Im Rahmen des 11. Hamburger Architektur Sommers 2026 stellen der Fotograf Nic Fey und das Architekturbüro Acollage Bilder von Hamburger Friedhofskapellen aus. Hier die Einladung zur Vernissage und folgenden Veranstaltungen:
Donnerstag, 23. April 2026
Dienstag, 7. April 2026
Zum Umgang mit Friedhofsfreiflächen
Im Rahmen des Dresdner Modellprojekts „Vom
Parkfriedhof zum Friedhofspark“ auf dem Neuen Annenfriedhof der Stadt hat die Friedhofsverwalterin Lara Schink eine "Handreichung zum Umgang mit Friedhofs-Freiflächen" erstellt, die unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit steht. Vorab möchte ich diesen Text schon einmal allen empfehlen, die mit der Entwicklung von Friedhöfen und besonders der Bewahrung historischer Begräbnisplätze zu tun haben. Oder wie es im Vorwort heißt: Die an dem Projekt Beteiligten "möchten mit dieser Publikation Mut machen, Friedhöfe mit anderen Augen zu sehen: ihre vielfältigen Potenziale zu erkennen, anzuerkennen und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln - mit frischen Ideen, zugleich aber stets Hand in Hand gehend mit ihrer jahrhundertealten Kulturtradition".
Die Publikation ist als Teil des ExWoSt-Forschungsvorhabens1 „Green Urban Labs II“ entstanden. In diesem Projekt wurden die Potenziale von Friedhofsfreiflächen im Rahmen eines partizipativen Umgestaltungsprozesses unter Einbindung einer Vielzahl von Akteuren aus Bürgerschaft, Ämtern, Hochschul- und Vereinswesen erforscht.
Montag, 12. Januar 2026
transmortale XV – 6. und 7. März 2026 in Kassel
Veranstaltet wird das Treffen in Kooperation zwischen dem Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur, Kassel, der Universität Hamburg, Institut für Empirische Kulturwissenschaft
und der Stiftung Deutsche Bestattungskultur. Diesmal findet außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Rudolf-Bultmann-Institut für Hermeneutik am Fachbereich Evangelische Theologie (Prof. Dr. Malte Krüger) sowie dem Katholisch-Theologischen Seminar (Prof. Dr. Tobias Hack) – beide Philipps-Universität Marburg – statt.
Das Programm kann unter diesem Link abgerufen werden.
Anmelden sollte man sich bis zum 27. Februar 2026 bei der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V., Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur, Weinbergstraße 25 – 27, 34117 Kassel, E-Mail: info@sepulkralmuseum.de, Tel.: 0561 9189340. Der Teilnahmebeitrag beträgt 50,- Euro / ermäßigt 25,- Euro (Studierende). Für den zweiten Tag kann für 30,- Euro pro Person Verpflegung (Mittagsimbiss, Kuchen, Obst, Getränke) gestellt werden. Ohne diese ist Selbstversorgung erforderlich.
Sonntag, 2. November 2025
Echo des Unbekannten - Vom Umgang mit Tod und Vergänglichkeit
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| Cover des Ausstellungskataloges |
Gezeigt werden Kunstwerke, die das Thema Tod vom Mittelalter bis in die Gegenwart in den Blick genommen haben. Darunter befinden sich zum Beispiel auch Frottagen - also Abreibungen von gravierten Bildern mit Ölwachs auf Papier -, die von mittelalterlichen Grabmalplatten in England gemacht worden sind, Graphiken von Albrecht Dürer, Plastiken des Bildhauers Ernst Barlach, aber auch Särge aus verschiedenen Zeiten, darunter ein plastisch als Turnschuh gestalteter Sarg aus Ghana, um nur einige der Kunstwerke zu nennen.
Der Katalog versammelt Beiträge von ausgewiesenen Kennern der Materie, die das Thema aus ganz verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. So geht es unter anderem um die Veränderungen der Gesellschaft, die auch den Umgang mit Sterben, Tod und Bestatten verändert haben. Dazu wird die Bestattungsgesetzgebung in Deutschland als Seismograph herangezogen und die Religion befragt, bevor es um einzelne Sonderthemen wie die mumifizierten (und gefährdeten) Toten in Palermo, Darstellungen des Todes in der internationalen Kunst, Trauerrituale und ihre Veränderung, die Ghanaische Bestattungskultur und zum Schluß um "Friedhof und Grabmal im bürgerlichen Zeitalter" geht. Biografien und eine Liste der ausgestellten Werke runden den Katalog ab, der die Objekte der Ausstellung mit zahlreichen Abbildungen wiedergibt.
Insgesamt ist diese bunte Mischung besonders für Menschen zu empfehlen, die normalerweise eher selten mit dem Thema Tod und Vergänglichkeit zu tun haben. Die zahlreichen Werke und die inhaltlich ein breites Feld abdeckenden Beiträge regen zur Reflektion an; eine Reflektion, die vor Ort sicher durch die Begleitvorträge, Filmvorführungen und Ausstellungsführungen noch verstärkt wird.
Echo des Unbekannten. Vom Umgang mit Tod und Vergänglichkeit, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, hrg. von Matthias Rataiczyk, Kunstverein „Talstrasse“ e.V., 216 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Halle Saale 2025, 35 Euro, Katalogbestellung
Freitag, 31. Oktober 2025
Halloween
Zu Halloween verlinke ich mal wieder auf einen frühen Zeichentrickfilm, der die spätere Verfilmung des uralten Stoffes vom Geisterhaus oder -schloss in Mickey-Mouse-Art vorwegnimmt. Mal wieder schreibe ich, weil in diesem Blog auch der großartige "skeleton-dance" von Walt Disney zu finden ist.
Walt Disney Looney Tunes - The Haunted House (1929), by Walt Disney, Jack King
Das Original stammt von der - von mir sehr geschätzten - amerikanischen Plattform "archive org" (https://archive.org/details/looneytunesmickey7), die prall mit interessanten Büchern, Filmen, Musikstücken und Audioaufnahmen gefüllt ist.
Samstag, 18. Oktober 2025
Abschaffung des Todes - Säkularistische Ewigkeiten vom 18. bis ins 21. Jahrhundert
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| Cover, Kosuch: Abschaffung des Todes |
Die Hauptthese, die mit einer ungewöhnlich breiten Quellenkenntnis unterlegt wird, ist, „dass der nicht vergehende Mensch ein entscheidendes Signum des Säkularistischen darstellt“ und dass dabei technische und wissenschaftlich-medizinische Neuerungen sein Überdauern versprachen und auch heute noch versprechen. Säkularistisch bedeutet in der Definition der Autorin „die Ablehnung religiöser Weltbilder, Institutionen und Praktiken und ihren Ersatz durch solche, deren Basis Weltlichkeit, Wissenschaft, Rationalität und zivile Moralvorstellungen bilden.“ (S. 11, Anm. 10)
Damit wendet sich die Arbeit solchen Konzepten und den damit verbundenen Praktiken zu, die einerseits nicht das christliche Glaubenssystem eingebunden sind, und andererseits trotzdem ein Fortbestehens der Toten, wenn auch in anderer Form, ermöglichen wollen. Die Untersuchung ist dabei zeitlich weit gefasst, geographisch übergreifend und wissenschaftlich interdisziplinär angelegt. Zwar werden hauptsächlich westeuropäische Beispiele interpretiert, doch es gibt auch Ausblicke auf die Verhältnisse in Amerika und Russland. Grundlage und Ausgangspunkt der Untersuchung sind hauptsächlich schriftliche Quellen zur Geschichte der neuzeitlichen Kremation.
Donnerstag, 16. Oktober 2025
Call for papers - Transmortale XV
| Eingang zum Gräberfeld für die Toten des Konzentrationslagers in Moorkaten (Foto Leisner) |
Die Themen rund um den Tod beschäftigen im Bereich von Friedhof und Grab schon immer Disziplinen wie Archäologie, Ethnologie, Kulturanthropologie oder Kunstgeschichte. Inzwischen interessieren sich jedoch ganz unterschiedliche Disziplinen für den Wandel der Trauer- und Bestattungskultur, zum Beispiel die Soziologie, Psychologie, Geschichte, Medizin(-Ethik), Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Geschlechterforschung sowie Kultur- und Medienwissenschaften. Der Workshop transmortale richtet sich an junge Wissenschaftler:innen, die sich in der Abschlussphase einer Qualifikationsschrift befinden, aber auch an Postdocs und andere interessierte Forschende. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, neue Perspektiven zu entwerfen und sie in größerer Runde zu diskutieren. Ziel ist eine interdisziplinäre Auseinandersetzung, die empirische und theoretische Ansätze zusammenführt und einen intensiven Austausch eröffnet.
Tagungssprache ist Deutsch, es sind aber auch englischsprachige Beiträge möglich. Für Referierende werden die Kosten für maximal eine Übernachtung und die Verpflegung während der Tagung übernommen.
Wer Interesse hat, sein Forschungsprojekt in einem Vortrag/einer Präsentation (max. 20 Minuten) oder in Form eines Posters vorzustellen, sendet bitte seinen Themenvorschlag bis zum 31. Oktober 2025 (mit Abstract von max. einer Seite inkl. Curriculum Vitae) an die folgende E-Mail-Adresse: niedermeyer@sepulkralmuseum.de
Weitere Informationen sind hier zu finden.





