Donnerstag, 22. Januar 2015

Mainzer Hauptfriedhof - Ein Spaziergang durch die Gärten der Vergänglichkeit

Elizabeth Kott, Mainzer Hauptfriedhof,
Buchcover (Amazon.de)
Nach eigener Aussage hat Elizabeth Kott, die Autorin dieses Buches, während ihrer langjährigen Ehe zahlreiche Friedhöfe zusammen mit ihrem Mann besucht, am häufigsten aber den Mainzer Hauptfriedhof, auf den das Paar viele Jahre lang fast alle Freizeit verwendete.

Sieben Jahre nach dem Tod ihres Mannes hat die Autorin jetzt aus dem reichen Fundus seiner Fotografien ein sehr persönliches Buch zusammengestellt, das als "Ein Spaziergang durch die Gärten der Vergänglichkeit" untertitelt und ihrem Mann gewidmet ist. Tatsächlich behandelt es allerdings nur einen "Garten der Vergänglichkeit", den Hauptfriedhof in Mainz.

Ein Spaziergang muss natürlich keine kulturhistorische Betrachtung sein und so erzählt die Autorin in ihrer Einleitung von ihren persönlichen Erinnerungen an die Friedhofsbegehungen mit ihrem Mann und von den Fotos, die noch analog entwickelt worden sind und bei denen besonders intensiv auf die Beleuchtungsverhältnisse geachtet wurde.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Zwischen den Fronten - Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg

Das Buch zur Ausstellung "Die
Verwandlung - Sterben und
Trauer 1914-1918" in Kassel
Eigentlich ist das kein Buch über historische Friedhöfe. Aber es hat doch seinen Platz in diesem Blog. Zum einen ist es die ausführliche Publikation zu der Gemeinschaftsausstellung in Kassel, über die ich hier berichtet habe, und zum anderen steht der Tod natürlich hinter jeder Ausstellung und jeder Abhandlung über den Ersten Weltkrieg. Und dazu gehören natürlich auch die Soldatenfriedhöfe, die noch heute ob ihrer schieren Masse der jungen Männer, die dort begraben liegen, den Besucher erschauern lassen.  

Das Buch zur Ausstellung zeigt noch einmal sehr deutlich, dass hier ein gemeinsames Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven behandelt worden ist. Nach Vorwort, Dank und einem einleitenden Beitrag zum Ersten Weltkrieg als totalem Kulturkrieg und modernern Medienkrieg, folgen drei Hauptteile, die mit "Geistige Mobilmachung", "Zwischen den Fornten: Alltag an der Kriegsfront und der Heimatfront" und "Trauer, Trost, Erinnerung" überschrieben sind. Diese Hauptteile sind allerdings sehr unterschiedlich gewichtet. Während im ersten sechs Beiträge zusammengefasst sind, liegt der Schwerpunkt auf dem zweiten Teil mit elf Beiträgen. Dagegen wird der letzte nur durch den Beitrag von Reiner Sörries, dem Direktor des Kassler Sepulkralmuseums, abgedeckt.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Transmortale VI

2015 wird zum sechsten Mal die Transmortale veranstaltet. Gerade habe ich das neue Programm bekommen. Auch diesmal sind die Vorträge wieder thematisch bunt gemischt, denn die Veranstaltung will fächerübergreifend Studierende und Forscher zusammenbringen, die sich mit dem Themenkreis um Tod und Sterben wissenschaftlich auseinanersetzen.

Ach und ein Beitrag widmet sich sogar dem "Bild des Todes in der Ratgeberliteratur zu den Themen Sterben und Trauern. Ob Christian Schütte aus Siegen auch meinen Ratgeber (eBook) darin auseinandernehmen wird? Das ist doch ein guter Anlass hier einmal dafür zu werben oder?

Hier der Programmflyer:



Die Posts zu den früheren Transmortalen sind hier zu finden.

Montag, 15. Dezember 2014

Die Verwandlung - Sterben und Tauer 1914 -1918

Friedhof und Denkmal 5-2014. Die Zeitschrift
enthält einen ausführlichen Beitrag zur Ausstellung.
Auch im Kasseler Sepulkralmuseum wird in diesem Jahr mit einer Ausstellung an den Beginn des Ersten Weltkriegs erinnert. Zusammengetragen wurde sie aus den Beständen mehrerer selbstständiger Museen, die sich vor längerer Zeit zu einem Arbeitskreis (AsKI) zusammen geschlossen haben. Dadurch liegt der Schwerpunkt auf sehr persönlichen Erinnerungsstücken aus dem Krieg, die durch ihre Direktheit den Besucher stärker zu berühren vermögen als historisch noch so genaue Berichte.

Natürlich geht es dabei auch um die Erfahrung des massenhaften Todes und den Umgang mit der Bestattung der Soldaten im Feld, sowie Trauer und Leid in der Heimat.

Montag, 8. Dezember 2014

Der Hoppenlaufriedhof in Stuttgart wird saniert!

Eingang zum Hoppenlaufriedhof (Foto Leisner 2009)
Das ist eine Rettung in letzter Minute! Die im letzten Jahrhundert restaurierten und dabei mit Kunstharz an der Außenhaut gefestigten Grabmale zeigen schwere Verfallserscheinungen. Im letzten Jahr schon hat sich beim Schwäbischen Heimatbund ein Arbeitskreis Stuttgarter Hoppenlaufriedhof gegründet und mit einem Flyer um Spenden geworben.

Freitag, 28. November 2014

Historische Friedhöfe auf dem Jahresplaner des BHU

Jahresplaner des BHU zum Kulturdenkmal des Jahres 2015
Wie hier schon berichtet hat der Bund Heimat und Umwelt (BHU) den historischen Friedhof zum Kulturdenkmal des Jahres 2015 erkoren. Jetzt hat er dazu einen Jahresplaner mit Bildern von Friedhöfen und Grabmalen herausgegeben. Daneben sind alle Landesverbände des Bund mit ihren Anschriften und Webseiten aufgelistet. 

Zu bestellen ist der Kalender beim Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), Adenauerallee 68, 53113 Bonn  Fax-Nr. 0228 215503, E-Mail: bhu@bhu.de. Die Schutzgebühr beträgt 1,00 Euro pro Stück. Für den Versand werden pauschal 4,-- Euro Versandkosten berechnet.




Samstag, 22. November 2014

Projekt Ohlsdorf 2050

Wow! Wenn das keine tolle Nachricht ist:
Grabmal Eckler in der Nähe des
Eingangs des Ohlsdorfer Friedhofs
Der Ohlsdorfer Friedhof informiert, dass das Bundesbauministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“  die „nachhaltige Sicherung und Entwicklung des weltgrößten Parkfriedhofs als bedeutende denkmalgeschützte Gartenanlage“ mit 2 Millionen Euro fördert. Weiter heißt es in der Pressemitteilung:

"Schwerpunkte der Förderung sind Denkmalensembles, bauliche Kulturgüter von nationalem Rang, energetische Maßnahmen und das Stadtgrün. Insgesamt werden im Rahmen des Bundesprogramms 50 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderung stellt das einzige geförderte Projekt in Hamburg dar, die übrigen Mittel entfallen auf die anderen Bundesländer.
Die Förderung, eingeworben von der Hamburger Friedhöfe -AöR- und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, erfolgt für die Jahre 2015 bis 2018. Weitere Projektkosten in Höhe von einer Million Euro werden von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Hamburger Friedhöfe -AöR- sowie dem Denkmalschutzamt getragen. Der Anteil der Hamburger Friedhöfe -AöR- beträgt bis 2018 160.000 Euro.
Im Einzelnen werden die Mittel eingesetzt für:
-  Nutzung und Gestaltung der Parkanlage und des Friedhofs,
-  Erhaltung und Pflege von Gebäuden und Infrastruktur,
-  denkmalgerechte Sanierung und Weiterentwicklung von Grünflächen,
- einen Ideenwettbewerb mit Preisverleihung zu neuen Erholungsformen,
- die Kommunikation des Projektes in Abstimmung mit  der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.
Projekt- und Bereichsleiter Rainer Wirz dazu: 'Der Ohlsdorfer Friedhof wird bundesweit als beispielhaft wahrgenommen, insbesondere, wie es immer wieder gelungen ist, seinen grünen und kulturellen Reichtum zum Nutzen für alle Hamburgerinnen und Hamburger zu bewahren. Für den Friedhof eröffnet sich mit der Förderung durch das Bundesbauministerium die Perspektive einer langfristigen und visionären Entwicklung.' "