Sonntag, 11. August 2013

Grabinschriften vom Jüdischen Friedhof Berlin-Weissensee

Herausgegeben von der
Jüdischen Gemeinde Berlin
"Hier ruht in G'tt..." nennt sich die Auswahl von Grabinschriften, die in einem schmalen gebundenen Büchlein zusammengefasst ist. Eigentlich bietet das Buch aber noch viel mehr. Es ist ein kleines Kompendium der Grabmalformen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, denn jedes Grabmale wird auf einer Doppelseite im Bild und mit dem vollständigen Text, der darauf zu lesen ist, vorgestellt. Die Grabmale sind chronologisch geordnet und so verspricht das Vorwort nicht zu viel, wenn es das Buch gleichzeitig einen Einblick in die "wechselvolle Geschichte der Berliner jüdischen Gemeinde" verspricht.
Überwucherter Grabmalsockel
mit der Inschrift "Ruhe sanft"
(Foto Regina Borgmann)

Oft sind neben den Namen auch Berufsbezeichnungen zu lesen oder Texte wie der folgende: "Dem Andenken seines Gründer und Führers Max Hirsch" (1832-1905) gewidmet vom Verband der deutschen Gewerkevereine (Hirsch-Duncker)" und unter dem Namen der ebenfalls an dieser Stelle beigesetzten Ehefrau noch den Spruch: "Sein Leben galt der Arbeit für das Volk und sein deutsches Vaterland".

Leider sind die Texte in schwarzer und weißer Schrift auf blauen Grund gedruckt, so dass man ein wenig Mühe hat sie zu lesen. Dafür entschädigen dann die klassischen Schwarz-Weiß-Fotos, die zu verschiedenen Jahreszeiten entstanden sind.

Insgesamt ein schon fast bibliophiles Büchlein, dass mit seinen Texten viel Stoff zum Nachdenken über die Endlichkeit des Lebens gibt.

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