Montag, 18. März 2013

Neues Restaurierungsprojekt auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden

Im Mai 2013 beginnt auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden ein Projekt mit dem schwer konservierbare und stark umweltgeschädigte Sandsteindenkmale mit dem sogenannten VKF-Verfahren gefestigt und die Risiken dieses Verfahrens geomechanisch simuliert werden sollen. Das Projekt hat eine Laufzeit von eineinhalb Jahren und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Das VKF-Verfahren (Vakuum-Kreislauf-Festigungsverfahren nach Patent Vujasin) bedeutet, dass das zu behandelnde Objekt luftdicht in lösungsmittelresistente Folien eingeschweißt wird. Dann  wird die Luft mit einer Vakuumpumpe aus dem Foliensack gepumpt und das geeignete Festigungsmittel zugeführt. Theoretisch verteilt es sich sofort gleichmäßig und tiefreichend im Stein.

Wenn das Verfahren bei den Grabmalen erfolgreich ist, erwarten die Dresdener eine 'Musterlösung' für umweltgeschädigte Kleindenkmale aus Cottaer Sandstein. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Firma Atelier Pummer. Dabei soll das Verfahren erstmals an einem barocken Grabmal aus Cottaer Sandstein  angewandt und seine Wirkung detailliert naturwissenschaftlich überprüft werden. Tatsächlich ist dieses Verfahren offenbar nicht umunstritten und bedarf der Prüfung, denn frühere Kunstharztränkungen haben bei Plastiken auch schon mehr Schaden als Nutzen gestiftet.




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