Freitag, 15. August 2014

Ein buntes Jubiläumsprogramm für den Waldfriedhof in Darmstadt

Flyer zum Jubiläum des
Waldfriedhofs (Quelle)
Der Waldfriedhof in Darmstadt besteht in diesem Jahr seit hundert Jahren. Dazu hat man ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das in einem eigenen Flyer veröffentlicht ist. Die Jubiläumsfeierlichkeiten sind schon im Mai offiziell eröffnet worden und laufen noch bis zum 2. November 2014.

Liest man das Programm durch, so fallen die besonders zahlreichen und vielfältigen Aktionen auf, die in diesem Jahr in Darmstadt auf dem Friedhof angeboten werden. Der Schwerpunkt liegt auf Ausstellungen, Lesungen und Führungen mit künstlerischem, interkulturellem und kindgerechtem Hintergrund, aber auch Gottesdienste, Theaterstücke und Musik werden auf dem Friedhof stattfinden. Darunter sind viele Aktionen, die Kinder an das Thema Tod heranführen sollen. Für die Sommerferien sind sogar Ferienspiele zu verschiedenen Themen angesetzt.

Am Programm beteiligt sind verschiedene Ämter der Stadt, sowie Einrichtungen, Vereine und Betriebe, die jeweils in eigener Regie für die Umsestzung sorgen. Mit allen Programmpunkten will man das Interesse am Thema Friedhof, Trauer und Tod wecken und "den Waldfriedhof als ein architektonisches Juwel stärker ins Bewusstsein rücken“, wie es auf der Internetseite zum Jubiläum heißt.

Außerdem hat am zur Eröffnung des Jubiläumsjahres im ehemaligen Verwalterhaus des Friedhofs ein neues Café eröffnet, das vom Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen als Inklusionsprojekt betrieben wird.

Besonders interessant scheint mir an dem Programm die interaktive Ausstellung mit dem rätselhaften Titel „leben aus gestorben“, die man in den Trauerhallen des Friedhofs im wahrsten Sinne des Wortes "erleben" kann. Die Ausstellung wird nähmlich als theatrale Veranstaltung von Schauspielern bespielt, die sozusagen durch die Hallen und auch die Kellerräume führen. Damit sollen Gegenakzente zur gesellschaftlichen Tabuisierung des Todes gesetzt werden. Mit "morbidem Charme" wollen die Macher dazu anregen, eigene Wege im Umgang mit Abschied und Trauer zu finden. Eine ausführlichere Beschreibung kann man hier lesen. Ab dem 14. September wird die Ausstellung an Sonntagen ohne theatral-interaktive Führung von 11-16 Uhr geöffnet sein. Will man sie theatral erleben, kann man hier einen Termin buchen und hier den Flyer der Ausstellung ansehen.

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