Donnerstag, 15. September 2016

„Raum für Erinnerung“ - Tag des Friedhofs 2016


Grabmal des Unternehmers August Borsig,
Berlin, Dorotheenstädtischer Friedhof
(Foto Leisner 2015)
Am 17. oder 18.9.2016 wird wieder der bundesweit der Tag des Friedhofs begangen.

Flyer zum Berliner Tag des Friedhof 
Programm des Berliner Tag des Friedhofs
Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte richtet den Tag des Friedhofs am Sonntag, 18.9.2016, für alle Berliner Friedhöfe auf den Friedhöfen in der Kreuzberger Bergmannstraße aus. Schirmherr der Aktion ist Christian Stäblein, Propst der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. In der Pressemitteilung heißt es dazu: "Nach der Eröffnungsveranstaltung in der Kapelle des Friedrichswerderschen Friedhofs folgen Vorträge und ein Kinderprogramm mit Friedhofsrallye und Memory-Basteln. Erwachsene können bei einem literarisch-kulturgeschichtlichen Spaziergang oder einer Imkerführung über den Friedhof mitmachen oder sich bei weiteren Führungen über Symbolik und Heilkraft der Baum- und Pflanzenwelt auf Friedhöfen informieren. ... Anregungen für die Grabgestaltung bieten Mustergräber der Friedhofsgärtner und Steinmetze. Angehende Friedhofsgärtner bepflanzen während der Veranstaltung drei Gräber und geben Interessierten fachliche Auskunft. Trauerfloristik ergänzt diese Präsentation. Die Steinmetze richten eine Schauwerkstatt ein. An Ständen erfahren Besucher mehr über Bestattungsmöglichkeiten und Pflegeangebote, Hilfe und Beratung für Trauernde, Vorsorge, Dauergrabpflege sowie über Aus- und Weiterbildungsangebote für Friedhofsgärtner.

In den meisten Städten findet der Tag des Friedhofs auch dort statt. In Dresden aber will man die Menschen offenbar nicht mit dem Friedhof konfrontieren. Dort hat die Veranstaltungen auf die Freifläche hinter der Kreuzkirche in die Innenstadt verlegt und somit abseits von Friedhofsmauern verlegt. Aber natürlich werden auch dort die "Themen Friedhof, Erinnerung, Trauer und Gedenken" auf unterschiedliche Weise den Besuchern nahe gebracht. Der Gartenbau und Friedhofsgärtner sind vor Ort, dazu auch Steinmetze, eine Holzbildhauerin und ein Kunstschmied, sowie Bestatter und Mitarbeiter von Friedhofsverwaltungen. Außerdem machen auch Hospizdienste mit und zeigen den Museumskoffer „Vergiss mein nicht“, Schüler haben einen Totentanz einstudiert, es gibt einen „Baum der guten Wünsche“, einen Vortrag über „Die Vielfalt der Dresdner Friedhöfe“ und ein Open Air-Mittagsgebet. Das Literaturtheater Dresden führt das Stück „Die besten Beerdigungen der Welt“ auf, der Comedian DER TOD zeigt Ausschnitte aus seinem aktuellen Soloprogramm „Mein Leben als Tod“ und die Gothic Band „Aurago“ gibt ein Konzert.



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