Dienstag, 28. Juli 2009

Zwanzig Jahre Förderkreis Ohlsdorf

Am 29. August jährt sich zum zwanzigsten Mal jener Tag, an dem eine Handvoll Ohlsdorf-Enthusiasten einen Verein gründete, der die "Erhaltung und Pflege historischer Friedhofsanlagen mit ihren Grabmalen in Hamburg fördern und unterstützen sollte", wie es in seiner Satzung noch heute heißt.

Der Satzungstext schließt dabei "sowohl die Park- und Gartenanlagen, als auch die Werke der Grabmalkunst und solche Grabmale ein, die beispielhaft das Schaffen der Bildhauer und Steinmetze der Vergangenheit widerspiegeln. Gemäß seiner Bedeutung für die Geschichte Hamburgs soll das Hauptaugenmerk auf der Erhaltung des Gesamtkunstwerkes Hauptfriedhof Ohlsdorf liegen."

Außerdem setzte sich der Verein zum Ziel "im Rahmen dieser Aufgabe der Verdrängung des Todes aus dem Bewußtsein der Bewohner der Hansestadt" entgegen zu wirken und auf die "Geschichte der Hamburger Sepulkralkultur aufmerksam" zu machen.

In den zwanzig Jahren seines Bestehens hat unser Verein auf vielfältige Weise versucht diese selbstgestellten Ziele zu verwirklichen: Friedhofsführungen, Ausstellungen, Grabmalrestaurierungen und die Mitarbeit bei der Vermittlung von Grabmalpatenschaften,

Grabmal Lehmkuhl (Foto Leisner)

sowie Publikationen und auch Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte haben den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. zu einer feststehenden Größe im kulturellen Leben der Hansestadt Hamburg gemacht.

Feiern werden die Vereinsmitglieder und ihre Freunde das Jubiläum im Rahmen des Tages des Friedhofes am Sonntag, 20. September 2009 in einem Zelt am Friedhofseingang. Dort hält um 13.00 Uhr der in Hamburg bekannte ehemalige Hauptpastor von St. Michaelis, Helge Adolphsen, den Festvortrag zu dem Thema "Friedhofskultur ist Lebenskultur".

Auch das Friedhofsmuseum wird geöffnet sein und passend zum Thema der aktuellen Ausgabe von "Ohlsdorf - Zeitschrift für Trauerkultur" alte und neue Friedhofsführer vorstellen.

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