Nachdem die transmortale im letzten Jahre wegen der Pandemie ganz abgesagt wurde, wird jezt die zehnte Ausgabe online nachgeholt. Das ist zwar ein Jubiläum, aber leider gibt es ja in diesen Zeiten keine Möglichkeit sich in Kassel zu treffen und zu feiern. Immerhin kann man sich zu der Online-Ausgabe einfach vom heimischen PC aus zuschalten und das feiere ich persönlich, weil es eine großartige Möglichkeit für mich ist, endlich einmal wieder dabei zu sein.
Veranstalter ist der schon bekannte Arbeitskreis transmortale X des Museums für Sepulkralkultur und der Universität Hamburg. Die Veranstaltung wird mit der Tagungssoftware Webex durchgeführt. Der Beitrag für die Online-Teilnahme beträgt 15,– Euro. Man kann sich noch bis bis zum 24. 3. 2021 über den Internetauftritt des Museums für Sepulkralkultur oder direkt bei Ines Niedermeyer (E-Mail: niedermeyer@sepulkralmuseum.de, Tel.: 0561 91893-40) anmelden.
Über die vergangenen Tagungen habe ich mehrfach in diesem Blog berichtet und auch auf der Homepage des Museums für Sepulkralkultur können die Programme und Tagungsberichte der früheren transmortale-Veranstaltungen eingesehen werden.
Hier das Programm der transmortale X online 2021:
Samstag, 6. März 2021
transmortale X online - Neue Forschungen zum Thema Tod
Mittwoch, 3. März 2021
Pflanzen leben auf - auf Friedhöfen (Update zur Biodiversität auf Friedhöfen)
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Breitblättrige Stendelwurz |
Bei ihrer Untersuchung hat die Botanikerin alles aufgenommen, was "von alleine gekommen ist", als nicht die Bepflanzung der Gräber oder die Plätze, die von den Friedhofsgärtnern betreut werden. Ihre Ergebnisse hält sie für übertragbar auf dasn ganze Ruhrgebiet. Und damit ist auch die Empfehlung klar: Die Friedhöfe müssen - auch wenn in immer größeren Flächen dort niemand mehr bestattet wird, unbedingt in Ruhe gelassen werden. Sie sind wichtig für die Pflanzen und die Tiere, für Kleinklima, Wasserhaushalt, C02-Speicherung und auch für die Naherholung in unseren immer dichter bebauten Städten. Sie sind für die biologische Vielfalt auch in Deutschland unersetzbare Lebensräume. Dort haben sich seltene Pflanzenarten gehalten, gerade weil diese Orte so lange unbebaut und nicht landwirtschaftlich genutzt und auch nicht gedüngt oder anders gärtnerisch behandelt werden.
Und nicht nur seltene Pflanzen hat die Botanikerin auf den Friedhöfen gefunden, auch die Tierwelt auf den Friedhöfen soll in Mühlheim untersucht werden. Denn sie hat u.a. die Blauflügelige Ödlandschrecke gesichtet und ihr fiel vor allem der Reichtum an Wildbienen auf, die besonders gefährdet sind.
Der oben genannte Artikel stammt aus der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Aus der Region, vom Dienstag, 17 . November 2020
Literatur: C. Buch, P. Keil,(2020): Friedhöfe tragen zur urbanen Biodiversität bei. Ergebnisse einer floristischen Kartierung in Mülheim an der Ruhr, in: Natur in NRW 45 (2), S. 22-27.
Bildnachweis: Von Ivar Leidus - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94961164