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Ausstellungsankündigung, zweite Seite |
Mittwoch, 2. Mai 2012
Anblicke und Einblicke - Zwei Ausstellungen auf dem Melatenfriedhof in Köln
Der Freundeskreis Friedhof Melaten eröffnet am Samstag, den 5. Mai um 11 Uhr zwei kleine Ausstellungen, die in die Ausstellung "200 Jahre Melaten" integriert wurden:
Freitag, 27. April 2012
"Neues Leben zwischen alten Gräbern" - der Hase- und Johannisfriedhof in Osnabrück laden ein
Niels Biewer vom Forschungsprojekt zur Folgenutzung von Friedhöfen am Beispiel des Hase- und der Johannisfriedhof in Osnabrück informiert über die neue Veranstaltungsreihe auf diesen beiden Friedhöfen. Sie werden Ende 2015 entwidmet, so dass dann dort keine Beisetzungen mehr stattfinden. In diesem Blog wurde schon darüber berichtet.
Konkret geht es um Fragen wie: "Was soll mit den beiden Friedhöfen geschehen, wenn sie nicht mehr als Begräbnisplatz genutzt werden? Wie kann die wertvolle Substanz dieser für die Stadt
Osnabrück bedeutenden Denkmale dauerhaft erhalten bleiben und wie kann deren Wertschätzung
in der Bürgerschaft gesteigert werden? Welche Nutzungen sind auf diesen
Friedhöfen denkbar? Können sich regelmäßige kulturelle Veranstaltungen wie
Konzerte, Lesungen oder Filmvorführungen dauerhaft etablieren? Können sie
langfristig im Angebot der Osnabrücker Schulen und weiteren Bildungsträgern
integriert werden?"
So steht es in der Pressemitteilung zu lesen, die auf mögliche Antworten hinweist, die die Veranstaltungsreihe „Neues Leben zwischen alten Gräbern“ bringen könnte. Vielfältige kulturelle Aktivitäten werden damit angekündigt. Sie
werden in diesem Jahr zum ersten Mal in Zusammenarbeit der Hochschule mit
dem Osnabrücker ServiceBetrieb und vielen weiteren Beteiligten auf beiden Friedhöfen stattfinden und sollen - unter dem Untertitel "Geschichte(n) Osnabrücks zwischen 1808 bis 2012" - den Bürgern die Friedhöfe mit ihren historischen Grabmalen als wertvolles Kulturgut näher bringen.
Der hier eingestellte Flyer nennt genaue Informationen
sowie Uhrzeiten für die ersten zwei Veranstaltungstermine.
Montag, 23. April 2012
Totenkult in Mexiko - Ausstellung im Ohlsdorfer Bestattungsforum in Hamburg
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Eule aus Ton (Foto Leisner) |
Gerade in diesem lateinamerikanischen Land ist noch heute ein ganz eigene Umgangsweise mit dem Tod vorhanden, die aus einer Mischung alter einheimischer Tradition der Azteken und Maya und ihrer Überformung mit dem christlichen Glauben besteht.
Skelett beim Lesen (Foto Leisner) |
Der mexikanische Künstler und Karikaturist José Guadalupe Posada inspiriert noch heute mit seinen skelettierten Figuren die mexikanische Kunst. Seine und ähnliche Bilder werden rund um den Totentag immer wieder verkauft und ausgestellt.
Denn am Totentag, dem 1. November kommen in Mexiko die Verstorbenen zu und werden überall mit Speisen, Getränken, Weihrauch und Blumen willkommen geheißen. Auch die Gräber werden zu Allerheiligen gesäubert und mit gelben Blütenblättern geschmückt, denn diese weisen nach alter Tradition den Verstorbenen den Weg.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4. November 2012 zu sehen. Ort: Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Str. 756, Öffnungszeiten: Montag-Freitag 9-17 Uhr, Samstag und Sonntag 10-15 Uhr
Mittwoch, 18. April 2012
Tod – Gedächtnis – Landschaft - Tagung Schwabenakademie Irsee im November 2012
Im Text der Ankündigung heißt es:
"Seit dem 18. Jahrhundert spielen Natur und Landschaft im Umgang mit dem Tod eine bedeutsame Rolle. Grabstätten in der freien Natur (Rousseau) hatten in ihren Epochen ebenso leitbildhaften Charakter wie Park- und Waldfriedhöfe. Eine möglichst naturbelassene Landschaft bildete den Fluchtpunkt, um den Tod zu sublimieren, und trug utopische Züge. Aktuell repräsentieren die programmatisch gewählten Varianten der Naturbestattung – etwa Baum-, Alm- oder Seebestattungen – den Aufbruch in eine neue Bestattungskultur jenseits der klassischen Friedhöfe. Aber auch die Friedhöfe selbst weisen immer mehr naturlandschaftlich gestaltete Begräbnisflächen ohne individuelle Grabmäler aus. So sind Natur und Landschaft zum prägenden Faktor der Trauer- und Gedächtniskultur und zu einem zentralen Topos des Totengedenkens geworden.
Die Tagung will die Wechselwirkungen zwischen Tod, Gedächtnis und Landschaft in ihren historischen und aktuellen Bedeutungen ausloten. Im interdisziplinären Diskurs soll anhand von unterschiedlichen Fallstudien in- und außerhalb der Friedhöfe, anhand von Beispielen u.a. aus Literatur, Kunst und Philosophie, die Bedeutung der Naturlandschaft für den Umgang mit dem Tod analysiert werden."
Das ausführliche Programm findet man zwar erst im zweiten Halbjahr 2012 auf der Website der Schwabenakademie, dafür aber schon einmal hier:
Freitag,
9. November 2012
17.00 – 17.30 Uhr
Begrüßung
Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee
Einführung:
Tod und Gedächtnislandschaft
Norbert Fischer, Universität Hamburg
17.30 – 18.15 Uhr
Bukolik
des Todes: Landschaftsdarstellungen und ihre Bedeutung auf spätantiken und
frühchristlichen Sarkophagreliefs
Adriana Kapsreiter, Berlin
18.15 Uhr Abendessen
19.30 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag
Sakrale
Erinnerungslandschaften – Friedvolle Anlagen – Authentische Orte: Ehemalige
Konzentrationslager und ihre Definition
Jörg Skriebeleit, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Samstag,
10. November 2012
9.00 – 9.45 Uhr
Monastic Cemeteries as Arboreal Landscapes (Flanders,
1400–1800)
Robrecht Janssen, University of Leuven/Geert
Robberechts, City Councel for Culture of the City of Leuven
9.45 – 10.30 Uhr
Sterben
um zu Leben – Der Tod in der württembergischen Landschaft
Anna Marie Pfäfflin, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu
Berlin Preußischer Kulturbesitz
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 – 11.45 Uhr
Paradise as a Garden: The Mughal Tomb Garden –
Historical developments towards the Bibi ka Maqbara (Aurangabad, Mahastra,
India)
Geert Robberechts, Indian National Trust for Art and Cultural Heritage (INTACH), president
of INTACH Belgium
11.45 – 12.30 Uhr
Authentizität
und Sichtbarkeit – Probleme „echter“ Grabmäler im frühen Landschaftsgarten
Annette Dorgerloh, Humboldt-Universität zu Berlin
12.30 Uhr Mittagessen
13.30 – 14.30 Uhr
Führung
durch Kloster Irsee und die Euthanasie-Gedenkstätten
Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee
14.45 – 15.15 Uhr
Erinnerungslandschaften
– Memorialmonumente der Freundschaft im Landschaftsgarten
Semjon Aron Dreiling, Ludwig-Maximilians-Universität München
15.15 – 16.00 Uhr
Death and the Landscape in 19th century Italy
Hannah Malone, St John’s College,
University of Cambridge
16.00 Uhr Kaffeepause
16.30 – 17.15 Uhr
Weiblichkeit,
Tod und Erinnerungskultur auf Parkfriedhöfen um 1900
Anna Maria Götz, Universität Hamburg
17.15 – 18.00 Uhr
Das
Grabmal in der Landschaft als politisches Denkmal in der Epoche der Napoleonischen
Kriege
Ulrich Knufinke, Technische Universität Braunschweig
18.00 Uhr Abendessen / gemütliches Beisammensein im Stiftskeller
Sonntag,
11. November 2012
9.00 – 9.45 Uhr
Kriegslandschaften
des American Civil War
Anna Krüger, Ludwig-Maximilians-Universität München
9.45 – 10.30 Uhr
„Distant
– but not too distant“: Friedhof und
Landschaft bei Jeff Wall
Gerlinde Gehrig, Goethe-Universität Frankfurt a.M.
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 – 11.45 Uhr
Das
grüne Kenotaph: Die Baumspende als neue Manifestation des Totengedenkens
Markus Walz, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
11.45 – 12.00 Uhr
Abschlussdiskussion
12.00 Uhr Mittagessen / Tagungsende
Tagungsleitung
Prof. Dr. Norbert Fischer, Universität Hamburg
Dr. Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee
Mittwoch, 4. April 2012
Seminare für Friedhofsführer in Kassel
Schon jetzt soll hier auf die Seminare aufmerksam gemacht werden, die für Friedhofsführer und -führerinnen in diesem Jahr in Kassel angeboten werden:
Am 8. September von 10:00 - 17:30 findet das Tagesseminar: "In jede Friedhofsführung gehört der Friedhof", das auch schon im Vorjahr lief, statt.
Und weil diese Seminare so gut besucht sind, wird diesmal ein Aufbauseminar angeboten mit dem Titel: "Todesgenius, Engel und 'anmutig' Trauernde", das einen Monat später am 6.10. zur gleichen Zeit stattfinden wird.
"Von Wiedergängern und Werwölfen" - Friedhofsführungen in Greifswald
Per Mail wurde ich gebeten auf Führungen auf dem Alten Friedhof Greifswald aufmerksam zu machen. Das tue ich gern, besonders da hier von besonderen Führungen die Rede sein soll:
In Greifswald kann man nämlich am 29. April um 20 und um 22 Uhr jeweils an einer "Taschenlampenführung" teilnehmen, in denen "Von Wiedergängern,
Werwölfen und Gespensterkutschen" erzählt werden wird.
Die Kunsthistorikerin Anja Kretschmer bietet diese Führung anlässlich der Walpurgisnacht an, wie bekannt, ist das schließlich eine jener Nächte des Jahr, in der die Hexen und andere mythische Gestalten ihr (Un-?)wesen treiben. Der Bestattungsplatz wird dabei aus Sicht jahrhundertealter Sagen beleuchtet und längst vergessene Geschichten und der (Aber-)Glauben unserer Vorfahren werden zu neuem Leben erweckt. Sie eröffnen zugleich einen Einblick in alte Bestattungsbräuche.
Ab dem 2. Mai um 17 Uhr gehen dann die monatlichen Führungen auf dem Alten Friedhof Greifswald los. Der erste Termin steht ganz im Sinne der Bürgermeistergrabstätten. (Kosten 2,50, die Taschenlampenführung kostet 2,- Euro)
Die Kunsthistorikerin Anja Kretschmer bietet diese Führung anlässlich der Walpurgisnacht an, wie bekannt, ist das schließlich eine jener Nächte des Jahr, in der die Hexen und andere mythische Gestalten ihr (Un-?)wesen treiben. Der Bestattungsplatz wird dabei aus Sicht jahrhundertealter Sagen beleuchtet und längst vergessene Geschichten und der (Aber-)Glauben unserer Vorfahren werden zu neuem Leben erweckt. Sie eröffnen zugleich einen Einblick in alte Bestattungsbräuche.
Ab dem 2. Mai um 17 Uhr gehen dann die monatlichen Führungen auf dem Alten Friedhof Greifswald los. Der erste Termin steht ganz im Sinne der Bürgermeistergrabstätten. (Kosten 2,50, die Taschenlampenführung kostet 2,- Euro)
Donnerstag, 22. März 2012
20 Jahre Museum für Sepulkralkultur in Kassel
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Die Teilnehmer am Festakt in Kassel. Titelseite von "Friedhof und Denkmal" Ausgabe 1-2012 |
Nein, ich war nicht in Kassel. Aber ich freue mich, dass ich die Grußworte nun in der Zeitschrift nachlesen kann und besonders freue ich mich, dass sowohl der Staatsminister für Kultur und Medien, wie der Vorsitzende der Bischofskonferenz und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland die Arbeit des Museum ausdrücklich gelobt und nicht nur den sehr aktiven Mitarbeitern sondern auch den Ehrenamtlichen dafür gedankt haben. Da fühle ich mich als Mitglied des Beirats für Grundlagenforschung in Kassel doch sofort angesprochen. Ich hoffe nur, dass sich diese lobenden Worte auch so auswirken, dass der knappe Etat des Museum nicht noch weiter gekürzt wird .... (an Aufstockungen wage ich gar nicht zu denken).
Die Zeitschrift ist aber nicht nur deswegen interessant. In Kassel läuft zur Zeit und noch bis zum 28. Mai 2012 die Ausstellung "Galgen, Rad und Scheiterhaufen - Einblicke in Orte des Grauen". Dazu ist in der neuen Ausgabe ein Artikel der Österreichischen Historiker Gerhard Ammerer und Michael Skotschek über den Salzburger Armesünderfriedhof abgedruckt, die ein ganz eigenes Kapitel der Friedhofsgeschichte aufschlagen, das bisher so noch nirgendwo behandelt worden ist. Vielleicht gibt das ja Anlass auch in anderen Städten zur Geschichte der ehrlosen Bestattungen zu forschen?
Hier ist übrigens auch eine Leseprobe der neuen Ausgabe zu finden.
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