Dienstag, 28. April 2015

Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland - eine neue Datenbank

Website der Datenbank für Sowjetische
Kriegsgräberstätten in Deutschland
Vor wenigen Tagen wurde in der russischen Botschaft in Berlin der Link zu einem neuen Internetportal feierlich eröffnet. Auf www.sowjetische-memoriale.de ist eine Datenbank von über 4100 Orten in Deutschland zu finden, an denen Russinnen und Russen, aber auch Vertreter anderer Unionsrepubliken begraben sind. Rund 650.000 russische bzw. sowjetische Bürgerinnen und Bürger sind während der beiden Weltkriege als Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter oder im Kampf auf deutschem Boden ums Leben gekommen. Die genaue Zahl weiß man aber nicht. Mit der neuen Datenbank wird die Erforschung Opferzahl und das Auffinden jedes einzelnen Grabes wesentlich einfacher werden.

Natürlich ist dieser Datenbank eine mehrjährige Projektarbeit vorangegangen. Sie wurde im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst begonnen und soll dazu beitragen die Erinnerung an Krieg und Gewalt lebendig zu erhalten oder sie überhaupt erst möglich zu machen. Einbezogen wurden nicht nur die Grabstätten russischer Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs, sondern auch die der nach Kriegsende in Ostdeutschland stationierten sowjetischen Truppen. Das Projekt wurde durch Erkenntnisse des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und mehr als 200 weiterer institutioneller und gesellschaftlicher Vereine und Organisationen sowie durch Hinweise vieler privater und ehrenamtlicher Einzelpersonen unterstützt. 

Die neue Datenbank im Internet wird von dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und dem Büro für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, Botschaft der Russischen Föderation getragen und ist zweisprachig (Deutsch und Russisch). 

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