München feierte in diesem Jahr den 850sten Jahrestag seiner Stadtgründung. Auf der berühmte Südfriedhof war in die Jubiläumsfeiern einbezogen. Am 6. und 7. Juni gab es die Stunde der großen Geister zu erleben. Auf neun Bühnen stellten Schauspieler des Gärtnerplatztheaters Szenen aus dem Leben von 35 berühmten Bürgern der Stadt dar, deren Grabstätten in der Nähe liegen. Hier konnten die Besucher erfahren, wer die Herren Reichenbach, Baader, Fraunhofer, Gärtner, Klenze oder Gabelsberger waren, deren Namen sie auch von den Straßenschildern kennen und deren Wirken oft weit über Stadt- und Landesgrenzen hinausreichte. Den Abschluss bildete zur Geisterstunde - eine halbe Stunde vor Mitternacht - ein Orchesterkonzert mit Werken von Lachner, von Winter und Stuntz, deren Werke Musiker desselben Theaters zum Klingen brachten.
Bereits nachmittags konnten sich die Besucher beim mittelalterlichen Lagerleben vor den Friedhofsmauern auf das Ereignis einstimmen und für die Kinder wurde ein besonderer Kindernachmittag durchgeführt.
Durchgeführt wurde diese aufwendige Veranstaltung vom Bezirksausschuss (2), dem Referats für Gesundheit und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz und dem Kulturreferat der Stadt München, wobei sie von verschiedenen Münchener Firmen als Sponsoren unterstützt wurden
Wer sich dazu einige Bilder anschauen will, sei auf die Seite der Stadt verwiesen.
http://www.muenchen.de/Rathaus/rgu/friedhof_bestattung/fotogalerie/276695/index.html
Wer sich ausführlich über den Südfriedhof informieren will, sollte zu der folgenden äußerst informativen und umfassenden Website gehen: http://www.myounich.de
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Montag, 13. Oktober 2008
Auszeichnung "LEBENSZEICHEN" 2008
Nachdem im letzten Jahr der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. stellvertretend für die Arbeit der Friedhofsvereine mit der Auszeichnung Lebenszeichen von der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. in Kassel geehrt wurde, wird die mit 1.500,- € dotierte Auszeichnung in diesem Jahr zu gleichen Teilen Eike Schmalz in Quedlingburg und Horst Kranich in Görlitz verliehen, die sich beide mit großem Einsatz und Engagement den Erhalt historischer Friedhöfe zur Aufgabe gemacht haben. Die feierliche Verleihung der Auszeichnung findet am Sonntag, den 9. November, um 11:30 Uhr im Museum für Sepulkralkultur in Kassel statt.
Dem schon immer großen Interesse von Eike Schmalz für die Kultur und die Geschichte seiner Heimat ist es zu verdanken, das der Wiperti-Friedhof in Quedlingburg nicht nur erhalten, sondern auch heute wieder für Bestattungen genutzt wird. Dieser Friedhof, um 1530 angelegt, gehört mit seiner terrassenförmigen Anlage und den darin angelegten 60 Grufthäusern nicht nur zu den kulturhistorisch bedeutendsten Friedhöfen der frühen Reformationszeit, sondern es gab auch einmal, noch zu DDR-Zeiten, den Plan, an seiner Stelle einen Parkplatz anzulegen. Nicht zuletzt dem Engagement von Eike Schmalz ist es zu verdanken, dass der Friedhof bewahrt blieb.
In Görlitz dagegen wäre der Verfall des um 1100 erstmals erwähnten Nikolai-Friedhofs mit seinen 400 Grabstätten - vorwiegend im Barockstil - immer weiter fortgeschritten, wenn Horst Kranich sich dem nicht entgegen gestellt hätte. Inzwischen. da nun die Denkmalschützer alles daran setzen Grabmale und Grufthäuser zu erhalten und zu restaurieren, ist die Pflege der wertvollen Grabsteine, ihre Dokumentation und die Erfassung ihrer Inschriften zu einem seiner Haupanliegen geworden.
In gewisser Weise stehen damit Eike Schmalz und Horst Kranich stellvertretend für manche Menschen, die in der ehemaligen DDR ähnliches geleistet haben. So soll Lebenszeichen 2008 auch darauf hinweisen, dass dieses Engagement heute kaum weniger wichtig ist als vor Jahrzehnten, wie in der Pressemitteilung der AFD betont wird, aus der diese Informationen entnommen sind.
Dem schon immer großen Interesse von Eike Schmalz für die Kultur und die Geschichte seiner Heimat ist es zu verdanken, das der Wiperti-Friedhof in Quedlingburg nicht nur erhalten, sondern auch heute wieder für Bestattungen genutzt wird. Dieser Friedhof, um 1530 angelegt, gehört mit seiner terrassenförmigen Anlage und den darin angelegten 60 Grufthäusern nicht nur zu den kulturhistorisch bedeutendsten Friedhöfen der frühen Reformationszeit, sondern es gab auch einmal, noch zu DDR-Zeiten, den Plan, an seiner Stelle einen Parkplatz anzulegen. Nicht zuletzt dem Engagement von Eike Schmalz ist es zu verdanken, dass der Friedhof bewahrt blieb.
In Görlitz dagegen wäre der Verfall des um 1100 erstmals erwähnten Nikolai-Friedhofs mit seinen 400 Grabstätten - vorwiegend im Barockstil - immer weiter fortgeschritten, wenn Horst Kranich sich dem nicht entgegen gestellt hätte. Inzwischen. da nun die Denkmalschützer alles daran setzen Grabmale und Grufthäuser zu erhalten und zu restaurieren, ist die Pflege der wertvollen Grabsteine, ihre Dokumentation und die Erfassung ihrer Inschriften zu einem seiner Haupanliegen geworden.
In gewisser Weise stehen damit Eike Schmalz und Horst Kranich stellvertretend für manche Menschen, die in der ehemaligen DDR ähnliches geleistet haben. So soll Lebenszeichen 2008 auch darauf hinweisen, dass dieses Engagement heute kaum weniger wichtig ist als vor Jahrzehnten, wie in der Pressemitteilung der AFD betont wird, aus der diese Informationen entnommen sind.
Dienstag, 30. September 2008
Friedhöfe im Elbe-Weser-Dreieck - Exkursion des Ohlsdorfer Förderkreises
| Förderkreismitglieder im Morgennebel (Foto Leisner) |
Insgesamt 53 Mitglieder und Freunde des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V. fanden haben sich am 27.9.2008 zu einer Exkursion zusammen, die unter Leitung des bekannten Kulturwissenschaftlers Prof. Dr. Norbert Fischer zur historischen Friedhofskultur des Elbe-Weser-Dreiecks führte.
Noch im Morgennebel lag der St. Johannisfriedhof an der Bremer Straße in Verden, der als erster angesteuert wurde. Er besteht seit 1807 und enthält in einem Museumsbereich und auf einzelnen Grabstätten eine ganze Anzahl von Grabsteinen, die aus früheren Jahrhunderten stammen; besonders eindrucksvoll darunter das Grabmal der jung verstorbenen Catharina Magaretha Blöhten mit ihrem kleinen Sohn im Arm, der nur drei Tage lebte.
Verden ist wegen eines weiteren Grabmales für die Friedhofskultur wichtig, denn in der St. Andreaskirche gegenüber vom Dom befindet sich eine der ältesten ziselierten Messinggrabplatten des europäischen Kontinents. Sie stammt aus der Zeit um 1220 und zeigt das Bildnis des Bischofs Yso.
Die Fahrt führte weiter in das bekannte Künstlerdorf Fischerhude am Rande des Teufelsmoors, in dessen Kirchhofsmauer wurden schon 1859 insgesamt 39 alte Grabmale eingemauert wurden, die von dem Friedhof in Wilstedt stammen. In dieses Nachbardorf hatten die Fischerhuder bis zur Anlage ihres eigenen Kirchhofes im Jahr 1825 ihre Toten bringen müssen.
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| Messingplatte mit Bildnis des Bischofs Yso (Foto Leisner) |
Am Nachmittag wurde dann als letzter Programmpunkt der denkmalgeschützte Gartenfriedhof in Rechtenfleht besichtigt, für den sich der Dichters und Heimatforschers Herrmann Allmers (1821-1902) besonders eingesetzt hat und auf dem er selbst eine aufwändige Grabstätte erhalten hat. Das Besondere an diesem Friedhof ist zum einen sein kleines Torhaus.
| Rechtenfleth Eingang (Foto Leisner) |
| Gruft Famile Allmers, Rechtenfelth (Foto Leisner) |
Zum anderen enthält er eine ganze Reihe von Grabbauten, die auf diesem kleinen ländlichen Bestattungsplatz in der Nähe der Weser sehr ungewöhnlich wirken. Das Bild zeigt die Gruft der Familie Allmers, auf der der hohe Obelisk für Herrmann Allmers und ein Pfeiler für seine Ehefrau stehen.
Und noch zur Information: Zu diesem Thema lohnt sich auch ein Blick in "Ohlsdorf- Zeitschrift für Trauerkultur". Passend zur Exkursion bilden nämlich "Friedhöfe zwischen Elbe und Weser" das Hauptthema der Ausgabe Nr. 102, III, 2008. Gedruckt ist die Zeitschrift zum Preis von 2.30 Euro (plus Versandkosten) zu erhalten beim Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V., Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg.
Und noch zur Information: Zu diesem Thema lohnt sich auch ein Blick in "Ohlsdorf- Zeitschrift für Trauerkultur". Passend zur Exkursion bilden nämlich "Friedhöfe zwischen Elbe und Weser" das Hauptthema der Ausgabe Nr. 102, III, 2008. Gedruckt ist die Zeitschrift zum Preis von 2.30 Euro (plus Versandkosten) zu erhalten beim Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V., Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg.
Samstag, 13. September 2008
Der Lindenbergfriedhof in Siegen
| Grabmal vom Lindenbergfriedhof (Foto Antonie Dell) |
Bisher allerdings hat sich noch kein Freundeskreis zusammengefunden, der sich für die Erhaltung der Grabmale einsetzt.
Osnabrückk: Das 200jährige Bestehen des Hasefriedhofs wird gefeiert
Wie schon berichtet, organisiert der Förderkreis Hasefriedhof-Johnnesfriedhof im Jubiläumsjahr verschiedene Veranstaltungen.
Zum einen sind das Führungen zu speziellen Themen: Der Gang „Zur Darstellung Tod von Schlaf“ und jener zu Wilhelm Lepenau, dem Begründer der ersten Erdölraffinerie in Deutschland, dessen Mausoleum auf dem Friedhof mit Hilfe eines Sponsors restauriert werden konnte, sowie eine Führung zur Botanik auf dem Friedhof hat schon stattgefunden. Am 3. Oktober folgt noch der Gang zu den bekannten Persönlichkeiten, die auf dem Johannisfriedhof beerdigt sind, und am 14. Oktober als besondere Attraktion eine „Nachtführung“.
Zum anderen wurde das Projekt „land-art“ mit Schülern durchgeführt. Dabei haben Gymnasiasten unter Anleitung einer Künstlerin eine vergängliche Skulptur aus Weidenzweigen auf die Friedhofserde gelegt, die zugleich Taufkleid und Totenhemd – Anfang und Ende – symbolisieren soll. Da die Arbeit zügig voranging schufen die Schüler noch weitere Kunstwerke aus dem Holz, die ebenfalls auf dem Friedhof zu sehen und in ihrer natürlichen Vergänglichkeit zu beobachten sind. (Fotos dieser kreativen Werke sind zu sehen unter: http://www.historische-friedhoefe-osnabrueck.de/jamin.htm)
Der eigentliche Festmonat aber ist jetzt gekommen. Am 20. September wird eine Fotoausstellung mit „Ungewöhnlichen Impressionen vom Hasefriedhof und Johannisfriedhof“ eröffnet, die bis zum Januar 2009 läuft, und am 26. September findet die Jubiläumsfeier zum 200jährigen Bestehen des Friedhofes statt.
Zum einen sind das Führungen zu speziellen Themen: Der Gang „Zur Darstellung Tod von Schlaf“ und jener zu Wilhelm Lepenau, dem Begründer der ersten Erdölraffinerie in Deutschland, dessen Mausoleum auf dem Friedhof mit Hilfe eines Sponsors restauriert werden konnte, sowie eine Führung zur Botanik auf dem Friedhof hat schon stattgefunden. Am 3. Oktober folgt noch der Gang zu den bekannten Persönlichkeiten, die auf dem Johannisfriedhof beerdigt sind, und am 14. Oktober als besondere Attraktion eine „Nachtführung“.
Zum anderen wurde das Projekt „land-art“ mit Schülern durchgeführt. Dabei haben Gymnasiasten unter Anleitung einer Künstlerin eine vergängliche Skulptur aus Weidenzweigen auf die Friedhofserde gelegt, die zugleich Taufkleid und Totenhemd – Anfang und Ende – symbolisieren soll. Da die Arbeit zügig voranging schufen die Schüler noch weitere Kunstwerke aus dem Holz, die ebenfalls auf dem Friedhof zu sehen und in ihrer natürlichen Vergänglichkeit zu beobachten sind. (Fotos dieser kreativen Werke sind zu sehen unter: http://www.historische-friedhoefe-osnabrueck.de/jamin.htm)
Der eigentliche Festmonat aber ist jetzt gekommen. Am 20. September wird eine Fotoausstellung mit „Ungewöhnlichen Impressionen vom Hasefriedhof und Johannisfriedhof“ eröffnet, die bis zum Januar 2009 läuft, und am 26. September findet die Jubiläumsfeier zum 200jährigen Bestehen des Friedhofes statt.
Donnerstag, 21. August 2008
Neue Initiative zur Erhaltung des Inneren Neustädter Friedhofs in Dresden
Der Innere Neustädter Friedhof in Dresden wurde 1731 auf einem Areal außerhalb der damaligen Stadtbefestigung nach den Plänen des Architekten Georg Maximilian von Fürstenhoff bei den Scheunenhöfen angelegt und umfasst heute eine Gesamtfläche von 3,5 ha. Er ist noch heute in der Nutzung. Im seinem ältesten Teil findet man eine Vielzahl barocker Grabsteine, Grufthäuser und Wandgrabanlagen auf engem Raum vereint, in den Erweiterung findet man dann Grabmale aus dem 19. und dem 20. Jahrhundert. Die Grufthäuser wurden schon in den 1990er Jahren saniert. Ein Totentanzrelief, das einst die Friedhofsmauer schmückte, hat befindet sich heute in der Dreikönigskirche.
Die Friedhofsverwaltung den Verfall vieler Grabmale nicht aus eigener Kraft stoppen. Deswegen haben sich zwei Dresdener zusammengetan, die es - wie sie schreiben - "als normal betrachten, wenn Menschen persönlich für ihre unmittelbare Umgebung Verantwortung übernehmen und sich engagieren". Sie sind initiativ geworden und wollen mit einer neuen Internetseite eine breite Öffentlichkeit informieren und Gleichgesinnte für ihr Anliegen gewinnen.
Sie wollen mithelfen wichtige Grabmale schrittweise zu restaurieren bzw. wenigstens zu konservieren und suchen noch Mitstreiter um dringend notwendige Arbeiten durchzuführen. Grabstätten müssen frei geschnitten, Plastiken gesichert, Zäunen und Gitter gestrichen, die Öffentlichkeit informiert und die Grundlagen für Grabmalpatenschaften erarbeitet werden.
Ihre Internetseite ist:
http://friedhof-dresden-neustadt.de/index.html
Montag, 18. August 2008
Der Verein Efeu e.V. ist aktiv: Fassadenmalerei und Ausstellung
Auf seiner Internetseite berichtet der Verein Efeu e.V. über die Fortschritte seiner ersten Projekte. Der Fassadenkünstler Holger Stumpf hat mit seinen Kollegen seit Ende Juni an den Hausrückwänden gearbeitet un dort im Schattenriss die ehemals auf dem Friedhof vorhandenen Grabmale dargestellt. Die offizielle Eröffnungsfeier mit Ausstellung und Führung soll am 14. September 2008 zum "Tag des Denkmals" unter dem Thema "Spurensuche" vorgestellt werden. Für die Teilnehmer am Projekt hat sich dabei der Versuch Geschichte sichtbar zu machen als interessante "Detektivarbeit" herausgestellt.
Als nächstes Projekt plant der Verein die Sanierung der Grabstätte der Familie Richter und lud termingerecht zum 185. Geburtstag des bekannten Berliner Malers Gustav Richter (3.8.1823 — 3.4.1884) am 3. August zu einer Führung und Freiluftausstellung auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof ein. Die Ausstellung zur Geschichte und dem Grabmal der Familie Richter, von dem nur noch Reste vorhanden sind, ist vor Ort an der Grabstätte auf Pfosten aufgebaut worden und wird noch bis zum 8.9.08 gezeigt. Außerdem findet sich eine umfangreiche Informationsbroschüre im Friedhofscafé.
Weitere Informationen dazu finden sich unter: http://www.efeu-ev.de/fassade2.html und http://www.efeu-ev.de/richter2.html
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