Dadurch, dass die Abdeckung der Kuppel schon seit Jahrzehnten nicht mehr vorhanden ist und nur zeitweise durch eine Plane verhindert wurde, dass Regenwasser in die Kuppel eindringt und die Eisenarmierung im Beton rosten lässt, rottet das Gebäude schon lange vor sich. Putz fällt von der Decke und aufgrund von Einsturzgefahr wurde darf der Innenraum nicht mehr betreten werden.
Vor fünfzehn Jahren kam schon einmal dann Hoffnung auf, dass das Gebäude gerettet werden könnte. Der Hamburger Kulturinvestor Klaus Martin Kretschmer übernahm das Objekt in Patenschaft und wollte es sanieren lassen. Doch er kam in finanzielle Schwierigkeiten, so dass ihm schließlich die Patenschaft wieder aberkannt wurde.
Vor einem Jahr gab das Hamburger Denkmalschutzamt bekannt, dass eine kurzfristige Sicherung durch Bundes- und Friedhofsmittel vorgesehen sei. Jetzt ist die endgültige Zusage der notwendigen Mittel durch die Bundesrepublik Deutschland gekommen. Damit soll das Mausoleum so schnell wie möglich ein Schutzdach bekommen, um es endlich vor den witterungsbedingten Einflüssen zu bewahren und weitere Arbeiten vor Ort zu ermöglichen. Die Kosten für dieses "schwebende Schutzdach" mit extensiver Begrünung und die Sanierung des Innenraums werden mit 18 Millionen Euro angegeben. Das Geld kommt je zur Hälfte vom Bund und vom Hamburger Staat.
Fotos: Marianne Didié 2006