Donnerstag, 16. April 2009

Erfolg einer Bürgerinitiative

Im November 2007 berichtete ich in diesem Blog über die Bürgerinitiative "Friedhof an der Heinrich-Roller-Straße" in Berlin. Dieser Friedhof gehört zu den historischen Friedhöfen am Prenzlauer Berg und die Kirchengemeinde, in deren Besitz er sich befand, plante eine Teilfläche davon zu verkaufen. Die Anwohner wehrten sich phantasievoll dagegen.

Wesentlich früher hatte sich eine kirchliche Arbeitsgruppe Friedhof gebildet. Eine Bestandsaufnahme der historischen Friedhöfe wurde durchgeführt. Dabei wurden sowohl die Investitionen für Baumaßnahmen, wie die wirtschaftliche Lage und die in Zukunft benötigten Friedhofsflächen untersucht. Das Ergebnis war am 1. Februar 2009 die Bildung des evangelischen Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte. Er ist jetzt auch für die Verwaltung des Friedhofes an der Rollerstraße - der offizielle Name lautet: Neuer Friedhof St. Nikolai und St. Marien - verantwortlich.

Nach den Bürgerprotesten hatte der zuständige Bezirk Pankow ein Bauleitplanverfahren eingeleitet. Es sieht vor die umstrittene Fläche als Grünfläche auszuweisen, so dass sie auf keinen Fall bebaut werden kann und damit nicht mehr lukrativ als Bauland zu verkaufen wäre.

Jetzt sollen die sehr vernachlässigten und verwilderten Friedhofsflächen saniert und restauriert und neue Ideen umgesetzt werden wie zum Beispiel ein Friedhofscafé. Pfarrer Jürgen Quandt - der Geschäftsführer des neuen Verbandes - will, dass die Friedhöfe wieder zu Orten christlicher Begräbniskultur werden und eine Alternative zur anonymen Urnenbestattung bieten.

Diese Informationen sind zum größten Teil einem längeren Artikel über die Zukunft der historischen Friedhöfe am Prenzlauer Berg entnommen, der in diesem Monat in der Zeitschrift Friedhofskultur erschienen ist. Die BI - Rollerfriedhof hat sich seit dem letzten Jahr wieder aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

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