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Freitag, 31. Oktober 2025

Halloween

 Zu Halloween verlinke ich mal wieder auf einen frühen Zeichentrickfilm, der die spätere Verfilmung des uralten Stoffes vom Geisterhaus oder -schloss in Mickey-Mouse-Art vorwegnimmt. Mal wieder schreibe ich, weil in diesem Blog auch der großartige "skeleton-dance" von Walt Disney zu finden ist.  

Walt Disney Looney Tunes - The Haunted House (1929), by Walt Disney, Jack King 

Das Original stammt von der - von mir sehr geschätzten - amerikanischen Plattform  "archive org" (https://archive.org/details/looneytunesmickey7), die prall mit interessanten Büchern, Filmen, Musikstücken und Audioaufnahmen gefüllt ist. 

Donnerstag, 31. Oktober 2024

All Hallow's Eve

Mein Bild zu Halloween kommt diesmal aus einem städtischen Vorort im norddeutschen Raum. Dort bin ich vor einigen Tagen an einer ganzen Reihe von Häusern vorbeigekommen, deren Türen und Vorgärten von den Bewohnern für das "Tote-Seelen-Fest" geschmückt waren.



Dienstag, 31. Oktober 2023

Hungergeister und Obon - Totengeister in Japan

Hungergeister (2. Teil der Hungergeister-Rolle im Kyoto National Museum, Quelle)
Seit den 1990er Jahren verbreiten sich die Bräuche zu Halloween, die in Nordamerika zuhause sind, auch bei uns. Hier im Blog nehme ich das Datum gern zum Anlass für einen Blick auf die Geisterwelt. Vor einiger Zeit bin ich auf das traditionelle buddhistische Fest zur Errettung der Seelen der verstorbenen Ahnen in Japan aufmerksam geworden, das "Obon" (auch "O-bon" oder nur "Bon") heißt und - wie auf Wikipedia zu lesen ist - "neben der spirituellen Zusammenführung der Familienmitglieder zwischen Jenseits und Diesseits, auch als Anlass für Familientreffen" dient.

Das Fest dauert traditionell drei Tage und findet im Juli bzw. August statt. Es ist mit einem Tanz-Festival verbunden. Die Tänze werden von der Vision eines Jüngers von Buddha abgeleitet. 

Dieser sah seine verstorbene Mutter im „Königreich der hungrigen Geister“ und fragte entsetzt seinen Meister, wie er seine Mutter daraus befreien könne. 

Hungergeister (gaki) sind spindeldürre Wesen mit dicken Bäuchen, die der Karma-Theorie zufolge in früheren Leben zu gierig waren. Zur Strafe sind sie beständig hungrig und durstig, doch durch ihren dünnen Hals können sie nicht viel essen. Sie ernähren sich von allem, was Ekel erregt, und werden von anderen Geistern gequält. 

Die Antwort Buddhas war, dass er ein großes Fest für die letzten sieben Generationen der Verstorbenen ausrichten solle. So konnte er seine Mutter befreien und tanzte vor Freude.

Sonntag, 30. Oktober 2022

Halloween

Halloween naht und es ist Zeit einmal wieder die Geister der Toten hervorzurufen. Diesmal geht es hier um die Geisterfotografie. Das heißt um Fotos, auf denen Geistererscheinungen abgelichtet sind. Neben den Geistern werden natürlich auch noch andere Formen des Übernatürlichen abgebildet, z. B. Ektoplasma oder Materialisationsphänomene. Mehr darüber nachlesen kann man nicht nur auf Wikipedia, sondern auch im "Großen Lexikon zur Bestattungs- und Friedhofskultur - Wörterbuch zur Sepulkralkultur, Bd. 4, Medienkultureller Teil: Von Absurdes Theater bis Zombie" unter dem Stichwort Geisterfotografie.

"Der Mörder sieht den ermordeten Unschuldigen" (1729) (Quelle)
Vorläufer findet man bereits im 17. und 18. Jahrhundert in jenen Kupferstichen, die Begegnungen mit Gespenstern, Engeln und Teufeln darstellen, wie z.B. auf dem Stich von I. V. Gucht mit dem Titel „Der Mörder sieht den ermordeten Unschuldigen deutlich vor seinen Augen“ (1729), der "Universalgeschichte der Geistererscheinungen" von Daniel Defoes (alias Andrew Moreton) zu finden ist. 

Und natürlich gibt es noch ältere Darstellungen von - besonders häufig bösen - Geistern, ist doch z.B. die Bibel voll von ihren Austreibungen durch Jesus Christus.

Die Geisterfotografie konnte aber erst enstehen, als sich die fotografische Technik weit genug entwickelt hatte und als der Spiritismus zu einer Massenbewegung wurde. Verbunden war ihr Aufkommen einerseits mit dem Nimbus des Übernatürlichen, der mit den frühen Fotografien verbunden war, und andererseits der Vorstellung, dass das neue Medium die Realität und nichts als die Realität abbildete.  

Als Begründer dieser Art von Fotografie gilt der Graveur William H. Mumler. Er wurde 1861 durch einen technischen Fehler darauf aufmerksam, dass durch lange Belichtungszeiten oder versehentliche Wiederverwendung von nicht gereinigten Fotoplatten "Schattenbilder" auf Fotografien erscheinen konnten, und inszenierte normale Porträts, in denen der Geist neben oder hinter dem Abgebildeten erscheint. Damit wurde der Glaube unterstützt, dass die Seelen der Toten den Lebenden nahe bleiben. Mumler eröffnete 1869 ein Geisterfoto-Studio in New York. Ein Bericht über diese Art der Fotgrafie erschien 1862 in der Regensburger Zeitung. Schon in aus diesem Text lässt sich eine gewisse Skepsis herauslesen.


Hier eines der Fotos, die von Mumler erhalten sind: Es zeigt Moses A. Dow, den Herausgeber des Waverley Magazine, mit dem Geist von Mabel Warren (um 1871) (Quelle)

Ab den 1880er Jahren wurden dann immer mehr Geisterfotografen als Betrüger überführt. Und die Fotografen selbst machten sich über die Geisterfotografie lustig, wie z.B. in dem Bildband „Eine Geistersoirée“ von Jacoby-Harms (1886), der leider noch nicht digitalisiert ist.


Samstag, 31. Oktober 2020

Halloween

Im Museum für Sepulkralkultur ist unter vielen anderen interessanten Dingen auch ein Ausschnitt aus einer der Silly Symphonies von Walt Disney zu sehen - natürlich der "skeleton dance"! Ich kannte bisher nur diesen kurzen Ausschnitt. Deshalb hier zu Halloween der "skeleton dance", der natürlich auf einem Friedhof spielt und hoffentlich den Friedhofsfreunden gefällt.

Und hier der Link zum Film auf der Seite von "archive.org" 

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Halloween

Dieses Foto habe ich vor zwei Monaten in einer Fußgängerzone gemacht. Da warf das "Fest" sozusagen schon seine Schatten voraus. Und jetzt hat gestern das mit dem "Planen" der Veröffentlichung in den Post-Einstellungen von Google-Blogspot wieder mal nicht richtig funktioniert, deswegen kommen die Skelette einen Tag zu spät!
Halloween


Montag, 31. Oktober 2016

Totentanz zu Halloween

Diesmal zu Halloween ein wunderbarer Film "Danse macabre" von Camille Saint-Saëns. Sein Op. 40 ist eine symphonische Dichtung, die ursprünglich als Kunstlied mit Klavierbegleitung nach dem Gedicht von Henri Cazalis erschien (1872).  Das Gedicht heißt "Égalité-Fraternité" und spielt damit in seinem Titel auf die historischen Totentänze des späten Mittelalters an. Es stammt aus den "Heures Sombres", dem vierten Teil seiner Sammlung L'Illusion.


Freitag, 31. Oktober 2014

Jedes Jahr wieder - Halloween

Offene Särge im fürstlichen Mausoleum, Putbus auf Rügen
(Foto Leisner 2014)
Historische Friedhöfe haben ja eigentlich ganz viel mit dem Fest von Allerheiligen und Allerseelen zu tun, das die katholischen Christen in aller Welt am 1. und 2. November begehen. Die Kirche feiert am 2. November das Gedächtnis ihrer Verstorbenen, also aller toten Seelen. Und deren ehemalige Körper befinden sich schließlich in der geweihten Erde der Kirch- und Friedhöfe. In katholischen Gegenden werden die Gräber geschmückt und es werden dort Lichter angezündet. Fürbitte, Almosen, Friedhofsgänge und natürlich die Segnung der Gräber gehören kirchlicherseits dazu.

Aber wir leben in einer sich schnell wandelnden Kultur. Früher bekam ich hier im protestantischen Norden wenig von diesem katholischen Brauchtum mit, denn hier wird der Toten erst am "Ewigkeitssonntag", der früher einfach Totensonntag hieß, gedacht. (Sprachlich soll selbst an diesem Tag der Tod vermieden werden, ein Widerspruch in sich oder?) Inzwischen schwappt seit zwei oder drei Jahrzehnten katholisches Brauchtum aus den USA zu uns herüber und beginnt unsere Kultur am 31. Oktober zu bestimmen. Es wird zu Halloween-Parties eingeladen. Dazu verkleidet man sich als Toter, Untoter, Vogelscheuche oder in anderer möglichst morbider oder geisterhafter Form. Selbst beim Bezahlen eben im Supermarkt hatten sich die Kassiererinnen entsprechende Kopfbedeckungen aufgesetzt. Jetzt nach Einbruch der Dunkelheit warte ich auf die Kindergruppen, die Süßes verlangen und sonst Saures versprechen.
Da sind sie schon, die kleinen Geister vor meiner Haustür
(Foto Leisner 2014)

Und selbst ich übernehme mit Vergnügen einen Tweet mit Bildern von echten Geisterhäusern, der mir heute auf Twitter gut gefallen hat, und den ich gleich hier noch einmal veröffentliche:  @Miss_Macabre: An American horror story: 'real' haunted houses – in pictures | The Guardian http://buff.ly/1sQ0C66.
Verfall und die Vergänglichkeit werden in diesen Bildern sichtbar und zugleich kommt die Frage auf: Was stecken wohl für Geschichten hinter all den verlassenen Räumen und den aufgefundenen Skeletten?