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Montag, 8. Juli 2019

Neuer Friedhofsverein in Tornesch

Alte Kapelle, Tornescher Friedhof (Foto Leisner 2019)
Letzte Woche war ich beim Vorstand des neuen Förderverein Friedhof Tornesch e.V. eingeladen. Tornesch ist ein kleiner Ort in der Nähe von Hamburg (und liegt damit auch in meiner Nachbarschaft). Der Verein hat sich gerade erst im März dieses Jahres zur "Förderung der Erhaltung und Pflege" des Friedhofes als Kulturgut der Allgemeinheit einschließlich Denkmalschutz und Naturschutz gegründet, wie es in der Satzung heißt. Der Verein soll - ich zitiere die Satzung - den "Eigentümer des Friedhofs bei der Erfüllung seiner ihm aus dem öffentlichen Interesse erwachsenden Pflicht, den Friedhof mit der alten Kapelle von 1909 und der Gedenkstätte als bedeutendem Denkmal der Tornescher Stadtgeschichte dauerhaft zu erhalten, zu pflegen und öffentlich zugänglich zu machen" unterstützen und hat sich, wie so viele andere Vereine von Friedhofsfreunden die Öffentlichkeitsarbeit zur Aufgabe gemacht, mit der über die Bedeutung des Friedhofes als stadt- und kulturgeschichtliches Zeugnis informiert werden soll, sowie die Unterstützung von Maßnahmen zur Bestandserfassung sowie zur Sicherung, Erhaltung, Instandsetzung und Pflege des Friedhofes.

Samstag, 25. August 2018

Gedenksteine auf "Verschwundenen Gräbern"

Auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin findet am Sonntag, 2. September, um 16 Uhr
eine besondere Veranstaltung statt: 

Bildnis von Clementine Helm 1896
(Quelle: Von unbekannt - Illustrirte Zeitung
vm 12. Dezember 1896, PD-alt-100,
https://de.wikipedia.org/w/index.
php?curid=9572275)
Mit der feierlichen Enthüllung von vier Gedenksteinen werden die Grabstätten von vier, im 19. Jahrhundert bekannten Schriftstellerinnen kenntlich gemacht. Die Namen und Werke von Clementine Helm (1825 - 1896), Fanny Blaschnik-Arndt (1827 – 1906), Sara Hutzler (1853 -1893) und Dora Duncker (1855 -1906) werden dadurch wieder dauerhaft in das öffentliche Gedächtnis zurückgerufen.

Ihre Bücher kann man teilweise noch heute kaufen, bzw. kostenlos im Internet lesen. Clementine Helm und Sara Hutzler wurden vor allem als Jugend- und Kinderbuch-Autorinnen bekannt, Fanny Blaschnik-Arndt (für die leider noch niemand einen Wikipedia-Eintrag geschrieben hat) hat sich intensiv mit der Geschichte der Frauen auseinandergesetzt, Dora Duncker veröffentliche Romane, Erzählungen, Essays, Gedichte und Theaterstücke, schrieb Theaterkritiken und gab von 1885 bis 1897 den Kinderkalender "Buntes Jahr" heraus. 
Foto von Dora Duncker (Quelle: Von
Unbekannt - Berliner Leben,
1. Jahrgang, Heft 3, Gemeinfrei,
https://commons.wikimedia.org/w
/index.php?curid=17667533)
Doch ihre Grabstellen sind wie bei so vielen anderen Frauen verschwunden und nicht zuletzt dadurch geriet auch ihr Leben und ihr Werk in Vergessenheit, Die Setzung dieser neuen Gedenksteine ist Teil der Initiative „Die Frauen auf den Kirchhöfen“. Die Zwölf-Apostel-Gemeinde macht mit Führungen auf die Geschichte bedeutender Frauen und ihre Gräber aufmerksam und hat durch das Setzen von neuen Gedenksteinen schon die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm und Kitty Kuse geehrt. 

Anschließend an die Enthüllung wird Claudia von Gélieu in der Kapelle an die interessanten Biographien dieser Frauen erinnern und die Schauspielerin Silke Jensen wird aus ihren Werken lesen.

Ort: Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof, Kolonnenstraße 24-25, Berlin