Montag, 26. August 2013

"Wo sie ruhen" - neue "Friedhofs-App" ist in Arbeit

Header der zukünftigen Friedhofs-App vorgestellt auf der
Pressekonferenz in Ohlsdorf am 23.8.2013 (Foto Leisner)
Bis zum Herbst 2014 soll im Netz eine neue App abrufbar sein, die - besonders jungen Leuten? - den Besuch von historischen Friedhöfen schmackhafter machen soll. Auf insgesamt 37 ausgewählten historischen Friedhöfen in 16 deutschen Bundesländern kann man sich dann vom dem Routenplaner seines Smartphone zu den wichtigsten Grabmalen leiten lassen und dort vor Ort Informationen zu der verstorbenen Persönlichkeit und seinem oder ihrem Grabmal abhören. Insgesamt 1000 Grabstätten sollen in Bild, Text und Ton sowie mit ihren GPS-Koordinaten verfügbar gemacht werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um Ehrengrabstätten, Gräber berühmter Persönlichkeiten, Grabmale mit herausragender architektonischer wie kunsthistorischer Bedeutung sowie solche mit außerordentlichen
Restaurierungsleistungen.

Grabstätte Borchert auf dem Ohlsdorfer Friedhof auf
der zukünftigen Website "Wo sie ruhen" (Foto Leisner)
Der Plan zu diesem „Leitsystem für historische Friedhöfe – Audio-virtueller Rundgang als App“ – so die offizielle Bezeichnung  – wurde maßgeblich von dem Hamburger Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse entwickelt. Er ist Berichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss und konnte so die Finanzierung des Projekts sicherstellen, das insgesamt mit einer Summe von über 500 000 Euro vom Bund gefördert wird. Der Schauspieler und Rezitator Hans-Jürgen Schatz, der zu den Ideengebern gehört, wird die Kurzporträts zu den Grabstätten lesen, die derzeit von fachlich versierten Autoren geschrieben werden - dazu gehöre auch ich und deswegen kann ich hier schon über die App berichten. Christa Ringkamp vom Büro HORTEC zeichnet für die Projektsteuerung verantwortlich. Projektträger ist die Stiftung Historische Friedhöfe in Berlin. Eine erste Probeseite der App wurde letzte Woche auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg vorgestellt, wo Hans-Jürgen Schatz u.a. meinen Text zur Grabstätte Hanssen, Laeisz, Canel und Meerwein vor Ort vorlas. 

Krsue, MdB, und Schatz bei der Textlesung mit dem Grabmal
Laeisz im Hintergrund (Foto Leisner)
Man kann die Texte aber nicht nur vor Ort hören, sondern auch die zu der App gehörende Website im Internet aufsuchen, den entsprechenden Friedhof anklicken und auf der interaktiven Karte, die Grabstätten aufsuchen und die Texte sowohl lesen wie abhören. Zurzeit ist die Website allerdings noch nicht freigeschaltet. Zusätzlich wird im Rahmen des Projektes zu jedem ausgewählten Friedhof ein Faltblatt mit Nennung und Lokalisierung der Grabstätten erstellt werden.

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