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Freitag, 24. Januar 2020

Friedhöfe unter Denkmalschutz

Inzwischen ist im Internet die "Dokumentation zum 28. Kölner Gespräch zu Architektur und Denkmalpflege" veröffentlicht worden, auf die ich hier schon hingewiesen hatte. Zur Einführung gibt Kerstin Walter einen typologischen Überblick über die Friedhofsarten und weist darauf hin, dass die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger eine Arbeitsgruppe beauftragt hat, im bundesweiten Austausch zwei Erfassungsbögen als empfehlenswerte Methode der Inventarisation zu erarbeiten – einen für Friedhofsanlagen und einen für Grabmale. Eine Handreichung zur Erfassung und die Bögen kann man inzwischen aus dem Netz herunterladen (Handreichung; Erfassungsbogen Friedhöfe, Erfassungsbogen Grabstätte)

Im ersten Themenblock über die Grundlagen hat der Leiter des Kasseler Sepulkralmuseums Dirk Pörschmann über "Entwicklungen und Veränderungen in der Bestattungskultur" referiert. Antje Clausmeyer stellt, bezogen auf Nordrheinwestfahlen, rechtliche Möglichkeiten der Unterschutzstellung von Friedhöfen und ihre Folgen für die praktische Denkmalpflege in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, während Jörg Deter das Friedhofsentwicklungskonzept für die Stadt Düsseldorf erläutert und Heike Blondin am Beispiel Krefeld feststellt, dass Friedhöfe sowohl in Bezug auf ihre Funktionen, wie auf neue Friedhofsträger in Konkurrenz zu den bisherigen und damit in Bezug auf ihre Finanzierung an einen Wendepunkt stehen.

Freitag, 19. April 2019

Friedhöfe unter Denkmalschutz: Erhaltung - Anforderungen - Perspektiven

In Köln finden zwei Mal im Jahr Gespräche zu Architektur und Denkmalpflege statt. Sie sollen sich einem denkmalpflegerischen Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern und sind als Fortbildungsveranstaltungen gedacht. Am 13. Mai widmet sich diese Tagung den Denkmalschutz auf Friedhöfen. Das Programm findet sich hier.

In zwei Themenblöcken werden zum einen Grundlagen und zum anderen Beispiele aus der Praxis besprochen. Bei den Grundlagen geht es um die Veränderungen in der Bestattungskultur, rechtliche Möglichkeiten der Unterschutzstellung und ihre Folgen, das Friedhofsentwicklungskonzept Düsseldorf und "Friedhöfe am Wendepunkt: Funktionen, Trägerschaft, Finanzierung, Denkmalschutz". Bei den Beispielen aus der Praxis werden das Parkpflegewerk für den Melatenfriehof in Köln, die Umntuzung des Friedhofs von Velbert-Langenberg, die Instandsetzungen jüdischer Grabsteine und die Arbeit des Fördervereins Evangelischer Friedhof Kölnstraße e.V. in Düren vorgestellt. 

Ein wirklich interessantes Programm, das sicher auch für Mitglieder anderer Fördervereine interessant sein dürfte. Wer meldet sich an und hat Lust hier zu berichten?
 



Montag, 9. Januar 2017

"O Ewigkeit, du Donnerwort"

Unter diesem Titel lädt die Arbeitsgruppe Sächsische Gartengeschichte in Dresden zu seinem 10. Kolloquium im Jahr 2017 ein:


Programme und Kurzberichte der bisherigen Kolloquien sind hier veröffentlicht.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Denkmalschutz auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg - Ohlsdorf 2050

Ausschnitt aus dem Plan des Ohlsdorfer
Friedhofes, mit Einzeichnung der erhaltens-
werten Grabmale, farblich nach Zeitperioden
gekennezeichnet.  
Am 17.6. war ich zusammen mit Vertretern des Vorstandes des Ohlsdorfer Förderkreises und weiteren ExpertInnen zur Anhörung des Kulturausschusses der Hamburger Bürgerschaft eingeladen. Thema war der Denkmalschutz auf dem Ohlsdorfer Friedhof und besonders die Frage der Erhaltung der Grabmale aus den 50er - 80er Jahren. 

Zum Thema Denkmalschutz auf Ohsldorf habe ich schon in der Zeitschrift des Förderkreises einen längeren Beitrag geschrieben. Für die Anhörung habe ich eine Präsentation zum Thema erhaltenswerte Grabmale zusammengestellt. Auswahlkriterien für ihre Einschätzung waren im Rahmen des Forschungsprojektes der VW-Stiftung und des Denkmalschuztamtes (1981 bis 1986) ausgearbeitet worden. Aufgrund dieser Kriterien war eine Auswahl aus der fast unübersehbaren Menge der Grabmale auf diesem größten Friedhof Europas getroffen worden. Über diesen Link kann man die Präsentation herunterladen.

Der Förderkreis hat außerdem eine Liste von Kriterien zur Auswahl erhaltenswerter Grabmale aus der Zeit nach 1950 zusammengestellt. Der Grund dafür ist, dass im Forschungsprojekt der1980er Jahre bei seiner Endauswahl nur Grabmale bis 1950 berücksichtigen konnte. Jetzt werden die Grabmale aus den 1950-1980er Jahren in großer Zahl abgeräumt. Zudem hat man mit dem Projekt Ohlsdorf 2050 eine groß angelegte Diskussion über den zukünftigen Umgang mit dem Friedhof eröffnet. 

Aus Sorge umd die Erhaltung der Grabmale aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hat sich der Förderkreis - besonders ist da Frau Dr. Christine Behrens zu nennen - sehr aktiv in den Prozess der Grabmalabräumung eingeschaltet. Dieser Sorge ist es auch zu verdanken, dass sich jetzt der Kulturausschuss der Hamburger Bürgerschaft intensiv mit diesem Thema befasst. Man darf gespannt sein, wie es mit Ohlsdorf 2050 weiter geht.