Montag, 13. Oktober 2008

Auszeichnung "LEBENSZEICHEN" 2008

Nachdem im letzten Jahr der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. stellvertretend für die Arbeit der Friedhofsvereine mit der Auszeichnung Lebenszeichen von der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. in Kassel geehrt wurde, wird die mit 1.500,- € dotierte Auszeichnung in diesem Jahr zu gleichen Teilen Eike Schmalz in Quedlingburg und Horst Kranich in Görlitz verliehen, die sich beide mit großem Einsatz und Engagement den Erhalt historischer Friedhöfe zur Aufgabe gemacht haben. Die feierliche Verleihung der Auszeichnung findet am Sonntag, den 9. November, um 11:30 Uhr im Museum für Sepulkralkultur in Kassel statt.

Dem schon immer großen Interesse von Eike Schmalz für die Kultur und die Geschichte seiner Heimat ist es zu verdanken, das der Wiperti-Friedhof in Quedlingburg nicht nur erhalten, sondern auch heute wieder für Bestattungen genutzt wird. Dieser Friedhof, um 1530 angelegt, gehört mit seiner terrassenförmigen Anlage und den darin angelegten 60 Grufthäusern nicht nur zu den kulturhistorisch bedeutendsten Friedhöfen der frühen Reformationszeit, sondern es gab auch einmal, noch zu DDR-Zeiten, den Plan, an seiner Stelle einen Parkplatz anzulegen. Nicht zuletzt dem Engagement von Eike Schmalz ist es zu verdanken, dass der Friedhof bewahrt blieb.

In Görlitz dagegen wäre der Verfall des um 1100 erstmals erwähnten Nikolai-Friedhofs mit seinen 400 Grabstätten - vorwiegend im Barockstil - immer weiter fortgeschritten, wenn Horst Kranich sich dem nicht entgegen gestellt hätte. Inzwischen. da nun die Denkmalschützer alles daran setzen Grabmale und Grufthäuser zu erhalten und zu restaurieren, ist die Pflege der wertvollen Grabsteine, ihre Dokumentation und die Erfassung ihrer Inschriften zu einem seiner Haupanliegen geworden.


In gewisser Weise stehen damit Eike Schmalz und Horst Kranich stellvertretend für manche Menschen, die in der ehemaligen DDR ähnliches geleistet haben. So soll Lebenszeichen 2008 auch darauf hinweisen, dass dieses Engagement heute kaum weniger wichtig ist als vor Jahrzehnten, wie in der Pressemitteilung der AFD betont wird, aus der diese Informationen entnommen sind.

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