Freitag, 20. September 2013

Vereinigung Historischer Friedhöfe trifft sich in Amsterdam

Seit gestern treffen sich die Mitglieder der ASCE zu ihrer Jahrestagung in Amsterdam. Leider bin ich diesmal nicht dabei, obwohl das Programm sehr vielversprechend ist. Aber man kann eben nicht alles machen ...

Immerhin kann man davon ausgehen, dass die Vorträge auf der Website der ASCE der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ich hoffe also, dass ich wenigstens diese Inhalte nachlesen kann. Aber eine Konferenz besteht ja aus deutlich mehr. Man trifft sich persönlich, redet miteinander und kommt auf neue Ideen.

Jetzt hoffe ich, dass ich nächstes Jahr an der Jahresversammlung in Barcelona teilnehmen kann.

Mittwoch, 18. September 2013

Winterprogramm des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V.

Hier ist das neue Programm der Veranstaltungen November 2013 - März 2014

Freitag, 6. September 2013

Neue Veranstaltungen mit Anja Kretschmer im September und Oktober

Anja Kretschmer ist hier ja schon durch ihre Doktorarbeit (Ja, ich arbeite mich gerade durch das dicke Buch hindurch und werde es demnächst hier noch einmal etwas ausführlicher besprechen) und ihre diversen Aktivitäten für Friedhöfe in Mecklenburg-Vorpommern bekannt. (Einfach ihren Namen ins Suchfeld des Blogs eingeben, dann werden acht Posts aufgelistet.) Gerade weist sie mich auf eine Reihe neuer Veranstaltungen für diesen Herbst hin:

Am 13.9.2013 wird es in Greifswald anlässlich der Kulturnacht stündliche Führungen unter dem Motto "Friedhofsgeflüster" auf dem Alten Friedhof geben. Sie finden von 20.30 und 23.30 Uhr  und kosten 1,- Euro.

Einen Tag später, am 14.9.2013, führt Frau Kretschmer morgens um 10 Uhr zu den Grabkapellen und Mausoleen auf dem St. Jürgen Friedhof in Stralsund. Anlass ist der Tag des Friedhofs. Wieviel die Führung kostet, habe ich nicht erfahren und schätze darum mal, dass wahrscheinlich Spenden gern genommen werden. 
Greifswald, Dom St. Nikolai 
(Foto Kretschmer)

Eine Woche darauf gibt am 21.9.2013 abends um 19 Uhr "Friedhofsgeflüster" auf dem Neuen Friedhof Rostock. In dieser abendlichen Führung wird der Umgang unserer Vorfahren mit den Themen Sterben, Tod und Trauer im Mittelpunkt stehen.

Eine besondere Veranstaltung ist die Netzwerkveranstaltung am 19.10. von 10-16 Uhr. Dabei lädt das Netzwerk Bau & Forschung zur Exkursion ein. "Mit einer 1-tägigen Exkursion nach Greifwald möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, mit einer Expertin in Sachen Sepulkralkultur und -architektur einen Blick zu werfen in die Zeit nach dem Tod. Eine Zeit, die für die Menschen früher ein noch viel größeres Mysterium war als für uns heute.", schreibt das Netzwerk dazu und fährt fort: Dr. Anja Kretschmer, die sich bereits in ihrer Doktorarbeit intensiv mit diesem Thema auseinander setzte, hat ein interessantes Programm zusammen gestellt und wird Sie an diesem Tag durch den Dom und zu den Friedhöfen und Grablegen führen."

Mittwoch, 4. September 2013

Abstimmen für den Parkfriedhof Ohlsdorf - der "schönste Garten und Park des Nordens"

Wauw: Das ist der 200. Post, den ich auf diesem Blog veröffentliche! Eigentlich ein Grund einen kleinen Rückblick einzufügen, doch wie soll man auf fünf Jahre Bloggen zurückblicken? Ich habe hier über so viele Themen, Bücher und Veranstaltungen geschrieben und dabei so viel Verschiedenes und Neues kennengelernt, dass ich darauf keinen Rückblick zusammenbekomme. 

Also schaue ich lieber nach vorn und weise hier darauf hin, dass der NDR in seiner Serie der Hitlisten derzeit die Sendung "Die schönsten Gärten und Parks des Nordens" produziert. Und da ist als einziger Friedhof ist der Parkfriedhof Ohlsdorf mit dabei. 

Aus der Verwaltung habe ich erfahren, dass ein erster Dreh bereits stattgefunden hat, der genaue Sendetermin allerdings noch nicht fest steht. 

Aber es gibt schon die Internetseite des NDR und darauf kann man abstimmen welcher Ort am schönsten ist. Also Friedhofsfreunde kommt aus euren Verstecken und stimmt für den Parkfriedhof Ohlsdorf, einen schöneren Park, in dem man mehr über Pflanzen und Bäume, über Stadtgeschichte und Menschenleben, über Vögel und Schmetterlinge und noch viel mehr erfahren kann, gibt es doch wohl gar nicht oder? (Übrigens kann man pro PC einmal in 24 Stunden abstimmen, also die Smartphones, Tablets und so weiter auch benutzen!) 

Mittwoch, 28. August 2013

Tier-Tod: Bestattungen, Friedhöfe und Grabmale für Tiere - Call for Papers

Die 13. Tagung der Reihe "Sterben, Tod und Jenseitsglaube"  in der Schwabenakademie Irsee soll sich der Bestattung von Tieren widmen, die weit in die Menschheitsgeschichte zurückreicht. Nicht nur im Alten Ägypten wurden Tiere bestattet, auch im frühen Mittelalter wurden wohlhabende und adelige Verstorbene unter anderem mit ihren Hunden beigesetzt. So heißt es im Aufruf zur aktiven Teilnahme an dieser Tagung, die im Jahr 2014 stattfinden wird. Den vollständigen Text des Aufrufs, aus dem hier zitiert wird, findet man auf der Website der Schwabenakademie.

Die 13. Konferenz der Reihe "Sterben, Tod und Jenseitsglaube" der Schwabenakademie Irsee setzt sich zum Ziel, Tierbestattungen und Tiernekropolen seit der Vor- und Frühgeschichte zu behandeln. Sie will das Thema nicht als isoliertes Phänomen erörtern, sondern in seinen vielfältigen Bezügen einerseits zur Beisetzung von Menschen, andererseits zum Wandel der Bestattungskultur im 21. Jahrhundert. 

Und da passt denn vielleicht auch eines der vielen Videos von Youtube, mit denen man vorführen kann, wie schön ein solcher Tierfriedhof heute aussieht (gepflegter als mancher historische Friedhof! ;-)) 

Für die Irseer Tagung sind noch nicht publizierte Beiträge von maximal 30 Minuten mit anschließender Diskussion von 15 Minuten vorgesehen. Thematisch wird der Fokus weit gestellt: sowohl empirische Analysen der aktuellen Trends als auch kulturhistorische Studien können berücksichtigt werden. Arbeitstitel, maximal einseitige Projektskizze und Kurzbiografie sind einzureichen bei der Schwabenakademie Irsee bis 1. September 2013. 

Das Tagungsprogramm wird Mitte September 2013 aus den vorgeschlagenen Beitragsthemen erstellt und publiziert. Die Konferenz findet statt von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Mai 2014. Eine Publikation der Tagungsergebnisse in der Reihe "Irseer Dialoge: Kultur und Wissenschaft interdisziplinär" (W. Kohlhammer Verlag) ist vorgesehen. 

Kontakt: Markwart Herzog Schwabenakademie Irsee Klosterring 4, 87660 Irsee 0049 (0)8341 906 660 0049 (0)8341 906 669 buero@schwabenakademie.de Akademiewebsite 

Montag, 26. August 2013

"Wo sie ruhen" - neue "Friedhofs-App" ist in Arbeit

Header der zukünftigen Friedhofs-App vorgestellt auf der
Pressekonferenz in Ohlsdorf am 23.8.2013 (Foto Leisner)
Bis zum Herbst 2014 soll im Netz eine neue App abrufbar sein, die - besonders jungen Leuten? - den Besuch von historischen Friedhöfen schmackhafter machen soll. Auf insgesamt 37 ausgewählten historischen Friedhöfen in 16 deutschen Bundesländern kann man sich dann vom dem Routenplaner seines Smartphone zu den wichtigsten Grabmalen leiten lassen und dort vor Ort Informationen zu der verstorbenen Persönlichkeit und seinem oder ihrem Grabmal abhören. Insgesamt 1000 Grabstätten sollen in Bild, Text und Ton sowie mit ihren GPS-Koordinaten verfügbar gemacht werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um Ehrengrabstätten, Gräber berühmter Persönlichkeiten, Grabmale mit herausragender architektonischer wie kunsthistorischer Bedeutung sowie solche mit außerordentlichen
Restaurierungsleistungen.

Grabstätte Borchert auf dem Ohlsdorfer Friedhof auf
der zukünftigen Website "Wo sie ruhen" (Foto Leisner)
Der Plan zu diesem „Leitsystem für historische Friedhöfe – Audio-virtueller Rundgang als App“ – so die offizielle Bezeichnung  – wurde maßgeblich von dem Hamburger Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse entwickelt. Er ist Berichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss und konnte so die Finanzierung des Projekts sicherstellen, das insgesamt mit einer Summe von über 500 000 Euro vom Bund gefördert wird. Der Schauspieler und Rezitator Hans-Jürgen Schatz, der zu den Ideengebern gehört, wird die Kurzporträts zu den Grabstätten lesen, die derzeit von fachlich versierten Autoren geschrieben werden - dazu gehöre auch ich und deswegen kann ich hier schon über die App berichten. Christa Ringkamp vom Büro HORTEC zeichnet für die Projektsteuerung verantwortlich. Projektträger ist die Stiftung Historische Friedhöfe in Berlin. Eine erste Probeseite der App wurde letzte Woche auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg vorgestellt, wo Hans-Jürgen Schatz u.a. meinen Text zur Grabstätte Hanssen, Laeisz, Canel und Meerwein vor Ort vorlas. 

Krsue, MdB, und Schatz bei der Textlesung mit dem Grabmal
Laeisz im Hintergrund (Foto Leisner)
Man kann die Texte aber nicht nur vor Ort hören, sondern auch die zu der App gehörende Website im Internet aufsuchen, den entsprechenden Friedhof anklicken und auf der interaktiven Karte, die Grabstätten aufsuchen und die Texte sowohl lesen wie abhören. Zurzeit ist die Website allerdings noch nicht freigeschaltet. Zusätzlich wird im Rahmen des Projektes zu jedem ausgewählten Friedhof ein Faltblatt mit Nennung und Lokalisierung der Grabstätten erstellt werden.

Donnerstag, 22. August 2013

Gruftbestattungen

Gerade ist die neue Ausgabe "Ohlsdorf - Zeitschrift für Trauerkultur" erschienen. Wie das interessante Titelbild zeigt, bilden diesmal historische Gruften mit ihren Bestattungen das Schwerpunktthema. Ich selbst habe dazu einen Beitrag mit dem Titel "Die 'Gruftfrage' und der Ohlsdorfer Friedhof" geschrieben.

Zu lesen ist unsere Zeitschrift kostenlos im Internet. Man kann sie allerdings auch beim Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. als Broschüre bestellen oder sogar abonnieren, dann erhält man sie vierteljährlich zugesandt.