Montag, 31. Oktober 2016

Totentanz zu Halloween

Diesmal zu Halloween ein wunderbarer Film "Danse macabre" von Camille Saint-Saëns. Sein Op. 40 ist eine symphonische Dichtung, die ursprünglich als Kunstlied mit Klavierbegleitung nach dem Gedicht von Henri Cazalis erschien (1872).  Das Gedicht heißt "Égalité-Fraternité" und spielt damit in seinem Titel auf die historischen Totentänze des späten Mittelalters an. Es stammt aus den "Heures Sombres", dem vierten Teil seiner Sammlung L'Illusion.




Hier folgt meine deutsche Übersetzung:

Gleichheit - Brüderlichkeit

Zig und zig und zag, kreischend pocht derTod
Mit seiner Hacke auf ein Grab,
Um Mitternacht spielt er mit seiner Geige
Auf zum Tanz, zig und zig und zag.

Der Winterwind weht, und die Nacht ist dunkel,
Aus den Linden ertöhnt ein Stöhnen,
Weiße Skelette wandeln durch die Schatten
in großen Leichenhemden laufen sie und springen.

Zig und zig und zag, sie wiegen sich in den Hüften,
Die Knochen hört man klappern,
Lasziv lässt ein Paar nieder auf dem Moos,
Als ob sie von den alten Süßigkeiten kosten.

Zig und zig und zag, endlos kratzt der Tod
auf seinem schrillen Instrument.
Ein Schleier ist gefallen! Die Tänzerin ist nackt!
wie liebevoll ihr Partner sie umarmt.

Die Dame, heißt es, sei Marquise oder Baroness.
Und der grüne Galan ein armer Stellmacher - welch Schreck!
Sie hat sich aufgegeben,
Als ob der Flegel ein Baron wäre!

Zig und zig und zig, was für Sarabande!
Welche Kreise von Toten geben sich die Hand!
Zig und zig und zag, man sieht in der Schar
den König vor dem Schurken springen!

Aber psst! Plötzlich, die Runde löst sich auf,
Man drängt sich, man flieht, der Hahnschrei!
Oh! Die schöne Nacht für die arme Welt!
Es lebe der Tod und die Gleichheit!













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