Inzwischen ist im Internet die "Dokumentation zum 28. Kölner Gespräch zu Architektur und Denkmalpflege" veröffentlicht worden, auf die ich hier schon hingewiesen hatte. Zur Einführung gibt Kerstin Walter einen typologischen Überblick über die Friedhofsarten und weist darauf hin, dass die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger eine Arbeitsgruppe beauftragt hat, im bundesweiten Austausch zwei Erfassungsbögen als empfehlenswerte Methode der Inventarisation zu erarbeiten – einen für Friedhofsanlagen und einen für Grabmale. Eine Handreichung zur Erfassung und die Bögen kann man inzwischen aus dem Netz herunterladen (Handreichung; Erfassungsbogen Friedhöfe, Erfassungsbogen Grabstätte)
Im ersten Themenblock über die Grundlagen hat der Leiter des Kasseler Sepulkralmuseums Dirk Pörschmann über "Entwicklungen und Veränderungen in der Bestattungskultur" referiert. Antje Clausmeyer stellt, bezogen auf Nordrheinwestfahlen, rechtliche Möglichkeiten der Unterschutzstellung von Friedhöfen und ihre Folgen für die praktische Denkmalpflege in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, während Jörg Deter das Friedhofsentwicklungskonzept für die Stadt Düsseldorf erläutert und Heike Blondin am Beispiel Krefeld feststellt, dass Friedhöfe sowohl in Bezug auf ihre Funktionen, wie auf neue Friedhofsträger in Konkurrenz zu den bisherigen und damit in Bezug auf ihre Finanzierung an einen Wendepunkt stehen.
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Freitag, 24. Januar 2020
Mittwoch, 15. April 2015
300 Jahre Alter Friedhof in Bonn
Also eigentlich kann man in Bonn sogar ein Doppeljubiläum feiern, der Alte Friedhof wird 300 Jahre und der Förderverein für diesen Friedhof besteht seit 40 Jahren.
Christian Hohe: Grabmahl Barthold Georg Niebuhrs auf dem Alten Friedhof in Bonn, Aquarell um 1842 (Quelle: „ChristianHohem“ von Christian Hohe - Sabine G. Cremer: Nikolaus Christian Hohe, Bonn 2001. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons ) |
Kurfürst Joseph Clemens ließ zu Beginn des Jahres 1715 den damals natürlich „neuen Friedhof“ erstmals als einen Begräbnisplatz außerhalb der Stadtmauern anlegen und hatte dafür eigens Grund und Boden angekauft. Natürlich behielten anfangs die reichen Bürger ihre Erbbegräbnisse weiter in und um die St. Remigius-Kirche, die Hauptkirche der Stadt. Der neue Platz war für Arme, Fremde und Soldaten bestimmt. Damit ist auch klar, dass der neue Friedhof nicht sehr beliebt war. Erst als im Zuge der Erneuerung des Begräbniswesen 1787 die Friedhöfe in der Stadt geschlossen wurden, wurde er zum allgemeinen Begräbnisplatz. In Bonn wurde diese Schließung übrigens im Vergleich zu anderen Städten sehr früh durchgesetzt. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde der Friedhof mehrfach erweitert und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur Ruhestätte bedeutender Persönlichkeiten der 1818 gegründeten Universität und der städtischen Gesellschaft. Immer mehr repräsentative Grabmale wurden aufgestellt. 1884 dann hörten auf ihm die allgemeinen Begräbnisse auf. Der neue Nordfriedhof war angelegt worden. Es dauerte noch hundert Jahre, bis er 1984 unter Denkmalschutz gestellt wurde.
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Montag, 17. November 2014
Denk Mal Fort e.V. - Verein zur Erhaltung des sowjetischen Garnisonsfriedhofs in Dresden
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Abteilung A, Obelisk von Friedrich Press (ich danke Susan Donath für die Fotos in diesem Post) |
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Grabmalreihen Abteilung A |
Zugleich sieht der Verein in dem Friedhof die Chance, Stadtgeschichte auch für junge Leute nacherlebbar zu machen und weist auf "ein enormes noch zu erschließendes Potenzial für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit" hin und ihn in ein "diskurs- und demokratieorientiertes Gedenkkonzept" der Stadt zu integrieren.
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Facebookseite von "Denk Mal Fort" |
Donnerstag, 21. August 2014
25 Jahre Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. - Gründung und Festprogramm
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Plakat zum Vortrag über die Vergänglichkeit des Kulturerbes auf dem Ohlsdorfer Friedhof |
Dienstag, 25. Juni 2013
Friedhofsfreunde - eine neue "Community" auf google+
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Friedhofsfreunde auf google+ |
Erstmal habe ich niemanden eingeladen, zu dieser Gemeinschaft hinzuzukommen. Doch hat sich schon ein neues Mitglied gemeldet und einige Fotos seiner Lieblingsplätze gepostet.
Mit diesem Post hier weise ich also meine Leserinnen und Leser auf diese neue Gemeinschaft hin. Vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust auch seine/ihre Bilder, Eindrücke, Gedanken und Vorschläge zum Umgang mit historischen Friedhöfen dort zu posten.
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Samstag, 16. März 2013
Taphophil
Seit Neuestem weiß ich, wie man Friedhofsfreunde
wissenschaftlich benennt! Sie liebe Leser sind wahrscheinlich und ich bin es ganz sicher, nämlich "taphophil".
Taphos heißt auf Griechisch einfach Grab oder auch Grabstein. Im englischen Wikipedia heißt es dazu, dass man unter "Taphophilen" Grabstein-Touristen oder auch Friedhofs-Enthusiasten oder "Grabjäger" versteht; und damit Personen, die eine Passion für und Freude an Friedhöfen haben. Das schliesst Epitaphe, Abreibungen von metallenen Grabplatten auf Papier, Fotografie, Kunst und die Geschichte von (berühmten) Toten mit ein. Bekannt wurde der Begriff durch den Autor und Biographen Scott Stanton, der ihn für sein 2003 erschienenes Buch und seine ehemalige Website über das Leben und die Grabstätten berühmter Musiker benutzte. Auch wenn es diese Website nicht mehr gibt, so widmet sich doch die Seite "Taphophilia" historischen Grabstätten in aller Welt.
Ich habe diesen Ausdruck aus einem anderen Buch gelernt, nämlich aus dem Titel "Schöner als der Tod" von Boris Akunin, das der Autor schon vor einigen Jahren veröffentlicht hat und
das ich zufällig auf dem Grabbeltisch einer Buchhandlung fand. In mehreren Episoden beschreibt Akunin so berühmte Friedhöfe wie
den Londoner Highgate Cemetery oder den Greenwood Cemetery in Brooklyn.
Aber er schildert nicht nur seine Besuche berühmter Gräber, sondern
lässt auch sein alter Ego zu Worte kommen, den Schriftsteller Grigori
Tschchartischwili. Unter diesem Namen ist Akunin als Krimiautor
bekannt und als solcher unterbricht er seine literarischen Friedhofsbesuche mit
Geschichten von Gespenstern, Vampiren und Mördern. Eine wirklich
fesselnde Lektüre und sozusagen wie gemacht für Taphophile!
Taphos heißt auf Griechisch einfach Grab oder auch Grabstein. Im englischen Wikipedia heißt es dazu, dass man unter "Taphophilen" Grabstein-Touristen oder auch Friedhofs-Enthusiasten oder "Grabjäger" versteht; und damit Personen, die eine Passion für und Freude an Friedhöfen haben. Das schliesst Epitaphe, Abreibungen von metallenen Grabplatten auf Papier, Fotografie, Kunst und die Geschichte von (berühmten) Toten mit ein. Bekannt wurde der Begriff durch den Autor und Biographen Scott Stanton, der ihn für sein 2003 erschienenes Buch und seine ehemalige Website über das Leben und die Grabstätten berühmter Musiker benutzte. Auch wenn es diese Website nicht mehr gibt, so widmet sich doch die Seite "Taphophilia" historischen Grabstätten in aller Welt.
Montag, 20. August 2012
Die letze Reise - Überführung der restaurierten Särge in die Haselberg Grabgruft in Greifswald
Der Friedhofsverein, die Kunsthistorikerin Anja Kretschmer und der Holzrestaurator Clemens Pawlesky werden über die Historie und Restaurierung der wohl ältesten Grabgruft im städtischen Gebiet Vorpommerns informieren, bevor dann die Särge in der instandgesetzten Grabgruft wieder zur letzten Ruhe gebettet werden.
Anja Kretschmer wird an diesem Tag außerdem ihr in diesem Jahr als Buch erschienene Doktorarbeit "Von Mausoleen und Grabkapellen auf deutschen Stadtfriedhöfen im 19. Jahrhundert am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns. Bestandsaufnahme, Würdigung und denkmalpflegerische Konzepte" zum ersten Mal öffentlich vorstellen.
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Sonntag, 5. August 2012
Friedhöfe und ihre Freunde - das erste themenzentrierte Heft von "Friedhof und Denkmal" ist erschienen
Cover (Foto Leisner, mit fr. Erlaubnis der AFD) |
Die neue Redaktions-Gruppe besteht aus Mitarbeitern der AFD, zwei bekannten Vorstandsmitgliedern desselben Vereins und schließlich gehöre auch ich dazu. Gemeinsam hat die Redaktion beschlossen die zukünftigen Ausgaben jeweils unter ein Oberthema zu stellen.
Das erste Heft ist jetzt gerade herausgekommen. Thema sind die Friedhöfe und ihre Förder- oder Freundeskreise. Das Inhaltsverzeichnis des neuen Heftes und mein Beitrag "Friedhöfe und ihre Freunde" sind im Internet nachzulesen.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Friedhofsfreunde in England
Wenn man auf die Seite der ASCE surft, findet man viele Informationen über historische Friedhöfe im Ausland. Nachahmenswert scheint mir das englische Beispiel. Dort gibt es nämlich einen Zusammenschluss von Vereinen, die sich um historische Friedhöfe kümmern, die National Federation of cemetery friends, uk.
Mitglieder dieses Verbandes treffen sich jährlich für die Hauptversammlung an einem Veranstaltungsort, der jedes Jahr zwischen einem Ort in der Provinz und London abwechselt. Im Rahmen dieser Versammlung wird über den jeweiligen Friedhof geführt. Die Mitglieder haben dabei Gelegenheit andere Vereine kennen zu lernen und sich über Aktuelles zu informieren, wie z.B. über die Sicherheit auf Friedhöfen, die Erhaltung von Denkmälern oder über Änderungen des Bestattungsgesetzes. Oft entstehen in diesem Zusammenhang langfristige Kontakte und Freundschaften mit anderen Gruppen von "Friedhofsfreunden", die auch zum Austausch und dem Besuch der jeweiligen lokalen Friedhöfe führen.
Mir scheint auch wir hier in Deutschland könnten einen solchen übergeordneten Verband für unsere vielfältigen Aktivitäten zur Erhaltung historischer Friedhöfe gut brauchen. Aber wer ergreift die Initiative? Und wie soll es funktionieren? Vielleicht haben meine Leser ja gute Ideen! Man kann diesen Post schließlich kommentieren.
Mitglieder dieses Verbandes treffen sich jährlich für die Hauptversammlung an einem Veranstaltungsort, der jedes Jahr zwischen einem Ort in der Provinz und London abwechselt. Im Rahmen dieser Versammlung wird über den jeweiligen Friedhof geführt. Die Mitglieder haben dabei Gelegenheit andere Vereine kennen zu lernen und sich über Aktuelles zu informieren, wie z.B. über die Sicherheit auf Friedhöfen, die Erhaltung von Denkmälern oder über Änderungen des Bestattungsgesetzes. Oft entstehen in diesem Zusammenhang langfristige Kontakte und Freundschaften mit anderen Gruppen von "Friedhofsfreunden", die auch zum Austausch und dem Besuch der jeweiligen lokalen Friedhöfe führen.
Mir scheint auch wir hier in Deutschland könnten einen solchen übergeordneten Verband für unsere vielfältigen Aktivitäten zur Erhaltung historischer Friedhöfe gut brauchen. Aber wer ergreift die Initiative? Und wie soll es funktionieren? Vielleicht haben meine Leser ja gute Ideen! Man kann diesen Post schließlich kommentieren.
Mittwoch, 2. Juni 2010
Förderverein Alter Friedhof Schwerin gegründet
Am 25. Februar 2010 haben 15 Interessierte den Förderverein Alter Friedhof Schwerin gegründet. Zum Vorsitzenden wurde der Steinbildhauermeister Uwe Lange gewählt. Der Verein will eng mit der Stadt Schwerin zusammen arbeiten und hat sich als langfristiges Ziel die Wiederherstellung des ursprünglichen Parkcharakters des Alten Friedhofs gesetzt. Zuerst aber will man die Gräber der zahlreichen mecklenburgischen Architekten auf dem Friedhof sichern.
Um die nötigen finanziellen Mittel zu bekommen, werden Firmen und Fördermitglieder gesucht. „Grabpaten“ sollen gewonnen werden, die einzelne Grabstätten ehrenamtlich pflegen.
Wer sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert oder den Verein unterstützen möchte, kann sich an Herrn Uwe Lange, 0385/7607935 wenden, oder an alterfriedhofschwerin@freenet.de schreiben. Sobald der Verein über eine eigene Website verfügt, werde ich ihn gern hier verlinken.
Samstag, 13. Februar 2010
Der Verschönerungs-Verein zu Rostock e.V. und der Lindenpark
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Grabmal Schleuder (1836) (Foto Hannes Rother) |
Die Eröffnung des ersten kommunalen Rostocker Friedhofes, des heutigen Lindenparks am Saarplatz, war gerade erst fünf Jahre her, als am 30. April 1836 zwölf Männer in Rostock den „Verein zur Verschönerung der Stadt Rostock und ihrer Umgebungen“ gründeten. Es war die Zeit der Entfestigung Rostocks, eine Zeit, in der die Rostockerinnen und Rostocker darangingen, ihre die Stadt einengenden Wallanlagen zu öffnen und landschaftlich umzugestalten sowie die Dung- und Schuttplätze vor den Toren der Stadt zu beseitigen, um dort erholsame Spaziergänge auf neu angelegten Promenaden unter frisch gepflanzten Bäumen unternehmen zu können. Zugleich war es die Zeit der Vereinsgründungen – überall entstanden Patriotische Vereine, Gewerbevereine, Turnvereine, Kunst- und Altertumsvereine und Verschönerungsvereine.
Eine städtische Gartenverwaltung war im Rostock jener Zeit noch nicht entstanden – und so war vor allem bürgerschaftliches Engagement Grundlage für die Gestaltung vieler, großenteils noch bestehender Parkanlagen, deren Wert als grüne Oasen heute nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Mit der Einrichtung einer städtischen Gartenverwaltung erübrigte sich jedoch allmählich das Wirken des Verschönerungsvereins von 1836, so dass er 1872 seine erfolgreiche Arbeit einstellte.
Der Begräbnisplatz am Saarplatz wurde durch die Eröffnung eines weiteren Friedhofs 1912 zum Alten Friedhof. Seine Umgestaltung zu einem Wohngebietspark begann dann nach dem Beschluss der Aufhebung und dem Ablauf letzten Ruhefristen im Jahr 1979. So wurde er zum heutigen Lindenpark, allerdings unter weitgehender Erhaltung des orthogonalen Wegesystems sowie von etwa 100 Grabsteinen, von denen noch etwa 80 vorhanden sind.
Heute ist das zuständige Amt für Stadtgrün aufgrund von Sparzwängen bei Personal und Finanzen zunehmend immer weniger in der Lage, den Park fachgerecht zu pflegen, geschweige denn eine konzeptionelle Weiterentwicklung als Voraussetzung für seinen Fortbestand zu initiieren.
So sind es wie 1836 engagierte Einwohnerinnen und Einwohner, die durch ehrenamtliches Engagement Wege zur Erhaltung und Pflege des Lindenparks finden wollen. Sie gründeten am 21. Januar 2009 in der Tradition des Vorgängers einen neuen Verschönerungs-Verein zu Rostock e.V. und sind zuversichtlich, in absehbarer Zeit ähnlich erfolgreich zu sein wie 1836.
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Aktiver Einsatz der Vereinsmitglieder im Oktober (Foto Hannes Rother) |
Und doch muss man der Tatsache ins Auge sehen, dass die zur Verfügung stehenden Finanzen auf längere Zeit die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Erfüllung städtischer Aufgaben einschränken werden. Dem allmählichen Substanzverlust jedoch sehenden Auges zuzusehen, ohne selbst aktiv zu werden, ist für viele keine verantwortbare Alternative.
So betreiben die Mitglieder des Vereins durch zweimal jährlich stattfindende Arbeitseinsätze inhaltliche und zugleich Öffentlichkeitsarbeit – und betätigen sich zugleich selbst praktisch. Dass sich gleich beim ersten Einsatz im Oktober 2009 trotz schlechten Wetters neben den Vereinsmitgliedern über 20 Rostockerinnen und Rostocker allein aufgrund einer Pressemitteilung beteiligten, zeigt dass das Interesse der Bevölkerung am Erhalt der Parkanlage ungebrochen ist. So haben zwei Herren, beide weit über 80, eine der Lindenalleen in persönliche Patenschaft übernommen, um dort regelmäßig die Stockausschläge zurückzuschneiden.
Kontakt:
Verschönerungs-Verein zu Rostock e.V.
Borenweg 1b, 18057 Rostock
kontakt@verschoenerungsverein-rostock.de
Mittwoch, 3. Februar 2010
Historischer Friedhof in Rathenow
Der Verein Memento in Rathenow (Brandenburg) kümmert sich seit einigen Jahren um den historischen Friedhof vor Ort, der besonders durch sein Torhaus überregionale Bedeutung besitzt. Mit seiner Unterstützung ließ die Stadt das marode Torhaus und den Friedhofseingang restaurieren. Im Jahr 2005 wurde es wieder der Öffentlichkeit übergeben.
Leider aber sind noch viele Teile des Friedhofs stark sanierungsbedürftig: verwahrloste Grabstellen, eingefallene Grüfte, umgestürzte Mauern, kaputte Zäune und zu allem Überfluss auch das Dach und die Turmspitze der frühmodernen Friedhofskirche schreien nach Abhilfe.
Jetzt ist der Friedhof als erster im Land Brandenburg Mitglied der "Stiftung historische Kirchhöfe und Friedhöfe Berlin-Brandenburg" geworden, so dass von dort Expertenrat und hoffentlich auch Fördermittel nach Rathenow fließen werden. Bis zur Bundesgartenschau 2015 möchte der Verein wenigsten den Kirchturm wiederaufbauen. Dafür wird jetzt auf Veranstaltungen und Führungen gesammelt.
Leider aber sind noch viele Teile des Friedhofs stark sanierungsbedürftig: verwahrloste Grabstellen, eingefallene Grüfte, umgestürzte Mauern, kaputte Zäune und zu allem Überfluss auch das Dach und die Turmspitze der frühmodernen Friedhofskirche schreien nach Abhilfe.
Jetzt ist der Friedhof als erster im Land Brandenburg Mitglied der "Stiftung historische Kirchhöfe und Friedhöfe Berlin-Brandenburg" geworden, so dass von dort Expertenrat und hoffentlich auch Fördermittel nach Rathenow fließen werden. Bis zur Bundesgartenschau 2015 möchte der Verein wenigsten den Kirchturm wiederaufbauen. Dafür wird jetzt auf Veranstaltungen und Führungen gesammelt.
Die Anschrift des Vereins, der leider noch keine eigene Website unterhält, ist: Memento e.V., Kirchplatz 11, 14712 Rathenow. Ansprechpartner: Eva Lehmann
Dienstag, 28. Juli 2009
Zwanzig Jahre Förderkreis Ohlsdorf
Am 29. August jährt sich zum zwanzigsten Mal jener Tag, an dem eine Handvoll Ohlsdorf-Enthusiasten einen Verein gründete, der die "Erhaltung und Pflege historischer Friedhofsanlagen mit ihren Grabmalen in Hamburg fördern und unterstützen sollte", wie es in seiner Satzung noch heute heißt.
Der Satzungstext schließt dabei "sowohl die Park- und Gartenanlagen, als auch die Werke der Grabmalkunst und solche Grabmale ein, die beispielhaft das Schaffen der Bildhauer und Steinmetze der Vergangenheit widerspiegeln. Gemäß seiner Bedeutung für die Geschichte Hamburgs soll das Hauptaugenmerk auf der Erhaltung des Gesamtkunstwerkes Hauptfriedhof Ohlsdorf liegen."
Außerdem setzte sich der Verein zum Ziel "im Rahmen dieser Aufgabe der Verdrängung des Todes aus dem Bewußtsein der Bewohner der Hansestadt" entgegen zu wirken und auf die "Geschichte der Hamburger Sepulkralkultur aufmerksam" zu machen.
In den zwanzig Jahren seines Bestehens hat unser Verein auf vielfältige Weise versucht diese selbstgestellten Ziele zu verwirklichen: Friedhofsführungen, Ausstellungen, Grabmalrestaurierungen und die Mitarbeit bei der Vermittlung von Grabmalpatenschaften,
sowie Publikationen und auch Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte haben den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. zu einer feststehenden Größe im kulturellen Leben der Hansestadt Hamburg gemacht.
Feiern werden die Vereinsmitglieder und ihre Freunde das Jubiläum im Rahmen des Tages des Friedhofes am Sonntag, 20. September 2009 in einem Zelt am Friedhofseingang. Dort hält um 13.00 Uhr der in Hamburg bekannte ehemalige Hauptpastor von St. Michaelis, Helge Adolphsen, den Festvortrag zu dem Thema "Friedhofskultur ist Lebenskultur".
Auch das Friedhofsmuseum wird geöffnet sein und passend zum Thema der aktuellen Ausgabe von "Ohlsdorf - Zeitschrift für Trauerkultur" alte und neue Friedhofsführer vorstellen.
Der Satzungstext schließt dabei "sowohl die Park- und Gartenanlagen, als auch die Werke der Grabmalkunst und solche Grabmale ein, die beispielhaft das Schaffen der Bildhauer und Steinmetze der Vergangenheit widerspiegeln. Gemäß seiner Bedeutung für die Geschichte Hamburgs soll das Hauptaugenmerk auf der Erhaltung des Gesamtkunstwerkes Hauptfriedhof Ohlsdorf liegen."
Außerdem setzte sich der Verein zum Ziel "im Rahmen dieser Aufgabe der Verdrängung des Todes aus dem Bewußtsein der Bewohner der Hansestadt" entgegen zu wirken und auf die "Geschichte der Hamburger Sepulkralkultur aufmerksam" zu machen.
In den zwanzig Jahren seines Bestehens hat unser Verein auf vielfältige Weise versucht diese selbstgestellten Ziele zu verwirklichen: Friedhofsführungen, Ausstellungen, Grabmalrestaurierungen und die Mitarbeit bei der Vermittlung von Grabmalpatenschaften,
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Grabmal Lehmkuhl (Foto Leisner) |
sowie Publikationen und auch Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte haben den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. zu einer feststehenden Größe im kulturellen Leben der Hansestadt Hamburg gemacht.
Feiern werden die Vereinsmitglieder und ihre Freunde das Jubiläum im Rahmen des Tages des Friedhofes am Sonntag, 20. September 2009 in einem Zelt am Friedhofseingang. Dort hält um 13.00 Uhr der in Hamburg bekannte ehemalige Hauptpastor von St. Michaelis, Helge Adolphsen, den Festvortrag zu dem Thema "Friedhofskultur ist Lebenskultur".
Auch das Friedhofsmuseum wird geöffnet sein und passend zum Thema der aktuellen Ausgabe von "Ohlsdorf - Zeitschrift für Trauerkultur" alte und neue Friedhofsführer vorstellen.
Freitag, 20. Februar 2009
Freunde der Friedhöfe in Leipzig
Am 1. April 2008 wurde die Paul-Benndorf-Gesellschaft zu Leipzig e.V. gegründet, die inzwischen schon hundert Mitglieder hat. Der junge Verein hat das Ziel historische Friedhofsanlagen mit ihren Grabmälern zu fördern, wobei der Erhalt des Leipziger Südfriedhofes als Flächendenkmal im Mittelpunkt steht. Inzwischen hat der Verein im ehemaligen Pförtnergebäude am Osteingang des Südfriedhofes sogar eigene Räume bekommen. Dort sind künftig auch Ausstellungen geplant. Zur Zeit kann man schon die unten abgebildete Spendenpostkarte dort erwerben. Eine weitere Postkarte mit dem Eintrittsformular in den Verein zeigt die historische Ansicht des Feierhallenkomplexes vom Südfriedhof.
Vor kurzem hat sich dem Verein auch eine schon vorher bestehende Arbeitsgruppe Trauerkultur angeschlossen, so dass man sich nicht nur um Erhaltung und Pflege der Leipziger Friedhöfe mit ihren Grabmalen kümmert, sondern auch individuelle Beratungsgespräche über Bestattung, Grabstättenerwerb und -gestaltung, sowie Trauerbewältigung anbieten kann.
Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe Medien gegründet, um die stadtgeschichtlich und kunsthistorisch bedeutsamen Grabmäler und Kunstwerke auf den Leipziger Friedhöfen zu dokumentieren, zu hervorragenden Persönlichkeiten der Leipziger Stadtgeschichte Publikationen zu erarbeiten und neue Forschungsergebnisse zur Geschichte des Leipziger Begräbniswesens zu veröffentlichen. Zugleich werden die eigenen Restaurierungsprojekte dokumentiert und Materialien für das Internet , Vorträge und Friedhofsführungen aufgearbeitet.
Am 8. März 2009 plant der Verein eine Vortragsveranstaltung zu Ehren seines Namensgebers Paul Benndorf, dessen 150. Geburtstag auf den 9. März fällt. Paul Benndorf war Lehrer und arbeitete auf den Gebieten der Volkskunde, Heimatkunde und Urgeschichte wissenschaftlich. Er unternahm zahlreiche Reisen und arbeitete die Leipziger Stadtgeschichte auf. 1922 veröffentlichte er seine Forschungsergebnisse in dem Buch „Der Alte Johannisfriedhof in Leipzig“, das noch heute als Standardwerk gilt. Da der 150. Geburtstag des ersten Direktors des Südfriedhofes auf den 10.März fällt, soll dieser gleichzeitig mit Benndorf gewürdigt werden.
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