Freitag, 8. April 2011

Neues aus Europa

Im Januar haben sich die Macher der Europäischen Friedhofsroute in Barcelona getroffen, wo sie eine gründliche Einführung in die Möglichkeiten erhielten, im Internet für ihre Ideen zu werben und dabei auch das - inzwischen ja nicht mehr ganz so neue - Web 2.0 für sich zu nutzen. Die englischen bzw. spanischen Unterlagen für diese Einführung sind hier veröffentlicht.

So ist der Fortschritt der Friedhofsroute jetzt auch auf Facebook zu verfolgen. Außerdem ist  inzwischen ein erster ausführlicher Newsletter veröffentlicht worden, in dem über die Route und ihre Ziele, die Mitglieder, den ersten Übungsworkshop, das Treffen des wissenschaftlichen Komitees und zukünftige Aktionen berichtet wird.

Am Ende dieses Newsletters steht die Information über ein neues Projekt der ASCE mit dem Titel "Remembrance in European Cemeteries/Erinnerung auf europäischen Friedhöfen", das in dem Bereich "Europe for citizens/Europa für Bürger" angesiedelt ist. Der Arbeitsplan dieses Projektes beinhaltet Trainingsaktivitäten, Führungen und Aktivitäten zum Kommunizieren und Verbreiten der Ideen. Sein Programm soll 2011 entwickelt werden, wie auf der Website der Friedhofsroute zu lesen ist.

Freitag, 25. März 2011

Der Hasefriedhof in Osnabrück

Wie in diesem Blog seinerzeit berichtet, hat der Hasefriedhof in Osnabrück 2008 sein 200jähriges Jubiläum gefeiert. Letztes Jahr nun hat der Förderkreis dieses Friedhofs einen handlichen Friedhofsführer herausgegeben, in dem sich die Geschichte dieses Ortes nachlesen lässt. Wie üblich lädt auch dieses Buch dazu ein den Friedhof selbst zu erkunden, enthält er doch auf der Rückseite einen herausklappbaren Friedhofsplan, auf dem die Lage aller im Textteil vorgestellten Grabmale mit Nummern verzeichnet ist. Die zugehörige Legende wird gleich nebenan mitgeliefert.

Mit großer Sorgfalt und viel Sachkenntnis hat der Autor Ernst Kosche in diesem Führer interessante Informationen zur Friedhofsgeschichte, zu den einzelnen Grabstätten und den dort bestatteten Persönlichkeiten zusammengetragen. Damit ermöglicht er  dem Besucher einen tiefen Einblick in die Stadtgeschichte der letzten zweihundert Jahre. Die zahlreichen Bilder geben, obwohl sie meistens sehr klein sind, einen guten Eindruck von der vielfältigen Grabmalsubstanz wieder, die sich dadurch auszeichnet, dass auch aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts eine Reihe von schlichten Steinen erhalten geblieben ist.

Allerdings muss man etwas suchen, wenn man nur zu einer einzelnen Grabstätte Informationen will: Die zugehörigen Nummern sind in dem laufenden Text kaum hervorgehoben. Man tut also gut daran, sich dem Gang dieses Führers anzuvertrauen und die Grabmale, die meist am Rand der einzelnen Friedhofsbereiche liegen,  beim Lesen zuhause im Geiste oder direkt vor Ort der Reihe nach abzuwandern. Dabei wird  auch jene Besonderheit deutlich, dass der Hasefriedhof durch seine Erweiterungen im Grunde aus sechs einzelnen Friedhöfen besteht. Die neuen Flächen wurden nämlich jeweils mit einer eigenen Mauer eingefasst, an die sich wie üblich die größeren Familien angelagert haben. Da es anfangs keine Verbindung zwischen den Teilen gab, half sich übrigens die Familie Gosling selbst und ließ hinter ihrer Grabstelle die Mauer durchbrechen, um leichter zu dem zweiten Familiengrab im neueren Friedhofsteil zu gelangen (siehe Hasefriedhof, S. 43).

Aber nicht nur historische Informationen werden gegeben, auch die Grabmäler selbst werden mit ihren Symbolen und Formen ausführlich vorgestellt, so dass der Leser zugleich einen kleinen Einblick in die sepulkrale Kulturgeschichte erhält. Insgesamt werden 87 Grabstätten so erläutert, daneben geht der Autor auch auf die Friedhofsgebäude und Kleinarchitekturen ein, so erfährt man zum Beispiel auch Näheres zu der ältesten Wageneinfahrt des Friedhofs, die mit zwei Reliefpfeilern geschmückt ist: Die zierlichen Gestalten von Thanatos und Hypnos, Tod und Schlaf, halten dort mit gesenkten Fackeln Wache und mahnen die vorübergehenden - ganz in klassizistischem Sinnen - sanft daran zu denken, dass sie Sterblich sind.

Diese Vergänglichkeit betrifft allerdings nicht nur die Menschen, sondern in diesem Falle auch den Friedhof selbst. Auf dem Hasefriedhof und dem Johannisfriedhof von Osnabrück wird seit fünfzehn Jahren nicht mehr bestattet. In vier Jahren, also 2015, werden sie entwidmet. Auch wenn sie als Parkanlagen mit Friedhofscharakter weitergeführt werden sollen, so ist es doch wichtig, dass der Förderkreis, unterstützt von den Bürgern der Stadt, dafür wirbt, dass so viel wie möglich von dem "Friedhofscharakter" und damit der einmaligen sepukralen und kulturellen Geschichte der Stadt erhalten bleibt. Und dazu ist dieser Friedhofsführer ein wichtiger Beitrag, dessen Verkaufserlös der Erhaltung und Restaurierung von Grabmalen dienen soll.

Ernst Kosche: Der Hasefriedhof. Ein Führer zu den bedeutenden Grabdenkmälern und Besonderheiten des Friedhofs. Hrsg. Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof. 106 S., viele Farbabb., 8,00 Euro. Zu erhalten beim Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof e.V., Spichernstraße 31, 49074 Osnabrück

Freitag, 25. Februar 2011

Historischer und Neuer Friedhof in Weimar - Ein Wegweiser

Das schmale Heft mit diesem Titel hat alles in sich, was man braucht, um bei einer Friedhofsbesichtigung etwas über die Grabstätten und Grabmale zu erfahren:

Die Umschlag-Innenseite enthält einen Überblicksplan über die Gesamtanlage in Weimar, die aus dem historischen Friedhof aus dem Jahr 1818 und drei neueren Teilen besteht, die an diese erste Beerdigungsfläche später nördlich und südlich angefügt worden sind. Am Anfang informiert ein kurzer Überblick über die Geschichte des Friedhofs. Dann folgt jeweils ein Einzelplan mit den Nummern jener Gräber, die mit einem knappen Text und einem kleinen Bild vorgestellt werden. Das ist alles sehr eng gedruckt, doch kann man bei dem knappen Umfang des Heftes, das ja sozusagen für die Tasche und als Führer vor Ort gedacht ist, nichts anderes erwarten. Erfreulich ist, dass alle Bilder in Farbe und einer solchen Qualität gedruckt wurden, dass man zu Hause mit einer Lupe sogar einige Einzelheiten erkennen kann.

Und der Friedhof in Weimar ist wahrlich einen Besuch wert, gehört er doch zusammen mit der Stadt zum Weltkulturerbe der Unesco und vereinigt in sich die "ganze Welt des Musenhofes, der Künstler, Gelehrten, Hofdamen und Beamten der klassischen und nachklassischen Zeit", wie der 'Arbeitskreis Weimarer Friedhofskultur' im Verein Grüne Wahlverwandt-schaften e.V. schreibt, der für die Herausgabe dieses Führers verantwortlich zeichnet. Dankenswerter Weise hat der Autor Bernd Mende am Schluss eine Literaturliste angefügt, so dass man bei Interesse leicht auf andere umfangreichere Werke zurückgreifen kann.

Mit diesem Führer unterstützt die Arbeitsgruppe übrigens zugleich die Erhaltung der Grabmale, denn der Verkaufserlös wird dank eines Sponsors in die Grabdenkmalpflege fließen.

Historischer und Neuer Friedhof in Weimar. Ein Wegweiser. Hrsg. Verein Grüne Wahlverwandschaften e.V. und sein Arbeitskreis Weimarer Friedhofskultur. Text von Bernd Mende, Bilder von Jürgen Postel. 54 S. u. zahlr. farb. Abb., Weimar 2010, Preis 5,95 Euro
Zu erhalten beim Verein. Postanschrift: Stadt Weimar, Haus II, Zi. 415, Schwanseestr. 17, 99423 Weimar.

Samstag, 19. Februar 2011

Videos von historischen Friedhöfen

Im Internet findet man nicht nur Bilder von historischen Friedhöfen und Grabsteinen, sondern inzwischen auch ein paar Videos:

Besonders interessant ist der historische Friedhof von Schlenklengsfeld, den man auf diese Weise zusammen mit dem Kenner der Anlage Karl Honikel besuchen kann. Dieser Friedhof ist wegen seiner über 200 kunstvollen Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert unter Kennern besonders berühmt. Er wurde schon 1604 eingerichtet und enthält zudem eine alte Friedhofskapelle, in Form eines achteckigen Holzgerüstbaus mit hohem, spitzem Turmhelm, von wo der Geistliche auf dem Friedhof predigen konnte.

Auch der Friedhof in Ümmingen, Bochum, ist wegen seiner alten Grabstelen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sehens- und erhaltenswert.

Einen stimmungsvollen Eindruck gibt das Video von Helmut Stach von dem Campo Santo in Buttstädt wieder, der die Grabmale in schrägem Abendlicht aufgenommen hat, so dass die Reliefs auf den barocken Grabmalen besonders gut zu erkennen sind.

Der alte Friedhof in Pirmasens und seine zu einem Kulturzentrum umgebaute ehemalige Leichenhalle stellt Franz Roth in seinem Film vor, während eine Traumfee einen Film zu den Waldgrabstätten in Halle ins Netz gestellt hat, der auf ungewöhnliche private Grabstätten in Westfalen aufmerksam macht. Sie entstanden, weil der preußische König Friedrich II. im Jahr 1771 Bürgerlichen mit eigenem Hausbesitz den Status von kleinen Grundbesitzern verlieh, mit dem auch das Privileg verbunden war eine private Familiengrabstätte anzulegen. In Halle profitierten davon 118 Personen bzw. Familien, von denen einige wenige tatsächlich eigene Waldgrabstätten anlegten. Sie sind im Naturschutzgebiet Gartnischberg und im Naturschutzgebiet Knüll-Storkenberg zu finden. Die Grabmale sind in Teutoburger Sandstein ausgeführt und daher stark verwittert. Auch der Pavillon ist in dem Video zu sehen, der früher fälschlich als Kapelle angesehen wurde.

Es gibt noch mehr Friedhofsvideos im Netz, die ich hier nicht alle aufführen kann. Wer interessiert ist, gibt z.B. bei Youtube oder einem anderen Videoportal, so wie ich es gemacht habe, einfach den Suchbegriff "Historische Friedhöfe" ein.


Donnerstag, 3. Februar 2011

Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur - Band 3 ist erschienen

Obwohl inzwischen alle drei Bände des "Großen Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur" in meinem Regal stehen, kann ich erst den dritten, vor nicht allzu langer Zeit erschienenen Band hier besprechen. Der einfache Grund dafür ist, dass der erste Band, der den volkskundlich-kulturgeschichtlichen Teil enthält, schon 2002 erschienen ist. Der zweite Band mit dem archäologisch-kunstgeschichtliche Teil kam im Jahr 2005 heraus. Beide also lange bevor ich dieses Weblog eingerichtet habe. Man merkt schon, dass es sich bei diesem Lexikon um ein umfangreiches Werk handelt, dessen vollständiges Erscheinen einen langen Zeitraum umfasst. Es ist mit dem dritten Band auch noch nicht abgeschlossen: Ein musikkundlich-literaturgeschichtlicher und ein biografisch-personenkundlicher Teil sollen noch folgen.

Obwohl inzwischen der Verlag gewechselt hat, hat man zum Glück das einmal gewählte Layout auch für den dritten Band beibehalten, so dass die Reihe optisch weiterhin einen einheitlichen Charakter hat. Inhaltlich ist für diesen Band wieder hauptsächlich Prof. Dr. Reiner Sörries, der Direktor des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur in Kassel verantwortlich, wobei Dr. Barbara Happe als ausgewiesene Kennerin der Bestattungskultur der ehemaligen DDR und Joachim Diefenbach als Jurist für die entsprechenden Artikel verantwortlich zeichnen, weitere Mitarbeiter der Kasseler Einrichtung haben Einzelbeiträge beigesteuert.

Aber worum geht es bei diesem Lexikon eigentlich? Sein Untertitel ist "Wörterbuch der Sepulkralkultur" und damit ist schon umrissen, dass dieses Buch in alphabetischer Reihenfolge Wörter erklärt, die aus den Bereichen Sterben, Tod, Bestattung und Trauer stammen. Der dritte Band wird als "Praktisch-aktueller Teil" bezeichnet. Er beginnt mit dem Stichwort "Abfallbeseitigung" und endet mit "Zwei-Felder-Wirtschaft". Natürlich liest man ein solches Wörterbuch selten von Anfang bis Ende durch. Doch wenn man zum Beispiel einmal schaut, was zum Thema Friedhöfe gesagt wird, dann findet man eine Reihe von informativen Artikeln, die von einer ausführlichen rechtlichen Begriffsdefinition des Friedhofes als Beisetzungsstätte mit Verweisen auf weitere Eintragungen zum  Friedhof als Ort der "Trauer", auf "Gräber und Grabstätten", den "Friedhofstourismus", "Naturbestattungen", "alternative Beisetzungsarten", "Zukunftsperspektiven" der Friedhöfe, "kirchliche Friedhöfe" und "Friedhofsgestaltung" zu weiteren Stichworten, wie "Friedhof als öffentlicher Grünraum" oder "berühmte Friedhöfe" reicht. Selbst "Friedhofsführungen" werden unter einem eigenen Stichwort abgehandelt.

Mit ihren zahlreichen Verweisen im Text lesen sich die Beiträge ein wenig wie eine Internetseite, auf der man interessanten Links zu anderen Seiten folgen und sich sozusagen im vielfältigen Angebot der Informationen sowohl ein wenig verlieren kann, als auch auf neue Zusammenhänge stößt, die man zuvor nicht wahrgenommen hat. Daneben - und das ist ein nicht unerheblicher Gewinn der aufwendigen und langfristigen Sammelarbeit des Autors - werden viele Begriffe durch diese Lexikonreihe zum ersten Mal eindeutig festgelegt und können so von allem am Geschehen Beteiligten in gleicher Weise benutzt werden. Selbstverständlich sollte das Lexikon also in allen Bereichen vorhanden sein, die mit Sterben und Bestatten zu tun haben. Aber auch Friedhofsfreunde, die sich ja hauptsächlich um den Erhalt historischer Bestattungsplätze kümmern, können daraus Nutzen und zahlreiche Informationen ziehen.

Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur. Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Praktisch-aktueller Teil: Von Abfallbeseitigung bis Zwei-Felder-Wirtschaft. Herausgegeben vom Zentralinstitut für Sepulkralkultur Kassel. Bearbeitet von Reiner Sörries u.a.. Frankfurt a. M. (Fachhochschulverlag) 2010, 550 S., zahlreiche schw.-w. Abb., 66,00 Euro, ISBN  978-3-940087-67-6        

Sonntag, 30. Januar 2011

Programm der Transmortale II vom 18.-19. März in Kassel


Auch für Friedhofsfreunde ist die Transmortale, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfinden wird, von Interesse, deswegen veröffentliche ich hier das ausführliche Programm. Während letztes Jahr das Treffen in Hamburg zum ersten Mal stattfand, sind dieses Jahr nicht nur die Universität Hamburg (Prof. Dr. Norbert Fischer, Anna-Maria Goetz MA, Susanne Möllers MA, Adrian Anton MA) sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal / Museum für Sepulkralkultur in Kassel (Prof. Dr. Reiner Sörries, Andreas Ströbl, Dagmar Kuhle) die Veranstalter. Der Workshop ist offen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Nachwuchsforschung. Ziel ist es, aus unterschiedlichen Disziplinen und Ansätzen neue Forschungsperspektiven in Kurzreferaten vorzustellen und in einer größeren Fachrunde zu diskutieren – so können aktuelle Fragen und Ergebnisse interdisziplinär beleuchtet und inhaltliche Gemeinsamkeiten transdisziplinär zusammengeführt werden. Die “Transmortale“ bietet darüber  hinaus eine Plattform für das Forschungsfeld Sterben, Tod und Trauer.

Programm (Änderungen vorbehalten)
Freitag, 18. März
1. Block 18 - 20:30 h
Begrüßung und Einführung
Johannes Wende: Die verweigerte Todespersonifikation in den Filmen der Final-Destination-Reihe
Anna-Livia Pfeiffer: Asche und Utopie – monumentale Urnenanlagen des 18. und 20. Jahrhunderts
Eva Burneleit: Necrologium Vitae – Digitale Räume zur Reintegration des Be-Greifbaren Todes

Sonnabend, 19. März
2. Block 10 -12 h
Begrüßung und Zusammenfassung des Vortages
Antje Mickan: Bestattungswünsche alter Menschen
Julia Jäger: Einstellungswandel zum Suizid - Untersucht am Beispiel der Sterbehilfe
Mirko Uhlig/Dagmar Hänel: „Im Sommer näher am Himmel“ – Der Wald als letzte Ruhestätte. Film über Waldbestattungen. Ein Film des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte, Buch und Regie: Mirko Uhlig, unter Mitarbeit von Dagmar Hänel, Dauer: 30 Min.

   Mittagspause 12:30 - 13:30 h

3. Block 13:30 - 15 h
Regina Ströbl und Andreas Ströbl: Projekt Gruftarchäologie –
Neuzeitliche Bestattungen des 16. - 19. Jahrhunderts
Philipp Dotschev: Zur Bestattungspraxis auf simultan genutzten Dorfkirchhöfen. Beispiele aus dem Osnabrücker Land (1648 - 1815)
Anja Kretschmer: Private Grabarchitektur auf städtischen Friedhöfen. Von der Verbürgerlichung des Mausoleums am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns (19. Jh.)

   Pause 15 - 16 h

4. Block 16 - 18 h
Stephan Hadraschek: Geschichte des Bestattungswesens in Berlin
Antje Kahl: Das Unternehmen Bestattung – Der Tod als Vermarktungsobjekt
Frank Thieme: Die feinen Unterschiede – soziale Ungleichheit über den Tod hinaus Neue Vielfalt der Bestattungskultur in der individualisierten Gesellschaft
Abschlussdiskussion 

Datum: 18. März 2011 18 h bis 19. März 2011 18 h
Ort: Museum für Sepulkralkultur, Kassel, Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel
Anmeldeschluss: 13.3.2011
Teilnahme-Beiträge: 40,- € / 25,- € erm. (Studenten)
Anmeldung: Ines Niedermeyer
Weinbergstr. 25-27
34117 Kassel
0561-9189340
E-Mail: sekretariat@sepulkralmuseum.de

Mittwoch, 26. Januar 2011

Friedhofsfreunde in England

Wenn man auf die Seite der ASCE surft, findet man viele Informationen über historische Friedhöfe im Ausland. Nachahmenswert scheint mir das englische Beispiel. Dort gibt es nämlich einen Zusammenschluss von Vereinen, die sich um historische Friedhöfe kümmern, die National Federation of cemetery friends, uk.


Mitglieder dieses Verbandes treffen sich jährlich für die Hauptversammlung an einem  Veranstaltungsort, der jedes Jahr zwischen einem Ort in der Provinz und London abwechselt. Im Rahmen dieser Versammlung wird über den jeweiligen Friedhof geführt. Die Mitglieder haben dabei Gelegenheit andere Vereine kennen zu lernen und sich über Aktuelles zu informieren, wie z.B. über die Sicherheit auf Friedhöfen, die Erhaltung von Denkmälern oder über Änderungen des Bestattungsgesetzes. Oft entstehen in diesem Zusammenhang langfristige Kontakte und Freundschaften mit anderen Gruppen von "Friedhofsfreunden", die auch zum Austausch und dem Besuch der jeweiligen  lokalen Friedhöfe führen.
Mir scheint auch wir hier in Deutschland könnten einen solchen übergeordneten Verband für unsere vielfältigen Aktivitäten zur Erhaltung historischer Friedhöfe gut brauchen. Aber wer ergreift die Initiative? Und wie soll es funktionieren? Vielleicht haben meine Leser ja gute Ideen! Man kann diesen Post schließlich kommentieren.