Donnerstag, 23. September 2010

Eine ungewöhnliche Friedhofsführung - Gesteinskunde in Dresden-Tolkewitz

Wie die Einladung zeigt, veranstalten die Verfasser des Führers zu den Grabmalgesteinen des Tolkewitzer Friedhofs in Dresden (vorgestellt im Post vom 11. April 2010) eine gesteinskundliche Tour über den Friedhof - im Rahmen des Tages des Friedhofs am 19.9.2010 um 12 Uhr.

Diese Art von Führungen wird meines Wissens sonst nirgendwo angeboten und erschließt eine ganz neue Herangehensweise an die Grabmalkultur der Vergangenheit, bei der auch die wirtschafts-historischen Hintergründe zur Sprache kommen dürften. Die Verfasser haben mitgeteilt, dass sie die Führung zweimal im Jahr anbieten.

Dienstag, 21. September 2010

Veranstaltungsprogramm: 200 Jahre Melaten

Als Nachtrag zu meinem Post vomMontag, den 24.5.2010 möchte ich jezt endlich auf das Veranstaltungsprogramm zum Jubiläum in Köln hinweisen, das es sowohl in gedruckter Form, wie als PDF-Datei gibt, die man hier herunterladen kann.

Leider ist es schon ziemlich spät im Jahr und eine ganze Reihe von Veranstaltungen haben schon stattgefunden. Aber immerhin gibt es noch einiges zu erleben in Köln, wie zum Beispiel am Sonntag, 5.9.2010 den "Historischen Leichenzug von der Basilika Sankt Aposteln durch die Innenstadt zum Friedhof Melaten", der mit einer Musikstunde in der Basilika beginnt und mit einem öffentlichen Gedenken an die ersten Verstorbenen des Jahres 1810 am Hochkreuz im ältesten Friedhofsteil endet und mit der am selben Tag stattfindenden Informationsveranstaltung der Steinmetz- und Bildhauergenossenschaft Köln verknüpft ist. Führungen,

Theater und Rezitation stehen auf dem Programm in den folgenden Monaten. Es lohnt sich also durchaus noch ein Blick in das Programm zu tun, an dessen Anfang einige informative Beiträge über den Friedhof und einzelne dort bestattete Persönlichkeiten stehen.

Übrigens hat die Stadt Köln einige sehr informative Seiten - unter anderem mit einem interaktiven Friedhofsrundgang - anläßlich des Jubiläums ins Netz gestetllt und zwar unter diesem Link.

Dienstag, 6. Juli 2010

Ruhe sanft - Kulturgeschichte des Friedhofes von Reiner Sörries

Buchcover (Foto Leisner, mit fr.
Genehmigung Verlag Butzon u. Bercker) 
Prof. Dr. Reiner Sörries hat mit diesem Buch eine neue Geschichte des Friedhofs geschrieben, in die er seine langjährige Erfahrung als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und Direktor des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur in Kassel voll einbringt.

Gegenüber dem Buch "Raum für Tote", in dem  im Jahr 2003 dasselbe Thema von einem Autorenkollektiv - ja, ich hatte auch daran mitgeschrieben - erstmals nach langer Zeit neu bearbeitet worden war, hat diese neue Friedhofskulturgeschichte den Vorzug sozusagen aus einem Guss zu sein. Zudem konnten natürlich die neuesten Forschungen dieses Fachgebiets mit eingearbeitet werden.

Damit bietet die umfangreiche Friedhofsgeschichte einen gut lesbaren Überblick über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten der Bestattung von der Antike bis zur Gegenwart, wobei der Abschnitt von der Antike bis zum Ende des Mittelalters breiten Raum einnimmt und der Autor das Verdienst hat, diese Zeit hier erstmals in einem solchen breitgesteckten Rahmen umfangreich dokumentieren zu können.

Die Frühe Neuzeit und die Neuzeit werden dagegen kürzer abgehandelt, während das Interesse des Autors noch einmal verstärkt dem 20. und 21. Jahrhundert gilt. Dabei hält er sich für jedes der illustrativ betitelten Hauptkapitel an eine bestimmte Reihenfolge der Darstellung, die es leider mit sich bringt, dass man manche Aussagen über das Buch verteilt mehrfach wieder findet. Insgesamt aber handelt es sich um eine für Freunde historischer Friedhöfe unverzichtbare und grundlegende Publikation, die in keinen Bücherregal fehlen sollte.

Reiner Sörries, Ruhe sanft - Kulturgeschichte des Friedhofs.Kevelaer 2009,Verlag Butzon u. Bercker GmbH, geb., 304 Seiten mit zahlreichen s/w Abbildungen.  ISBN: 376661316

Dienstag, 29. Juni 2010

Kleines Lexikon der Oberlausitzer Friedhöfe

Buchcover (Foto Leisner, mit fr. Genehmigung
Lusatia Verlag)
Passend zur Exkursion des Ohlsdorfer Förderkreises (siehe Post vom Sonntag 13.6.2010) soll hier auf ein - wirklich sehr kleines - gebundenes Buch verwiesen werden, das vor kurzem neu erschienen ist. Das "Kleine Lexikon der Oberlausitzer Friedhöfe" benutzt Stichworte in alphabethischer Reihenfolge, um auf wichtige historische Friedhöfe der Region aber auch auf Brauchtum und einzelne Gestaltungsmerkmale hinzuweisen. So finden sich darin sowohl - leider ausgesprochen knapp gehaltene - Artikel zum Bergfriedhof in Oybin, dem Gottesacker der Brüdergemeine in Herrenhut, den beiden Nikolaifriedhöfen in Bautzen und Görlitz, dem Taucherfriedhof in Bautzen, dem Friedhof in Ralbitz und den Friedhöfen in Zittau, als auch zusammengefasste Hinweise auf Dorf- und Stadtfriedhöfe der Region. Daneben gibt es aber auch Anmerkungen zu Themen wie "Allerheiligen und Totensonntag", "Gemeinschaftsanlagen", "Grabplatten und Epitaphien" und vieles mehr..



Das Büchlein ist sehr liebevoll bebildert. Einige wenige Friedhöfe werden sogar mit gezeichneten Plänen vorgestellt. Das Vorwort der Schriftstellerin Annelies Schulz führt ganz persönlich in das Thema ein, denn sie erzählt lebendig von ihren ersten Friedhofsbesuchen an der Hand der Mutter. Insgesamt wird mit dieser Publikation ein kurzer, aber sehr informativer Überblick über die Friedhofskultur der Oberlausitz geboten. Ich würde mir wünschen, dass in nicht allzuferner Zeit noch ein zweites, umfangreicheres Buch erscheint, das det interessanten Friedhofs- und Grabmalkultur dieser Gegend breiteren Raum gibt.

Uwe Hornig/Beate Hornig, Kleines Lexikon der Oberlausitzer Friedhöfe. Lusatia Verlag, Bautzen 2009. 63 S. zahlr. farbige Abb.  7,90 Euro ISBN 3-936758-60-3     

Sonntag, 13. Juni 2010

150 Jahre Friedhof Bernadottestraße in Hamburg

1860 wurde dieser kleine Friedhof als "Moltkefriedhof" in der damals noch selbständigen Stadt Altona gegründet. Er ist noch mit einem rechteckigen Wegesystem ausgestattet. Die Feier seines 150jährigen Jubiläums wurde der "Altonale" angegliedert; einer Festwoche, in der der heutige Stadtteil von Hamburg sein ganzes mulitkulturelles Flair entfaltet. Zum Jubiläum gehörte auch die Theaterinszenierung des Stückes "Midlife - oder 7 Leben hat die Diva" auf dem Friedhof, sowie einer Videoinstallation in der Kapelle und Gesangsdarbietungen.

Am letzten Sonnabend gab es dann noch eine ganze Reihe von Angeboten auf dem Friedhof, die über die Vorsorge bis zur Trauerbegleitung, von der gärtnerischen Grabgestaltung bis hin zu Steinmetzarbeiten reichten. Dazu erläuterten kulturhistorische Führungen die Geschichte des Friedhofs und des Stadtteils. Mit einem Festgottesdienst wurde auch die Friedhofskapelle nach einer umfangreichen Sanierung wieder ihrer Bestimmung übergeben.


Einladung zur Fachexkursion nach Görlitz

Der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. veranstaltet vom 23. bis zum 26 September 2010 seine jährliche Fachexkursion, bei der zur Zeit noch einige Plätze frei sind. Die Reise geht mit dem Bus von Hamburg aus los. Die Ziele sind sehr attraktiv, denn schon auf den Hinfahrt ist die Besichtigung des Stadtgottesackers in Halle vorgesehen.

In Görlitz selbst wird dann am zweiten Tag der Nikolai-Friedhof, die Synagoge und die Dreifaltigkeitskirche besucht. Am Nachmittag steht der Friedhofs der Brüdergemeine in Herrenhut, der sorbisch-katholische Friedhof in Ralbitz und der Findlingspark von Nochten auf dem Programm. Am dritten Tag wird der Landschaftsgarten des Früsten Pückler in Muskau, das neue Schloss und der sorbische Friedhof besucht. Am Nachmittag kann man eine Stadtführung mitmachen oder einfach etwas freie Zeit genießen. Auf der Rückfahrt am letzten Tag wird noch in Branitz halt gemacht, um das Schloss und den Park und natürlich besonders die beiden Gräber in der See- und der Landpyramide zu besichtigen. 

Der Preis, der die Busfahrten, drei Übernachtungen in einem Hotel mit Frühstück, die Eintrittsgelder und die fachlichen Führungen einschließt, ist mit 330 Euro für Mitlglieder des Vereins und 350 Euro für Nichtmitglieder nicht besonders hoch bemessen.

Wer Zeit und Lust hat an der Exkursion teilzunehmen, möge sich direkt an den Organisator Herrn Dr. Mauss wenden (Telefon:  040-538 30 40) oder mit dem Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. Kontakt aufnehmen (Der Link steht rechts!) 



Mittwoch, 2. Juni 2010

Förderverein Alter Friedhof Schwerin gegründet

Am 25. Februar 2010 haben 15 Interessierte den Förderverein Alter Friedhof Schwerin gegründet. Zum Vorsitzenden wurde der Steinbildhauermeister Uwe Lange gewählt. Der Verein will eng mit der Stadt Schwerin zusammen arbeiten und hat sich als langfristiges Ziel die Wiederherstellung des ursprünglichen Parkcharakters des Alten Friedhofs gesetzt. Zuerst aber will man die Gräber der zahlreichen mecklenburgischen Architekten auf dem Friedhof sichern. 
Um die nötigen finanziellen Mittel zu bekommen, werden Firmen und Fördermitglieder gesucht. „Grabpaten“ sollen gewonnen werden, die einzelne Grabstätten ehrenamtlich pflegen. 
 
Wer sich für die Arbeit des Fördervereins interessiert oder den Verein unterstützen möchte, kann sich an Herrn Uwe Lange, 0385/7607935 wenden, oder an alterfriedhofschwerin@freenet.de schreiben. Sobald der Verein über eine eigene Website verfügt, werde ich ihn gern hier verlinken.