratgeber Ausgabe November 2015, S. 76) |
Die Initiative Kulturerbe Friedhof hat sich zum Ziel gesetzt, die Deutschte Friedhofskultur in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eintragen zu lassen. Am 29. Oktober wurde diese Initiative im Bestattungsforum des Ohlsdorfer Friedhofes der Öffentlichketi vorgestellt und natürlich gehört auch der Förderverein Ohlsdorfer Friedhof e.V. den Unterstützern dieses Ziels.
Ich persönlich hoffe, dass sich auch alle übrigen Vereine zur Erhaltung historischer Friedhöfe anschließen werden! (Das kann man hier tun!)
Der vollständige Text des Antrags bei der Unesco ist inzwischen veröffentlich worden. Darin wird die Friedhofskultur beschrieben, die vielfältige kulturelle Ausdrucksformen umfasst. Sie beziehen sich - wie der Antrag formuliert - "vor allem auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung zusammen mit der gestalterischen, künstlerischen und handwerklichen Dimension des Kulturraums Friedhof sowie auf individuelle Trauerverarbeitung und persönliches Gedenken."
Friedhöfe werden als Ausdruck der deutschen Erinnerungskultur verstanden und damit sozusagen als ortsgebundene Geschichtsbücher. Es wird auf den Wandel der "Rituale und Gestaltungskonzepte der Friedhöfe mit den zeitgeistlichen Strömungen" verwiesen. Und es heißt weiter: "Der Kulturraum Friedhof lässt sich nicht nur in Bezug auf Sitten und Gebräuche als gesamtgesellschaftlicher, integrativer Pfeiler unseres Landes verorten, sondern auch in gestalterischer Hinsicht. Unsere Friedhöfe sind als Gärten der Erinnerung einzigartig in Europa und zugleich Grün- und Kulturflächen mit hoher landschaftsarchitektonischer und städtebaulicher Bedeutung. Die individuell angelegten und geschmückten Gräber fügen sich zu einem facettenreichen Gesamtbild, das seit Jahrhunderten Zeitgeist und Geschmack unseres Landes widerspiegelt." Damit präsentiert sich die Friedhofskultur nach Meinung der Antragstellter "als äußerst lebendiges Kulturgut", das seine identitätsstiftende Kraft "nicht primär aus der materiellen Präsenz der Friedhöfe, sondern aus der hier erlebbaren, sich fortschreibenden Erinnerungskultur, die Menschen nach innen bewegt und Gesellschaft nach außen prägt" bezieht.
Es bleibt abzuwarten, ob die Unesco dem Antrag zustimmt. Auf jeden Fall aber ist die Initiative schon öffentlichkeitswirksam geworden und hat es sogar in die Nachrichtensendung des ZDF geschafft (Abendnachrichten vom 2.11.2015).
Samstag, 4. Juli 2015
Friedhof und Denkmal - das Heft zur Tagung "Historische Friedhöfe"
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Das Heft zur Tagung! Titelseite der Ausgabe 2/3-2015 von Friedhof und Denkmal |
Zur Tagung lag es schon in der Mappe, aber leider war es zu einer Panne gekommen, die Bilder waren nicht scharf gedruckt, so dass man bei einigen das Gefühl hatte doppelt zu sehen. Die Auflage ging zurück und eine Woche später war dann ein verbessertes Ergebnis zu haben.
Da ich an dem Heft mitgearbeitet und mitgeschrieben habe, mag ich es hier nicht rezensieren, sondern veröffentliche nur die Titelseite und das Inhaltsverzeichnis. Aber ich kann versprechen, die Aufsätze sind alle interessant und werfen ein facettenreiches Bild auf das Thema "Historische Friedhöfe".
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Inhaltsverzeichnis von Friedhof und Denkmal 2/3 2015 |
Montag, 23. März 2015
Call for Papers zu "Das kulturelle Erbe des Todes: Landschaften, Empfindungen und Gewohnheiten"
Grabmal in Neuenkirchen, Schleswig-Holstein (Foto Leisner 2015) |
Organisiert wird sie von der Abteilung für Ethnologie der Stockholmer Universität zusammen mit CHAMP (Arbeitsgemeinschaft für die Bewahrung kulturellen Erbes) der University of Illinois.
Der Call for Papers ist gerade veröffentlicht worden. Themenfelder, zu denen bis zum 15. April Vorschläge eingereicht werden können sind:
- Friedhöfe; Architektur des Todes (im privaten und öffentlichen Raum); der Tag der Toten und andere Feierlichkeiten
- Konflikte und Konfliktlösung; Das Erbe von Kriegen und Katastrophen; Schlachtfelder; Gedenkstätten
- Gedenken; Tod als Erbe der Volkskultur; Totenrituale; Wallfahrt
- Schwarzer Tourismus; die Behandlung menschlicher Überreste; Museen als Aussteller des Todes
Keynote Speaker ist Mike Robinson (Ironbridge International Institute for Cultural Heritage, UK). Weitere Informationen - auf Englisch - gibt es sowohl auf der Seite der ASCE wie bei der Stockholmer Universität.
Freitag, 18. Juli 2014
Call for Papers (CfP) - Tagung des BHU und der AFD "Historische Friedhöfe in Deutschland"
Alter Friedhof (Foto Leisner) |
Historische Friedhöfe in Deutschland – Zum Umgang in unterschiedlichen Epochen
Dazu geben sie folgenden Call for Papers heraus:
"Gegenwärtig ist die kulturhistorische Bedeutung von Friedhöfen unbestritten. In vielen Orten sind Dokumentationen erstellt und Grabmal-Museumsbereiche eingerichtet worden. Friedhofsführungen finden viel Zulauf, zahlreiche Bücher über lokale Friedhöfe und Grabmäler sind erschienen.
Diese allgemeine Wertschätzung historischer Friedhöfe ist ein relativ neues Phänomen. In früheren Epochen ging man ganz unterschiedlich mit Friedhöfen um. Frühe Anzeichen, dass Friedhöfe mehr waren als Schauplätze privater Trauer und Erinnerung, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Neuartige, reformerische Friedhöfe, wie in Herrnhut und Dessau, wurden in der aufgeklärten Öffentlichkeit viel beachtet, die Grabstätten von Klopstock und Rousseau wurden zu Pilgerstätten des gebildeten Bürgertums. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich die Parkfriedhöfe zu städtischen Promenaden, die man zum kontemplativen Spaziergang aufsuchte. Zugleich aber wurden innerstädtische Friedhofsanlagen vielerorts zugunsten von städtebaulichen Maßnahmen aufgegeben und unwiderruflich zerstört. Das hatte Folgen: In der Epoche um und nach 1900 entwickelte sich im Kontext der anti-urban eingestellten Heimatschutzbewegung eine neue Sensibilität gegenüber Grabmälern wie auch ganzen Friedhofsensembles. Während der Diktatur der Nationalsozialisten wurden spezielle „heimat“-bezogene Grabmaltypen als schutzwürdig erachtet, andere hingegen – teils in Wechselwirkung mit der Friedhofsreformbewegung – als minderwertig stigmatisiert. Jüdische Friedhöfe und Grabmäler sollten im Prinzip vollkommen zerstört werden, allerdings reichte die Zeit dafür zum Glück nicht. Historische christliche Begräbnisplätze wurden gern aufgehoben und zum Beispiel in Aufmarschplätze umgestaltet. Nach 1945 herrschte zunächst jahrzehntelang wenig Interesse an historischen Friedhöfen, bevor in den 1980er-Jahren eine Renaissance mit zahlreichen Projekten einsetzte – frühzeitig dokumentiert im AFD-Band „Umgang mit historischen Friedhöfen“ (1984).
Mit der geplanten Tagung soll einerseits eine historische Längsschnittanalyse zum Umgang mit historischen Friedhöfen und Grabstätten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart entstehen. Andererseits soll in einem zweiten Block das bürgerschaftliche Engagement für historische Friedhöfe in den Fokus stehen und in einem dritten Teil soll es um die Wiederbelebung dieses besonderen kulturhistorischen Erbes und darum gehen, wie man – auch mit Hilfe der neuen Medien – seinen Wert am besten kommunizieren kann.
Erwünscht sind Themenvorschläge zu den genannten und weiteren, vergleichbaren Bereichen. Diese können lokal situiert oder übergreifend angelegt sein.
Bitte senden Sie für Ihren Vorschlag bis zum 15.11.2014 eine ca. 1-seitiges Zusammenfassung (abstract) inkl. wissenschaftlicher Kurzbiografie an folgende Anschrift: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Stichwort Tagung historische Friedhöfe, Weinbergstraße 25, 34117 Kassel, Mail: niedermeyer(bei)sepulkralmuseum.de
Organisation: Norbert Fischer, Inge Gotzmann, Barbara Leisner, Reiner Sörries"
Als Termin für die Tagung ist der 12./13.6.2015 geplant.
Donnerstag, 10. Oktober 2013
"STERBEN, TOD UND TRAUER IM WANDEL" - Öffentliche Vorlesungsreihe in Hamburg
Grabengel auf dem Ohlsdorfer Friedhof (Foto Leisner) |
Dienstag, 25. Juni 2013
Friedhofsfreunde - eine neue "Community" auf google+
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Friedhofsfreunde auf google+ |
Erstmal habe ich niemanden eingeladen, zu dieser Gemeinschaft hinzuzukommen. Doch hat sich schon ein neues Mitglied gemeldet und einige Fotos seiner Lieblingsplätze gepostet.
Mit diesem Post hier weise ich also meine Leserinnen und Leser auf diese neue Gemeinschaft hin. Vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust auch seine/ihre Bilder, Eindrücke, Gedanken und Vorschläge zum Umgang mit historischen Friedhöfen dort zu posten.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Neue Bestattungskultur – Tod, Trauer und Friedhof im Wandel
Donnerstag, 3. Januar 2013
Der fröhliche Friedhof in Sapanta - Rumänien
Mein Artikel in der Friedhofskultur, S. 38 |
Wer mehr über diesen besonderen Begräbnisplatz in Rumänien wissen will, sei auf die am Textende genannten Links verwiesen: Walther Konschitzky, Der lustige Friedhof, in: AllgemeineDeutsche Zeitung für Rumänien, veröffentlicht unter http://www.karpatenwilli.com/komi7001.htm.
Insgesamt findet man auf den deutschen Seiten von http://www.karpatenwilli.com weitere interessante Informationen zu dem Lustigen Friedhof von Sapanta.
Der Fernsehsender Phoenix hat zwischen dem 28.10. und 3.11.2012 übrigens den Film „Spott zum Abschied – Rumäniens spezielleBräuche“ von Susanne Glass ausgestrahlt.
Natürlich danke ich der Friedhofskultur für die Erlaubnis zur "Nachveröffentlichung".