Montag, 23. April 2012

Totenkult in Mexiko - Ausstellung im Ohlsdorfer Bestattungsforum in Hamburg


Eule aus Ton (Foto Leisner)
Seit Februar wird das Untergeschoss des neuen Bestattungsforums auf dem Ohlsdorfer Friedhof erstmals auch als Ausstellungsraum genutzt. Mit einer Präsentation von Bildern und Objekten zum Totenkult in Mexiko wurde es sozusagen eingeweiht.

Gerade in diesem lateinamerikanischen Land ist noch heute ein ganz eigene Umgangsweise mit dem Tod vorhanden, die aus einer Mischung alter einheimischer Tradition der Azteken und Maya und ihrer Überformung mit dem christlichen Glauben besteht.

Skelett beim Lesen (Foto Leisner)
In diesen kulturellen Reichtum bieten die Ausstellungsobjekte und Bilder einen Einblick. So galt zum Beispiel der Ruf der Eule in vorspanischer Zeit als Ankündigung des Todes.

Der mexikanische Künstler und Karikaturist José Guadalupe Posada inspiriert noch heute mit seinen skelettierten Figuren die mexikanische Kunst. Seine und ähnliche Bilder werden rund um den Totentag immer wieder verkauft und ausgestellt.

Denn am Totentag, dem 1. November kommen in Mexiko die Verstorbenen zu  und werden überall mit Speisen, Getränken, Weihrauch und Blumen willkommen geheißen. Auch die Gräber werden zu Allerheiligen gesäubert und mit gelben Blütenblättern geschmückt, denn diese weisen nach alter Tradition den Verstorbenen den Weg.

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. November 2012 zu sehen. Ort: Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Str. 756, Öffnungszeiten: Montag-Freitag 9-17 Uhr, Samstag und Sonntag 10-15 Uhr

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