Montag, 2. November 2009

Die Kunst im Stillen – Kunstschätze auf Leipziger Friedhöfen

Buchcover (Foto Leisner, mit fr. Genehmigung von Alfred
E.Otto Paul)
Diese Presse-Information erhielt ich gerade; ein ausführlicherer Bericht folgt, wenn das Buch erschienen ist:

Am 21. November 2009 kommt die erste Folge der Schriftenreihe „Die Kunst im Stillen“ als erste Ausgabe eines Kompendiums der Kunstschätze auf Leipziger Friedhöfen heraus.

Autor ist der Leipziger Sepulkralforscher Alfred E.Otto Paul, der sich seit über zwei Jahrzehnten der Kunst – und Kulturgeschichte der Leipziger Friedhöfe widmet und vor einem Jahr die Paul-Benndorf-Gesellschaft zur Erhaltung und Pflege historischer Friedhofsanlagen in Leipzig gegründet hat.

In dieser ersten Nummer werden auf 92 Seiten fünfundzwanzig Meisterwerke der Grabmalkunst des Leipziger Südfriedhofes vorgestellt. Damit wird zugleich an die bedeutenden Leipziger Familien erinnert, die Auftraggeber dieser künstlerisch herausragenden Grabmäler waren und die Umstände ihrer Entstehung beleuchtet.

Die Gestaltung und Gesamtherstellung der „ Kunst im Stillen “ stammt von der Leipziger Verlagsagentur „Texturama“. Verkauft wird die erste Ausgabe (Preis ca. 9 Euro) ab dem 21. November 2009 auf den bedeutenden Leipziger Friedhöfen. Bestellungen von eigenhändig vom Autor signierten Exemplaren können ab sofort über die Paul-Benndorf-Gesellschaft zu Leipzig unter info@paul-benndorf-gesellschaft.de oder telefonisch unter 034297 –12305 aufgegeben werden.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Himmlische Herbstgedanken und ein neues Faltblatt in Gießen

Auf dem Alten Friedhof in Gießen haben am 3. Oktober drei Künstlerinnen zusammen mit einer Historikerin zu einer ersten Benefizveranstaltung unter dem Titel "Herbstgedanken" eingeladen.

Nach einer Führung zu beschädigten Skulpturen und traf man sich in der Alten Kapelle, wo drei Engel in menschlicher Gestalt die Besucher in die Welt der Engel entführten und Lieder und Gedichte zu den Themen Liebe, Tod und Vergängliochkeit vortrugen. Eeingebettet war diese Performance in eine audiovisuelle Darstellung mit begleitender Klaviermusik.

Der Freundeskreis des Friedhofs hatte dazu zusammen mit dem Gartenamt und der unteren Denkmalbehörde eingeladen. Der Eintritt war frei, aber natürlich wurde um Spenden zur Erhaltung der Grabmale gebeten.

Zusammen mit dem Gartenamt hat der Freundeskreis auch ein neues Faltblatt über den Friedhof herausgegeben, den man sich hier von der Internetseite des Freundeskreises herunterladen kann.

Freitag, 2. Oktober 2009

Erinnerungsstelen in Bad Nauheim

Auf Initiative des Fördervereins Alter Friedhof/Historischer Bürgerpark ist in diesem Sommer der Alte Friedhof in Bad Nauheim zu einer Gedenkanlage umgestaltet worden. Damit kommt der Förderverein einer schon vor 40 Jahren erhobenen Forderung nach, die Erinnerung an jene Menschen zu bewahren, die für die Entwicklung Nauheims vom Söderdorf (Dorf der Salzsieder) zum Weltbad gesorgt haben und zwischen 1802 und 1902 auf dem ehemaligen Friedhof beerdigt worden sind. Denn die meisten Grabmale des ehemaligen Kirchhofs sind schon lange abgeräumt und nur noch sieben historische Grabsteine überhaupt vor Ort erhalten.

Das Gelände selbst wurde und wird teilweise immer noch im Zusammenhang mit der „Kerb“, der Bad Nauheimer Kirmes, genutzt.

Jetzt hat der Förderverein Gedenkstelen errichtet, mit denen eine Reihe von historischen Persönlichkeiten erinnert wird, und die Stadt hat im Gegenzug die gärtnerische Neugestaltung der Anlage übernommen. Am 3. September der Friedhof der Öffentlichkeit übergeben.
Die Feier der Übergabe ist in drei Videos auf youtube festgehalten:
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Samstag, 5. September 2009

Diebstahl und Kunstausstellung auf dem Alten St. Mattähus-Kirchhof in Berlin

Ich lese gerade jetzt erst bei Efeu e.V., dass vom Alten St. Matthäusfriedhof in Berlin am 5.5.2009 die Plastik "Der Faun" von der Grabstätte Scherer gestohlen wurde!
Wer Hinweise geben kann oder die Figur evtl. angeboten bekommt: Bitte melden bei EFEU e.V., Großgörschenstraße 12-14, 10829 Berlin Schöneberg oder Kirchhofsverwaltung, Kolonnenstr. 24-25, 10 829 Berlin, kirchhoefe@zwoelf-apostel-berlin.de, Tel.: 030 / 781 1850, Mo-Fr 8-14 Uhr

Dabei wollte ich eigentlich auf die Ausstellung "Kunstraum Mausoleum" hinweisen, für die sechs denkmalgeschützte Gründerzeit-Mausoleen und die 100 Jahre alte Friedhofskapelle den Schauplatz bilden. Zu sehen sind Arbeiten von acht zeitgenössischen Künstlern, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weisen mit Erinnerungskultur, Trauer und Tod beschäftigten. Die Ausstellung wurde schon am 2. August eröffnet, aber sie läuft noch bis zum 20.9.2009, demTag des Friedhofs. Ihr Abschluss wird dann mit einer Finissage gefeiert. An den Wochenenden gibt es geführte Besichtigungen. Näheres findet sich auf der Website von Efeu e.V. (siehe die Links auf der rechten Seite)

Freitag, 4. September 2009

Friedhofsführer

Cover des ersten
Friedhofsführers (Foto Leisner)
Zum Jubiläum des Ohlsdorfer Förderkreises haben die Mitglieder und die Abonennten der Ohlsdorf-Zeitschrift gerade ein ganz besonderes Geschenk erhalten:

Der Förderkreis hat den ersten Friedhofsführer von 1897 als Faksimilie nachdrucken lassen und zusammen mit der neuen Ausgabe seiner Zeitschrift verschickt. Diesen Führer (links im Bild) hat der erste Friedhofsdirektor Wilhelm Cordes anläßlich der internationalen Gartenbauaustellung in Hamburg im Jahr 1897 herausgegeben.
Der Südteich (Foto im ersten Friedhofsführer)
Zwar sieht das Heft auf den ersten Blick eher unscheinbar aus, doch ist es ein kostbarer Zeuge der Hamburger Friedhofs-geschichte: Der erste Friedhofsdirektor hat in dieser Publikation seine Ideen für die Friedhofsanlage allgemeinverständlich beschrieben und mit einer Reihe von Fotografien den damaligen Zustand des Friedhofes und seiner speziellen Anlagen illustriert. Im Bild ist hier der Südteich mit seiner niedrig bewachsenen Insel und der noch heute vorhandenen schmiedeeisernen Brücke zu sehen.
Cover der Ohlsdorfzeitschrift

Passend dazu hat die Redaktion der Ohlsdorf-Zeitschrift das Thema "Friedhofsführer" in den Mittelpunkt gestellt und berichtet sowohl über die "Geschichte der Ohlsdorfer Friedhofsführungen", wie über seine umfangreiche Sammlung von publizierten Führern und anderen Büchern über den Ohlsdorfer Friedhof wie in verschiedenen Beiträgen auch über das Handwerk der Führungen und eine unvergessliche Führung in Berlin. Natürlich sind auch die Rubriken "Aktuelles", "Kultur und Geschichte", "Neue Bücher" und "Aus dem Verein" wieder gut gefüllt. Besonder interessant ist dabei der Beitrag von Christine Behrens über den "Tod in Venedig" (und damit sind natürlich die Bestattungsplätze der Stadt gemeint!).

Wie immer kann man alle Artikel der Zeitschrift im Netz unter http://www.fof-ohlsdorf.de/zeitschriftindex.php nachlesen.

Wer allerdings das Faksimilie des Friedhofsführers gern selbst besitzen möchte, sollte ihn rasch beim Förderkreis bestellen. Für Außenstehende kostet er 5 Euro + Versandkosten.

Die Adresse ist: Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V., Fuhlsbüttler Strasse 756, 22337 Hamburg Telefon: 040 / 50 05 33 87 | E-Mail: info@fof-ohlsdorf.de

Samstag, 1. August 2009

Neu aufgelegt: Führer über den Melatenfriedhof in Köln

Cover Friedhofsführer (Foto Leisner, mit fr.
Genehmigung J.P.Bachem Verlag)
Friedhofsfreunde, die Köln besuchen, werden wahrscheinlich kaum "Melaten", den wichtigsten historichen Friedhof der Stadt, auslassen. Gut beraten sind sie, wenn sie sich dafür den schmalen aber gehaltvollen Führer von Ilona Priebe aus dem J.P.Bachem Verlag anschaffen.

Er enthält drei umfangreiche Führungen: zu den Prominenten und ihren Grabstätten, zu Musikern, Malern und Mäzenen und zu Grabstätten von Frauen und solchen Grabmalen, auf denen Frauen dargestellt sind. Dazu wird in einem vorangestellten Text die Geschichte des Friedhofes erzählt.

Gerade ist eine überarbeitete Neuauflage erschienen, die auch die jüngsten Grabstätten mit einbezieht. Mit 6,00 Euro ist die reich und farbig bebilderte Broschüre eine preiswerte Möglichkeit sich einen ersten Eindruck von der Kölner Geschichte und ihren deutschlandweit bekannten Persönlichkeiten zu verschaffen: zum Beispiel von Schwester Anna Maria Clementine Martin - jener Nonne, die das Produkt "Klosterfrau Melissengeist" auf den Markt brachte, oder dem ItalienerJohann Maira Farina, der das Eau de Cologne erfand.

125 Jahre Nordfriedhof Düsseldorf

Der Düsseldorfer Nordfriedhof ist in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden. Die Friedhofsverwaltung hat aus diesem Anlaß neue Informationstafeln aufgestellt. Die Anlage steht unter Garten-Denkmalschutz, ein Parkpflegewerk wurde erarbeitet und inzwischen wird nach seinen Vorgaben die historische Substanz erhalten und in Teilen auch reaktiviert.

Das Jubiläums bildete auch den Anlaß den Friedhof in diesem Jahr zum Veranstaltungsort für den bundesweiten "Tag des Friedhofes" auszuwählen. Die Besucher ein informatives Programm, das am 12. September um 11 Uhr
mit der Übergabe einer Mustergrabausstellung beginnt. Es folgen in buntem Wechsel verschiedenene Friedhofsführungen, Musik- und Informationsveranstaltungen. Am Sonntag, den 13. September, endet das Programm um 17 Uhr mit einer ökumenischen Andacht zum Gedenken an die Verstorbenen, deren Gräber niemand besucht.

Wer mehr über das Programm und den Friedhof erfahren will, kann die Seiten des Stadtgrüns der Stadt Düsseldorf besuchen: Friedhofsgeschichte; Programm zum Tag des Friedhofs